Blue in Red von Gerd Sonntag im Corning Museum New York
Corning Museum of Glass, New York
„Blue in Red“ von Gerd Sonntag unter den 60 bedeutendsten
Neuerwerbungen der Zeit
Unter dem Titel „Bedeutende Neuerwerbungen“ präsentiert das „Corning Museum of Glass“, N.Y. in seiner aktuellen „New Glass Review 31“ die 60 nennenswertesten Ankäufe öffentlicher und privater Sammlungen in den Vereinigten Staaten und im Ausland. Die Entstehungsdaten der Objekte reichen von 1946 bis in die Gegenwart und betreffen Design, Installationen, Skulpturen und architektonische Werke aus Glas. Gerd Sonntag ist mit seiner Glasskulptur „Blue in Red“ vertreten.

Glasskulptur „Blue in Red“ aus dem Jahr 2008, im Besitz des Europäischen Museum für Modernes Glas, Coburg
Der Berliner Künstler widmete sich erstmal 1998 der Kunst mit Glas entwickelte hierfür zum Beispiel gemeinsam mit der Schott AG das sogenannte Etagenschmelzverfahren, bei der Schicht für Schicht kompatibles Glas unterschiedlicher Farben und Stärken über diverse Etagen hinweg miteinander verschmolzen wird. Er wechselt dabei zwischen durchsichtigem und undurchsichtigem Glas, fügt fremde Elemente wie Draht hinzu und setzt Akzente mit Glaspulver und Metalloxiden: „Die Arbeit mit dem Glas ist für mich eine Art Auferstehung. Was nicht heißt, dass ich mich der Malerei komplett entzogen hätte. Vielmehr habe ich meine Möglichkeiten mit der Gläsernen Kunst neu entdeckt. Sie gibt mir den nötigen Raum zur absoluten künstlerischen Entfaltung“, so der Künstler.
Gerd Sonntag wurde 1954 in Weimar geboren und erlangte mit seiner expressiven Malerei 1989 den internationalen Durchbruch: Das New Yorker Brooklyn Museum of Art räumte mit Gerd Sonntag als erste amerikanische Institution einem ostdeutschen Künstler eine Personal- Ausstellung ein. Das Brooklyn Museum gehört zu den 10 größten Museen der Welt. Der renommierte Kunstwissenschaftler Lothar Lang bezeichnete in einem seiner Bücher Gerd Sonntag als eines der stärksten Malertalente seiner Generation. Zahlreiche nationale und internationale Ausstellungen sowie die Präsenz in namhaften Sammlungen und dem drittgrößten Auktionshaus der Welt, dem Drouot Richelieu in Paris, belegen die Bedeutung, die das Werk von Gerd Sonntag hat. Die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Paris beispielsweise zeigt einige von Sonntag gläsernen Objekten dauerhaft.
Zwischen 1990 und 1996 hatte Sonntag eine Berliner Galerieinne. Als deren Geschäftsführer stellte er bis dahin unbekannte, heute aber berühmte ostdeutsche Künstler erstmals der Öffentlichkeit vor. So begleitete er als Galerist unter anderem auch die damals neuen Arbeiten des Neo Rauch und brachte diese erstmals auf Messen und in Ausstellungen.
Mit der Arbeit am Glas übertrifft sich Gerd Sonntag immer wieder selbst. Auf extra ordinäre Art und Weise gelingt es ihm mit jeder Skulptur neue Wege zu gehen und dabei den Betrachter zu fesseln und zu begeistern. Und mit „Blue in Red“ überzeugte er auch die amerikanische Jury.
Gerd Sonntag wohnt und arbeitet in Berlin, Prenzlauer Berg.
Quelle: iQ public
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