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Räumten zuletzt mit ihrem "Performance"-Pitch bei Startups@Reeperbahn 100.000 EURO Media-Budget ab: die ANTELOPE Gründer Kay Rathschlag (links) und Philipp G. Schwarz. (Quelle: ANTELOPE Club)
Räumten zuletzt mit ihrem Performance-Pitch bei Startups@Reeperbahn 100.000 EURO Media-Budget ab: die ANTELOPE Gründer Kay Rathschlag (links) und Philipp G. Schwarz. (Quelle: ANTELOPE Club)

ANTELOPE leistungssteigernde Sportbekleidung

ANTELOPE stimuliert durch elektrische Impulse die Muskulatur des Trägers und macht dadurch jedes Training effektiver

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen ANTELOPE doch kurz vor!
ANTELOPE ist die erste leistungssteigernde Sportbekleidung der Welt. Unsere Innovation stimuliert durch elektrische Impulse die Muskulatur des Trägers und macht dadurch jedes Training effektiver. Grundlage ist ein in die Textilie integriertes Elektro-Muskel-Stimulations-System (EMS). EMS ist eine höchst effektive und durch viele Studien verifizierte Trainingstechnologie, die aus der Medizin und Reha stammt. Mit ANTELOPE können beispielsweise Kraft, Ausdauerfähigkeit, Koordination oder Schnellkraft verbessert werden. Unsere Produktpalette reicht von einem kompletten Anzug bis hin zu verschiedenen Teilprodukten (Kompressions-Strümpfe, kurze Hose, Tank Top und ein „Wing“ für die Armmuskulatur).

Alle Textilien bestehen aus einem speziellen Kompressionsgewebe, in das modernste Elektroden integriert sind. Aufgrund der extremen Dehnfähigkeit des Stoffes passt sich die Textilie dem Körper perfekt an. Durch den Kompressionseffekt der Kleidung wird sichergestellt, dass die Elektroden auf der Haut nicht verrutschen. Auf der Innenseite eingearbeitete extrem flexible, dünne Kabel passen sich zudem der Elastizität des Stoffes an. Die elektrischen Impulse werden von einer smartphonegroßen Elektronikeinheit – dem ANTELOPE BOOSTER – ausgelöst. Reguliert wird dieser per App über Smartphone oder Tablet. Die App beinhaltet verschiedene Trainingsprogramme und Einstellungen unter anderem für Frequenz, Intensität und Trainingsdauer. Alle Produkte unserer Serie sind auch ideal einsetzbar zur Regeneration nach Wettkämpfen oder in der Rehabilitation bei Verletzungen.

Wie ist die Idee zu ANTELOPE entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Unser Gründer Kay Rathschlag ist ein EMS-Pionier der ersten Stunde. Er hat vor fünf Jahren die erste EMS-Studio-Kette im Rhein-Main-Gebiet etabliert. Mittlerweile sind es sechs Studios. Philipp G. Schwarz, unser zweiter Gründer und Vollblut-Unternehmer, war sein allererster Kunde – beide von EMS begeistert. Kay und Philipp lernten wiederum Patrick Thumm kennen, der neben seinem Sportstudium als Personal Trainer einen verletzten Basketballspieler per EMS vor dem Rollstuhl bewahrte und zum Comeback verholfen hat. Allen drei war klar, dass die Evolution von EMS noch lange nicht beendet ist und dass EMS, in ein sportartspezifisches Training integriert, noch effektiver sein wird. So wurde die Idee für die ANTELOPE Serie geboren.

Von der Idee bis zum Start was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Wir haben alles komplett selbst entwickelt. Das ist eine riesen Herausforderung, die man als Startup auf keinen Fall unterschätzen darf. Obwohl stationäre Systeme und verschiedene Wearables bereits existieren, mussten wir von der Hard-, über die Software bis hin zur Verkabelung, die Auswahl der geeignetsten Elektroden sowie die Funktionalität der Kompressions-Textilie alles neu entwickeln. Auch das komplette Design der Textilien haben wir in-house entworfen.

Neben der richtigen Strategie war und ist vor allem die Zusammenstellung unseres Teams besonders wichtig. Seit unserer Gründung im März 2014 haben wir uns in den verschiedenen Kompetenzbereichen gezielt verstärkt. Aktuell besteht unser interdisziplinäres Team aus 14 Mitgliedern, bestehend aus Serial Entrepreneurs, EMS-Pionieren, Textil- und Elektroingenieuren, Software- und IT-Spezialisten, Sportwissenschaftlern, Vertriebs-, Marketing- und PR-Experten sowie einem Professor der Neurophysiologie. Viele mit einem internationalen Background.

Die Anfangsphase haben wir mit Eigenkapital finanziert. Als die Entwicklung immer komplexer wurde, haben wir in zwei Finanzierungsrunden weiteres Kapital von Business Angels eingesammelt.

Demnächst startet Ihre Crowdfunding Kampagne auf Indiegogo. Warum haben Sie sich für eine Crowdfunding Finanzierung entschieden? Wo sehen Sie für sich die Vorteile?
Wir haben gerade die finalen Prototypen fertiggestellt. Jetzt wird die industrielle Produktion vorbereitet. Trotz vorhandenen Kapitals würden wir den Markteintritt mit einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne extrem beschleunigen. Außerdem wollen wir Indiegogo auch als Marketingmaßnahme nutzen, um ANTELOPE weltweit bekannt zu machen. Starten wir auf Indiegogo richtig durch, landen wir auch auf den Bildschirmen großer Venture Capital Gesellschaften – das ist eine wichtige Grundlage für eine richtig große Investmentrunde.

AntelopeWie wichtig ist es für ein Startup Unternehmen an Events und Wettbewerben teilzunehmen?
Events und Wettbewerbe sind eine super Gelegenheit, das Unternehmen bekannter zu machen und gezieltes Networking zu betreiben. Vor allem der Gewinn des ISPO Brandnew Awards Anfang des Jahres sowie der Sieg beim Startup-Pitch bei Startups@Reeperbahn vergangene Woche helfen extrem bei der Öffentlichkeitsarbeit. Durch die Auszeichnungen sind auch Investoren und Unternehmen auf uns aufmerksam geworden und haben Gespräche mit uns geführt, aus denen teilweise Investments oder Kooperation entstanden sind.

Wer ist die Zielgruppe von ANTELOPE?
Unsere Produkte sind eigentlich ideal für jeden. In erster Linie richtet sich ANTELOPE an Profis und ambitionierte Freizeitsportler. ANTELOPE lässt sich nämlich in jede Sportart integrieren und beispielsweise mit Ausdauersportarten verknüpfen. So erzielt man in einem noch kürzeren Zeitraum eine noch höhere Leistungssteigerung.Aber auch für Anfänger oder gar Sportmuffelist unsere Sportswear geeignet. Denn Alter, Geschlecht oder der allgemeine Fitnesszustand spielen keine Rolle mehr. Im Gegensatz zu den bisherigen EMS-Systemen ist ANTELOPE mobil einsetzbar, egal ob Outdoor, im Fitnessstudio, auf Reisen oder Zuhause– und das nur noch zu einem Zehntel des Preises eines herkömmlichen EMS-Geräts. Außerdem sagen wir Gesellschaftskrankheiten wie Übergewicht, Arthrose oder Rückenschmerzen den Kampf an.

Wie ist das Kundenfeedback?
Da wir ja noch nicht auf dem Markt sind, haben bisher nur ausgewählte Sportler, Kunden und Partner ANTELOPE getestet. Das Feedback war durch die Bank weg positiv. Alle waren begeistert und haben die großen Vorteile unserer Sportbekleidung erkannt: sowohl EMS-Nutzer als auch diejenigen, die vorher niemals EMS ausprobiert hatten.

ANTELOPE,wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Am liebsten ganz nach oben (lacht). Unser Ziel ist, dass jeder irgendwann unsere intelligente Sportbekleidung trägt. Der Markt hat ein riesengroßes Potenzial. Auch was die Entwicklung angeht, ist noch eine Menge Luft nach oben. Stoffe, Elektroden, Sensoren verändern sich rasant, da muss man am Ball bleiben. Bisher haben wir „lediglich“ die Muskelstimulation im Anzug – das ist noch lange nicht das Ende. Sensoren beispielsweise werden folgen. Mittelfristig soll die ganze Steuerung des Systems während des Trainings komplett automatisch ablaufen. Aber nicht nur der Sport und Lifestyle sind interessante Märkte, auch der Medical-Bereich ist ein großes Thema für uns. EMS kann als Therapie bei verschiedenen Krankheitsbildern angewandt werden – auch hier wird ständig geforscht. Wir stehen schon in Gesprächen mit Medizinherstellern.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Kurz und knapp: Fokus, Fokus, Fokus. Es ist immens wichtig, dass man selbst weiß wohin der Weg gehen soll. Man darf dabei gerne Fehler machen, aber man sollte sich auch nicht zu fein sein, Experten nach ihrer Meinung zu Fragen und sich dort unter die Arme greifen lassen, wo die eigenen Kompetenzen aufhören.

Bildunterschrift: Räumten zuletzt mit ihrem „Performance“-Pitch bei Startups@Reeperbahn 100.000 EURO Media-Budget ab: die ANTELOPE Gründer Kay Rathschlag (links) und Philipp G. Schwarz. (Quelle: ANTELOPE Club)

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Marius Stäcker für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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