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Chevrolet verpflichtet Yvan Muller als Nachfolger von Nicola Larini

FIA Tourenwagen-WM (WTCC) 2010

Das Chevrolet Werksteam verstärkt seine Ausgangslage für die Saison 2010. Unmittelbar nach Saisonende in Macau nahm die Mannschaft den ehemaligen Weltmeister Yvan Muller aus Frankreich unter Vertrag. Muller wird damit neuer Teamkollege von Alain Menu und Macau-Sieger Rob Huff, die für 2010 an Bord bleiben.

Der 40-Jährige aus Altkirch im Elsass, der mit seiner Lebensgefährtin Justine Monnier in der Nähe von Genf zuhause ist, fuhr bislang für Seat – und wurde mit den Spaniern zweimal WM-Zweiter sowie 2008 überlegen Weltmeister. „ Es war an der Zeit, etwas anderes zu machen und mich einer neuen Herausforderung zu stellen. Und die Aufgabe bei Chevrolet reizt mich”, kommentierte der Neuzugang.

Yvan Muller © GM Corp

Yvan Muller © GM Corp

Für Chevrolet Rennleiter Eric Nève ist die Verpflichtung von Muller ein Glücksfall. “In Yvan haben wir sicherlich einen sehr starken Fahrer – sowohl von der Grundschnelligkeit als auch von der Rennintelligenz her. Wir sind überzeugt, dass wir damit auch frisches Blut ins Team fließen lassen können”, analysiert Nève. Den Ausschlag zugunsten des charismatischen Franzosen hätten “seine Grundschnelligkeit, seine Erfolgsbilanz, auch seine Motivation” gegeben: “Er war auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Wir hoffen, dass wir ihm das bei Chevrolet anbieten können.”

Muller muss sich umgewöhnen. Zuletzt fuhr er im Oreca-Team – einer rein französischen Mannschaft. Die Chevrolet Cruze werden vom RML-Team aus England eingesetzt. “Ich mag das Team; RML ist eine gute Mannschaft. Ich kenne die schon sehr lange. Sie haben das Potenzial, Weltmeister zu werden. Das Auto wird auch Jahr für Jahr besser. Und dazu kommt eine große Herausforderung: Zwei der drei Fahrer bleiben; ich stoße neu dazu. Vielleicht kann ich ein paar neue und andere Ansätze reinbringen”, erwartet er. “Man braucht immer etwas Zeit, ein neues Team kennenzulernen und sich die Akzeptanz vom Team zu erarbeiten. Man muss sich da immer auch erst selbst beweisen. Aber es macht auch Spaß, wenn man irgendwo einsteigt, wo alles neu für einen ist und man alles neu erlernen muss. Es ist wie ein kompletter Neustart.”

Einen Kulturschock durch den Nationen-Wandel erwartet er nicht: “Denn ich fuhr ja acht Jahre lang in England, mit Triple 8 und Vauxhall. Und das war wirklich eine tolle Zeit. Ich kenne die englischen Leute gut; die sind ganz anders als die französischen. Aber ich kenne sie, und mich werden sie schon wieder kennenlernen. Denn ich komme wieder!”

Muller ersetzt Nicola Larini, der nach fünf Jahren im Chevrolet Werksaufgebot aus eigenem Antrieb sein Cockpit geräumt hat. “Nach 22 Jahren im Tourenwagen-Sport schliesst sich für mich ein Kreis. Ich möchte noch mal eine neue Herausforderung wagen. Ich bin genau im richtigen Alter, mich mit dem Langstreckensport zu befassen”, sagt der Italiener aus der Emilia Romagna. “Ich habe auch eine Familie mit einem sehr jungen Sohn. Mit dem möchte ich mehr Zeit verbringen und ihn Tag für Tag wachsen sehen. Es soll mir nicht so gehen wie bei meinen ersten Kindern. Die sind jetzt schon erwachsen, und ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wie es war, als sie klein waren.”

Muller kommt nach einer erfolgreichen Debüt-Saison zu Chevrolet. Im ersten Jahr mit dem neuen Cruze konnten die Blauen schon sechs Siege holen. Entsprechend hoch sind auch die Erwartungen, die Muller mit bringt. Er rechnet fest damit, dass die Truppe in der kommenden Saison um den WM-Titel kämpfen kann. “Ich hoffe doch. Ich gehe doch nicht zu Chevrolet, wenn ich nicht diesen Eindruck hätte…”

Quelle Text und Bild : Chevrolet Deutschland GmbH

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