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SportScheck gewinnt Marktanteile im Outdoor-Segment

| 12. Juli 2012 | 0 Comments

SportScheck gewinnt Marktanteile im Outdoor-Segment

Management sieht Entwicklungspotential durch neue Trends

Anlässlich der europäischen Fachmesse OutDoor, die vom 12. bis 15. Juli 2012 in Friedrichshafen stattfand, stellten sich Stefan Herzog, Mitglied und Sprecher der SportScheck Geschäftsführung, und Carsten Schürg, Bereichsleiter Marketing und PR, den Fragen der Brancheninteressierten. Ihre Botschaft ist eindeutig: Der in den vergangenen Jahren erlebte Boom des Themas Outdoor schafft aktuell nicht mehr die hohen zweistelligen Zuwachsraten, das Geschäftsfeld bleibt aber weit in die Zukunft hinein attraktiv.

Herr Herzog, die Wachstumskurven der Sportfachhändler im Thema Outdoor fallen – sieht sich SportScheck bereits nach alternativen Betätigungsfeldern um?

Das Thema Quo vadis Outdoor fand großen Anklang bei den anwesenden Journalisten.

Stefan Herzog: „Outdoor ist eine der wichtigsten Kategorien bei uns und wird auch zukünftig erfolgreich sein, wenn man sich als Händler nachhaltig und seriös damit beschäftigt. Dabei spielen Produkt-Innovationen und die Werteentwicklung der Menschen „gemeinsam draußen zu sein“ eine entscheidende Rolle. Die augenblickliche Darstellung der Situation ist doch sehr ambivalent: Natürlich ist im Markt im Vergleich zu den Vorjahren eine klare Konsolidierung erkennbar, doch vom Volumen hat der Outdoor-Bereich für uns unverändert höchste Relevanz. Schließlich sprechen wir noch immer über attraktive Wachstumskurven. SportScheck erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gesamtbruttoumsatz in Höhe von 408 Millionen Euro*, was einem Plus von mehr als 6 Prozent zum Vorjahr entspricht. Gut ein Fünftel davon stammt aus dem Geschäftsfeld Outdoor, das – sogar gegen den Markttrend – ein Wachstum von knapp 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielte.“

Wodurch ist es SportScheck gelungen, sich vom Markttrend abzusetzen?
Stefan Herzog: „Wissen Sie, wir beschäftigen uns viel mit der Frage: Was will unser Kunde? Wenn man analysiert, warum Menschen sich draußen bewegen, stößt man auf Folgendes: Klassische Werte wie Gesundheit, Leben mit der Natur und gemeinsame Aktivitäten mit Freunden und Familie gewinnen zunehmend an Bedeutung.
* Der genannte Wert entspricht nach IAS/IFRS einem Umsatz in Höhe von 350 Millionen Euro.

Diesem Wertewandel wird SportScheck gerecht: mit seinem geschärften Markenauftritt, den innovativen Marketing-Kampagnen und einer sorgfältigen Auswahl der Kanäle, über die wir unsere Kunden erreichen. Kurz gesagt: SportScheck hat die Zeichen der Zeit frühzeitig erkannt und in ein attraktives Angebot aus vielfältigem Sortiment, Serviceleistungen und Beratung auf allen Kanälen übersetzt.“

Antje von Dewitz, Geschäftsführerin VAUDE, sprach über Nachhaltigkeit in der Outdoor-Branche

Carsten Schürg: „Der Outdoor-Markt wird auch deshalb gefühlt enger, weil uns das Internet durchaus Konkurrenz in Form von Amazon, Zalando und Co. beschert – obwohl der Markt also absolut gesehen noch immer wächst, wird das Kuchenstück für den einzelnen Händler eventuell kleiner. Als Multi-Channel Sportfachhändler begegnen wir dieser Entwicklung, indem wir unseren Kunden die Vielfalt unserer Marken und Sortimente sichern und verschiedene Vertriebswege bieten. Mit mehr als 30.000 Produkten und 400 Marken sehen wir uns als Multi-Sportspezialisten. Daneben verstärken wir unsere Kundenorientierung. In unserem Denken geht es eben nicht nur darum, jemandem einen Sportschuh zu verkaufen. Stattdessen setzen wir weiterhin auf die qualitative Marktführerschaft, wo gerade Beratungsqualität, Service und aktives gemeinschaftliches Erleben im Rahmen unserer zahlreichen Sport-Events einen großen Platz einnehmen.“

Sehen Sie darüber hinaus konkrete Ansatzpunkte, die dem Outdoor- Bereich neuen Aufwind geben könnten?

Stefan Herzog: „Chancen ergeben sich auch aus der Symbiose von Mobilität und Mobilisierung. Gleich zu Beginn dieser Entwicklung haben wir mit unserem optimierten Online Shop die Basis gelegt. Mittlerweile bieten wir Apps für das iPhone, iPad und Android Handys an. Das Stationärgeschäft ist verknüpft mit sogenannten `Location-based-Services` – so können sich unsere Kunden von überall und jederzeit informieren, sich beraten lassen und direkt einkaufen. Probieren Sie einmal unsere gerade erschienene SportScheck Outdoor App: Sie rüstet Begeisterte perfekt für jede Wander-, Bike- und Hochtour aus.“

Carsten Schürg: „Absolut. Beispielsweise ergeben sich an der Schnittstelle zum Gesundheitsmarkt konkrete Ansatzpunkte, um Marktanteile zu gewinnen und die Markenbekanntheit zu steigern. SportScheck hat sich gerade in diese Richtung vorgewagt: Im Rahmen unserer Stadtlaufserie, an der jährlich insgesamt über 80.000 Menschen deutschlandweit teilnehmen, haben wir in unseren Filialen eine Leistungsdiagnostik angeboten.

Sie zeigt den Läufern ihren Status Quo in Sachen Fitness und Leistungsfähigkeit auf und gibt konkrete Empfehlungen für ihr Training bis hin zu Ernährungstipps. Eine ähnliche Idee ist auch für Outdoor-Sportler vorstellbar.“

Mindert die häufig vorgebrachte Forderung nach Nachhaltigkeit in der Produktion aus Händlersicht die wirtschaftliche Attraktivität des Outdoor-Segments?

Stefan Herzog begrüßte zunächst den Gastgeber und Messe-Chef Klaus Wellmann

Stefan Herzog: „Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg werden immer mehr zu einem gemeinsamen Erfolgsfaktor. Das eine geht fast nicht ohne das andere, insofern ist es nur ein vermeintliches Spannungsverhältnis, das für die Branche vielmehr als Innovationstreiber wirkt. Lassen Sie mich einmal salopp formulieren: Wir werden nicht zurückgehen zu Kollektionen aus Kartoffelsäcken, weil es nachhaltiger ist. Solche Produkte würde der Kunde nicht akzeptieren. Den höheren Preis nimmt er nur hin, wenn die Funktionalität eines Kleidungsstückes mindestens so hoch ist wie bei der ,normalen‘ Kollektion. Grundsätzlich ist der Gedanke der Nachhaltigkeit gerade im Outdoor-Thema naheliegend und wird kundenseitig honoriert. So erklärt sich der Erfolg einer Marke Vaude, die Vorreiter in diesem Bereich sind. Als Händler setzen wir neben unseren Eigenmarken – die fast 20 Prozent des Umsatzes ausmachen – bewusst auf solche starken Marken.“

Können Sie einen Ausblick geben für die Branche und für SportScheck?

Stefan Herzog: „Wir als SportScheck bauen unsere Multichannel-Strategie konsequent aus: Der modernste Flagshipstore steht noch in Berlin, aber wir freuen uns schon auf die Eröffnung unseres neuen Stammhauses in München im nächsten Jahr. Unsere Kataloge werden noch informativer. Zusätzliche Beiträge dienen der Beratung, der Information, aber auch der Unterhaltung. Unser Online- Geschäft wird ebenfalls beständig weiterentwickelt, entsprechend der Kundeninteressen und der noch zunehmenden Innovationsgeschwindigkeit der Technik. Bei all dem ist unsere Begeisterung für das Outdoor-Segment ungebrochen.“

Über SportScheck
SportScheck ist einer der größten deutschen Sportartikelanbieter und führender Multichannel-Sportfachhändler. Das Sortiment ist im Web, im Mobile Shop, via Shopping App, per Katalog und in 16 Filialen erhältlich. Die Firmenzentrale des 1946 gegründeten und seit 1991 zur Otto Group gehörenden Unternehmens ist in Unterhaching bei München. Rund 1.500 Mitarbeiter sind derzeit bei SportScheck beschäftigt. Eigens organisierte Events wie zum Beispiel Stadtläufe, Outdoor- und GletscherTestivals unterstreichen die Kompetenz des Hauses und machen Breitensport zum emotionalen Erlebnis.

Quelle TOC Agentur für Kommunikation GmbH & Co.KG für SportScheck GmbH

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Category: Aktuelle News

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