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3aArt Patrick Keller und Judith Grote © VOX Bernd-Michael Maurer

3aArt setzt jedes Kunstwerk perfekt in Szene

Im Interview stellt Judith Grote Ihr Startup 3aArt vor – von der Idee über die Herausforderungen und die Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen 3aArt doch kurz unseren Lesern vor:
3aART ist eine patentierte Weltneuheit für die Präsentation von Fotos und Kunstwerken auf Stoff in einem innovativen Aluminiumrahmen mit neuartigem Aufhängungssystem. Wir produzieren durch ein neues Transferdruck-Verfahren Bilder in brillantester Druckqualität auf Spezialstoffen, und das in nahezu jeder Ausführung und Format (von 1m bis XXL 9m). So präsentiert sich ein innovatives Bildkonzept. Unter dem Motto „Wechsle dein Bild“ ist ein Motivwechsel zu jeder Zeit und jedem Anlass einfach und unkompliziert möglich. Die Bilder sind pflegeleicht und nahezu unverwüstlich, egal ob sie in Innenräumen oder Außenbereichen zum Einsatz kommen. Mit den 3aART Bildsystemen ist sogar die Ausstellung auf der Skipiste oder dem Wattenmeer möglich. Monat für Monat reihen sich neue Künstler in das Wechselspiel der 3aART Motivwelt ein: Von surrealistischen Malern, hochbegabten Illustratoren bis hin zur Fotografie sind der Vielfalt keine Grenzen gesetzt. Endlich kann sich jeder Kunst an die Wand hängen.

Wie ist die Idee zu 3aArt entstanden?
Mein ehemaliger Lebenspartner und ich wollten das aufblasbare Bild kreieren. Ein System, das mich bei Ausstellungen unterstützt und für meinen Lebenspartner bei der Ausstattung seiner Businesscenter hilfreich ist. Dementsprechend musste dieses neue Bildsystem andere Aufgaben erfüllen als herkömmliche Bilder: Es sollte gut transportierbar und kinderleicht zu montieren sein, sowie schwer entflammbar, damit es auch in öffentlichen Bereichen eingesetzt werden kann. Um es im Innen- als auch Außenbereich anbringen zu können, musste der Stoff außerdem waschbar sein. Ein unkompliziertes Auswechseln, je nach Lust und Laune, stand im Vordergrund.

Nach der ersten Idee folgten dann eineinhalb Jahre intensive Forschung mit Aluminium, Kunststoffen und Textilien, bis schließlich das fertige 3aART Wechselbildsystem entstand.

Von der Idee bis zum Start, was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die erste Finanzierung stammte von meinem ehemaligen Lebenspartner Axel Zacharias. Nachdem er sich im Jahr 2009 das Leben nahm, folgte eine schwierige Zeit mit vielen Rechtsstreiten. Es war sicherlich eine der größten Herausforderungen, das zuvor auf meinen Mann erteilte Patent auf die Rahmensystem von 3aART schließlich auf mich übertragen lassen zu können. Finanziert haben wir uns durch die Einnahmen, die ich mit meiner Kunst gemacht habe, durch Bildverkäufe von 3aART und Nebenjobs.

Was unterscheidet den Bilderrahmen von 3aART von anderen Bilderrahmen?
3aART Bilder sind Wechselbilder! Hier muss man sich nicht mehr auf ein Kunstwerk festlegen, sondern kann beliebig oft tauschen.
Der Rahmen besteht aus vier Aluminiumstangen, die ohne Werkzeug in wenigen Minuten zu einem stabilen und leichten Rahmen, der hinter dem Bild verborgen bleibt, zusammengebaut werden können. In der Aufhängung ist eine Wasserwaage integriert, wodurch das Bild 100 % gerade hängt. Die Abstandshalter und die Aufhängung sorgen für einen gleichmäßigen Bildabstand von der Wand, wodurch eine elegante Schattenfigur hinter dem Bild entsteht. Die dadurch mögliche Luftzirkulation verhindert graue Ränder und vermeidet Schimmelbildung.

Klick – klack – fertig! Dann lassen sich die auf Stoff gedruckten Bilder ganz einfach mittels Klettverschluss am Rahmen straffen und fixieren. Und wird das Bild einmal schmutzig, kann man es sogar in der Waschmaschine waschen! Da das Bild nicht spiegelt und aus besonders feinem Stoff gedruckt ist, wirkt das Motiv viel brillanter als auf einer herkömmlichen Leinwand – so kommt das Kunstwerk immer perfekt zur Geltung.
Für Büros kann man Bilder auch mieten, beispielsweise in Kombination mit einem regelmäßigen Bild-Wechsel.

Wer ist die Zielgruppe von 3aART?
Durch die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten ist das System gleichermaßen für den Privatmarkt, als auch für den Geschäftskunden einsetzbar.

Kunstliebhaber wollen mehr als nur ein tolles Werk für sich. Bei herkömmlichen Systemen ist man jedoch begrenzt. Die Bilder die nicht mehr an die Wand passen können nur im Ganzen in Abstellräumen gelagert werden. Unser System lässt zu, dass man seine anderen Lieblingswerke platzsparend in den Schrank packt. Nicht jedes Bild muss ein Original sein und mit nur einem 3aART System holt man sich die Vielfalt der Kunstwelt nach Hause. Nur für einen kleinen Nachkaufpreis kann man sich jederzeit ein neues Werk an die Wand zaubern ohne ein kompliziertes Aufhängen der Bilder. Durch das Klettsystem hinten am Bild ist ein Motiv schnell gewechselt und ich kann meine Kunstleidenschaft mit meinen Freunden teilen. Nichtsdestotrotz: Ein Original bleibt ein Original.

Welche Produkte findet der Kunde auf 3aArt?
Rund 70.000 Bildmotive von ca. 50.000 Künstlern und Fotografen offerieren wir zurzeit bereits unseren Geschäftskunden. Privatkunden können online aus rund 3.500 Bildern von 500 verschiedenen Künstlern auswählen und kontinuierlich werden neue Künstler mit ihren Motiven aufgenommen.
Die Werke können online nach Themen, Motiven, Farben oder sogar Lifestyles (z.B. Pinterest Wohnwelten von „Interieur-Light Loft“ bis „Metropolitan Lounge“) ausgesucht werden. Auf Wunsch werden spezielle Motive von Künstlern oder historische Ansichten für den Kunden bereitgestellt. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, eigene Motive für die Bildproduktion hochzuladen.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für „Die Höhle der Löwen“ zu bewerben?
Die Höhle der Löwen unterstützt junge Unternehmer bei der Realisierung ihres Traums vom eigenen Start-Up. Schon während der ersten Staffel kam mir der Gedanke, vielleicht selbst einmal teilzunehmen und unser innovatives Konzept vorzustellen. Gesagt – Getan! Jetzt stehen wir vor der Jury und hoffen auf einen guten Deal. Auch die Präsenz, die man damit erreicht ist nicht zu verachten. Ich wünsche mir, dass 3aART bald jeder kennt.

Wie haben Sie sich auf „Die Höhle der Löwen“ vorbereitet?
Ich habe einen neuen Businessplan geschrieben und mir einen Helfer für den Finanzplan organisiert. Mehr musste ich nicht machen, da ich meine Firma und mein System aus dem ff kenne.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen das es in die Show „ die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von der Show?
Ich erhoffe mir einen stärkeren Bekanntheitsgrad auf dem Privatmarkt und dass das Thema Wechselbilder endlich in die Köpfe wandert.
Normalerweise wechselt der durchschnittliche Deutsche alle sieben Jahre seine Möbel, nicht aber seine Bilder. Wir wollen den Bildermarkt revolutionieren.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch die Show viele Interessenten und auch Medien auf 3aART aufmerksam werden?
Eine gute Aufmerksamkeit zu erreichen ist in der heutigen Zeit schwierig. Gerade als Start-up stehen einem ja auch finanziell nicht alle Möglichkeiten offen. Mann muss gegen Unternehmen kämpfen, die mitunter ein Werbebudget von 14 Millionen im Jahr zur Verfügung haben. Also ist Kreativität im Marketing gefordert.

Ziel der Show „ Die Höhle der Löwen “ ist es, das die Löwen investieren und der Deal zustande kommt. Welchen der Löwen haben Sie als Investor im Fokus?
Im Grunde genommen sind sicher alle in irgendeiner Form für uns interessant. Herr Thelen hat aber die meiste Erfahrung mit Online-Shops. Am Ende spielt denke ich der Sympathiefaktor eine große Rolle, da man in einem kleinen Unternehmen sehr eng zusammenarbeiten muss.

Wie geht es mit 3aART nach der Show weiter, sollte der Deal zustande kommen? Und wie, wenn es keinen Deal gibt?
Falls kein Deal zustande kommt werden wir weiter kämpfen und große Distributoren suchen. Ich denke auch, dass der Marketingschub der Höhle der Löwen uns egal wie der Deal ausgeht, Aufschwung geben wird. Dies wurde schon in vorangegangenen Sendungen bewiesen.
Falls ein Deal zustande kommt, wird auch weiter gekämpft, aber mit dem Vorteil von größerer Manpower und dem ein oder anderen Investor, der einen auch durch seine Kontakte und sein Knowhow kräftig weiterbringen kann. Auch durch das Investment kann die Firma schneller wachsen als ohne.

Welche Tipps würdet Ihr angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Nie zu früh aufgeben! Und sich genau überlegen worauf man seinen Fokus legt und immer mal wieder alles neu justieren!

Bilder  © VOX/Bernd-Michael Maurer

3aArt am Dienstag den 08.09.2015 in DHDL um 20.15 auf VOX zu sehen

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Judith Grote für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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