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Amparra Beziehungen sind alles

Amparra – Sharing Netzwerk für Beziehungen

Wie ist die Idee zu Amparra entstanden, wann wurde die Firma gegründet und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Amari Groß /Amparra : Wir beide (Amari Groß) und (Sharwin Moradian) kommen aus dem Bereich Sport. Die Idee, zu Amparra, ist uns gekommen, als es sportlich immer schlechter lief. Gründe hierfür waren definitiv fehlendes Vitamin B. Und aus dem Hirngespinst eine Sharing-Plattform für Vitamin B zu gründen, ist dann ziemlich schnell ernst geworden.

Da uns beiden schon immer klar war, dass wir den Profisport nicht ewig ausüben können, fingen wir Mitte 2014 an, uns mit dem Thema zu beschäftigen.
Zu Anfang war es ein sehr schleichender Prozess, da wir noch nicht viel Erfahrung im Bereich Startup-Gründung hatten. Hinzu kam das ich (Amari) in Portugal Fußball gespielt habe und Sharwin ständig auf Tour war (Tennis).

Ich bin in 2014 aus sportlichen Gründen nach Berlin gezogen, konnte jedoch nicht fußfassen, weshalb ich mich dann, nach meinen X-sten Probetraining entschlossen hab, umzusatteln. Für mich ist dann Amparra in den Hauptfokus gerückt. Ziemlich zeitgleich hat sich Sharwin immer mehr aus dem Bereich Profisport zurückgezogen und mehr auf seine Tennisakademie konzentriert.
Wir beide hatten nun mehr Zeit und gingen hochmotiviert an die Gründung von Amparra. Wir haben dann in unserem Umfeld geschaut wer uns bei dem Vorhaben unterstützen könnte.
Durch einen privaten Kontakt sind wir dann auf Burkhard Wagner gestoßen und haben ihm von der Idee erzählt. Er fand die Idee klasse und bot an, als Berater, Amparra zur Seite zu stehen.
Der Business-Plan/Case wurde entwickelt und ein Team aufgestellt. Dieser Part ging, dank Burkhard, recht schnell. Inzwischen sind wir zu zwölft und haben im Dezember 2014 die Beta-Version gelauncht.

Amari Groß Amparra
Amari Groß Amparra

Von der Idee bis zum Start was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Amari Groß /Amparra : Die größten Herausforderungen für uns sind definitiv:

1. gute Leute von Amparra zu überzeugen um ggfs. aneinander zu helfen.
2. nicht zu hohe Fixkosten zu generieren.
3. nicht zu zweifeln, auch wenn es mal schlecht läuft.

Amparra ist wie fast jedes andere Start-Up und frisst nun mal Geld. Wir haben ziemlich schnell erkannt, dass wir mit ersparten und Family & Friends nicht über die Runden kommen. Deswegen fiel die Entscheidung für ein Crowdfunding. Einerseits natürlich um noch mehr Feedback über Amparra zu bekommen und andererseits natürlich um eine Finanzspritze zu bekommen.
Bei dem Funding sind über 10.000 Euro zusammengekommen. Darüberhinaus sind im Laufe des Funding andere Investoren auf uns aufmerksam geworden.
Momentan finanzieren wir uns zum Teil durch Investoren, privaten Geldgebern und haben Deals mit anderen Firmen.

Welche Wege gehen Sie, um Ihr Startup Unternehmen am Markt zu etablieren? Welche Rolle spielen Social Medias?
Amari Groß /Amparra : Amparra hat den Vorteil, dass es bis dato noch keine ähnliche Plattform gibt. Derzeit sind wir das erste Portal, das in dieser Form den bestehenden Markt bedient. Wir planen gerade intensiv eine landesweite Werbekampagne.
Wir sind, nach unserem Soft-Opening und ohne wirkliche Werbung, sehr schnell an den Punkt gestoßen, an dem das Portal nur sehr langsam wächst. Daher spielen für uns Social Medias natürlich eine sehr wichtige Rolle.

Wer ist die Zielgruppe von Amparra?
Amari Groß /Amparra : Jeder User, der Zugang zu einer Connection hat, die normalerweise unter bestimmten Umständen so nicht zugänglich ist, findet seinen Platz bei Amparra.
Die Connections sind weit gefächert. Branche, Alter, Herkunft oder Geschlecht spielen keine Rolle.
Um es auf den Punkt zu bringen: Eine genaue Zielgruppe gibt es nicht bei Amparra. Es ist und soll eher eine riesige Quelle an wertvollem Vitamin B werden.

Wie kann man eine Connection erstellen und wie finden Angebot und Nachfrage zueinander?
Amari Groß /Amparra : Als erstes macht man sich ein Profil bei Amparra und uploadet seine eigenen Connecntions in das Portal.
Wenn man dann eine interessante Connection, von einem anderen User, gefunden hat kann man eine Anfrage stellen. Die User bekommen bei Anfragen oder neuen Nachrichten sofort eine E-Mail (oder zukünftig bei der App. eine Push-Up-Meldung). Finden beide User Gefallen an den gegenseitigen Connections, werden diese dann getauscht. Als letzten Schritt können die User deren Tauschpartner, mit 1-5 Sternen und einem kleinen Kommentar, bewerten

Welche Connections findet man auf Amparra?
Amari Groß /Amparra : Sei es der Kontakt zu Firmen, sodass ich einen Preis für einen Einkauf erziele, der ohne Kontakte gar nicht möglich ist. Der Kontakt zu Führungsetagen, die es mir oder meinem Umfeld ermöglichen einen Job oder Praktikumsplatz zu bekommen. Das Umgehen von Wartelisten oder eine Tischreservierung sind auch häufige Connections, die man bei uns findet.

Weitere Beispiele wären:
– Stand-by Flüge
– Kostenlose Unterkunft in Tokyo
– Meet & Greet zu Profisportlern
– Kostenloser Urlaub in einer Villa mit Meerblick
– kostenlose iPhone-reperatur

Sharwin Moradian Amparra
Sharwin Moradian Amparra

Wie ist das bisherige Feedback der Kunden?
Amari Groß /Amparra : Die Kunden lieben es Vorteile zu bekommen, die es im Netz nicht zu finden gibt.
Gerade neulich, am Vatertag, haben wir eine Danke-Mail von einem User bekommen. Er hat einen Pferdewagen über Amparra ausgeliehen bekommen, obwohl die schon längst ausgebucht waren. Er war natürlich überglücklich!

Es freut uns, dass fast jeden Tag die ein oder andere wirklich coole Beziehung hinzukommt.

AMPARRA wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Amari Groß /Amparra :Wir werden Amparra weiter aufbauen und als next Step steht die Applikation für iOS und Android an. Ab 2016 sollte es dann schon zumindest in Richtung Expansion ins Ausland gehen.
Man sollte als Gründer immer realistisch bleiben, jedoch sollte man auch ab und zu seine Träume und die eigene Vision in den Raum stellen. Denn sonst hätte man ja nicht gegründet. Wenn wir träumen dürfen sehen wir uns in fünf Jahren weltweit vertreten mit einer großen Community, die unsere Vision versteht und lebt.

Zum Schluß: Welche Tipps haben Sie für angehende Gründer?
Amari Groß /Amparra : Mutig sein!! Nicht zu viel nachdenken, sondern handeln! Durch zu viel nachdenken ergeben sich immer mehr Gründe es nicht zu tun. Und natürlich nicht aufgeben, wenn es mal schlecht läuft!
Aus eigenen Fehlern lernt man am meisten. Es gibt Sachen, die kann man nirgendwo erlernen, außer wenn man selber die Erfahrung gemacht hat. Das ganze Leben ist doch auf irgendeiner Art und Weise, „Learning by doing“. Oder etwa nicht?!

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Amari Groß für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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