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7mobile Thorsten Piontek
7mobile Thorsten Piontek

7mobile Deutschlands erster unabhängiger Onlineshop für Handys und Verträge

Thorsten Piontek Gründer von 7mobile wie wichtig es ist loszugehen und auch die Extrameilen in Kauf zu nehmen

Stellen Sie sich und Ihr Unternehmen doch kurz vor
Thorsten Piontek/7mobile: 7mobile ist Deutschlands erster unabhängiger Onlineshop für Handys und Verträge. Ich gründeten das Unternehmen vor 13 Jahren in Hamburg gemeinsam mit einem Freund. Mit 800.000 Kunden und fünf Millionen verkauften Handys zählt 7mobile heute zu den Marktführern. 30 Mitarbeiter sorgen dafür, dass jeder Kunde sein Handy mit dem passenden Vertrag bekommt und sich rundum gut betreut fühlt. Auch unser Ableger 24mobile hat hier seinen Sitz. Die Logistik ist ausgelagert im strategisch perfekt gelegenem Leipzig. So kommt jede Bestellung bereits am nächsten Tag an.

Wie ist die Idee zu 7mobile entstanden?
Thorsten Piontek/7mobile: Bereits 1997, als das Internet noch ein Zukunftstrend mit vielen Fragezeichen war und Handys wie sperrige Festnetzhörer aussahen, holte ich mir das Ericsson GA318. Ich war schnell überzeugt, dass bald jeder ein Handy haben will. Also beschaffte ich mir Mobiltelefone von einem Großhandel, um diese weiterzuverkaufen. Die Modelle Nokia 3110 und Siemens S10 waren damals der Renner und konnten nur zwei Dinge: Telefonieren und maximal 100 Nummern speichern. Obwohl ich die Einzelhandelspreise bei weitem unterbot, erzielte ich damals bis zu 200 Mark Gewinn pro Vertrag. Erst verkaufte ich an Freunde, dann an deren Bekannte und so weiter. Schnell veräußerte ich drei bis fünf Hands am Tag, also mehr als 100 im Monat. Ich hatte ich einen Onlineshop für PCs und Notebooks und wollte zudem einen Delikatessenhandel aufbauen. Doch der Erfolg der Handys ließ mich umdenken.

Von der Idee bis zum Start, was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Thorsten Piontek/7mobile: Nach meinem Jurastudium in Saarbrücken zog ich nach Hamburg und gründete 7mobile. Firmensitz war damals meine 37m² kleine Wohnung und Bestellungen brachte ich mit dem Fahrrad zur Post. Ich hielt mich mit zahlreichen Nebenjobs über Wasser – arbeitete zum Beispiel bei einem SAP-Dienstleister im Prozessmanagement und vermakelte Gewerbeimmobilien. Das nötige Wissen für das Startup eignete ich mir in einer Agentur für Online-Marketing an. Es war eine sehr aufregende und arbeitsintensive Zeit. Doch sie hat sich gelohnt: Zwei Jahre später hatten wir bereits zehn Mitarbeiter und konnten unser erstes Büro beziehen.

Gab es jemals einen Punkt, wo Sie dachten ich schaffe das nicht?
Thorsten Piontek/7mobile: Nein, ich habe immer an meine Idee geglaubt. Es war anfangs natürlich eine sehr aufregende Zeit, aber mein Antrieb war die Überzeugung, dass ich eines Tages mit dem Onlineshop Erfolg haben werde.

Wie hat sich Ihr Unternehmen seit der Gründung entwickelt?
Thorsten Piontek/7mobile: Das Unternehmen hat sich rasant entwickelt mit beeindruckenden Wachstumszahlen von 3000 Prozent in den ersten drei Jahren. Wir fingen 1997 zu zweit an, heute arbeiten 30 Mitarbeiter für 7mobile. Über fünf Millionen Handys haben wir bereits verkauft. Außerdem bilden wir im Rahmen eines dualen Studiums auch aus.

Muss man mit seinen Aufgaben wachsen?
Thorsten Piontek/7mobile: Auf jeden Fall! Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein. Dieses Zitat des Unternehmers Philip Rosenthal kann ich nur bestätigen! Beispielsweise hatten wir zu Beginn Probleme, die Kombinationsmöglichkeiten der Handys und Verträge sowie die unterschiedlichen Preise verständlich aufzubereiten und in einem Shopsystem sichtbar zu machen. Also haben wir uns zusammengesetzt und die Website neu strukturiert.

Kann man auch mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?
Thorsten Piontek/7mobile: Ja, klar. Perfektion ist eine Illusion. Wer loslegt und bereit ist, auch mal eine Extrameile zu gehen, wird es immer schaffen. Davon bin ich überzeugt.

Welchen Stellenwert nehmen die Sozialen Medien heute ein? Wie wichtig ist es für Unternehmen in den Sozialen Medien vertreten zu sein?
Thorsten Piontek/7mobile: Für unsere Präsenz, Image, Kundenbindung und Kundengewinnung nehmen die sozialen Medien natürlich einen wichtigen Stellenwert ein. Fast täglich können deshalb unsere über 32 000 Facebook-Fans Neues und Unterhaltsames aus der Handy-Branche erfahren. Außerdem testen wir in den Videos auf unserem YouTube-Kanal diverse Smartphones.

Mit welchen strategischen Partnern arbeiten Sie zusammen?
Thorsten Piontek/7mobile: Wir arbeiten mit 20 Handyherstellern zusammen und acht Netzbetreibern. Bei der Auswahl achten wir darauf, dass die Kunden stets mit den Produkten zufrieden sind.

Wer ist die Zielgruppe von 7mobile?
Thorsten Piontek/7mobile: Unsere Kunden sind natürlich webaffin, denn wir sind ja in erster Linie ein Onlineshop. Aber seit wenigen Monaten gibt es uns auch offline als Shop in der Grindelallee. Grundsätzlich sind alle Altersgruppen unter unseren Kunden vertreten. Die meisten vergleichen gern Preise und wollen sicher sein, den besten Deal gemacht zu haben. So gesehen, haben meine Kunden auch etwas von mir.

7mobile, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Thorsten Piontek/7mobile: Ich strebe mit 7mobile ein stabiles, kontinuierliches Wachstum an. Ich möchte unseren Kunden weiterhin tolle Modelle und gute Verträge anbieten. Die Tatsache, dass ein Handy für die überwiegende Mehrheit der Menschen der wichtigste Alltaggegenstand und der persönliche Begleiter ist, erweckt in mir Verantwortung und Motivation. Ich möchte, dass wir immer besser werden und immer mehr Menschen auf unsere Expertise und unsere Auswahl setzen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Thorsten Piontek für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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