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AudioGAZ Werbung hören und direkt belohnt werden

AudioGAZ – Sprit gegen Werbung

Können Sie sich kurz unseren Lesern vorstellen
Marcus Ernst/ audioGAZ: Ich bin Marcus, 28 Jahre alt, und bei den it-werken für die Produktentwicklung, Marketing und den Vertrieb zuständig.

Wie ist die Idee zu audioGAZ entstanden?
Marcus Ernst/ audioGAZ: Die Idee kam mir zusammen mit meinem Chef (Ulrich Kipper) als wir im Auto auf dem Heimweg von einem Kundentermin waren. Wir fragten uns: „Wie viele Millionen Euro werden jährlich für Werbung im Radio (und TV) aus dem Fenster geworfen, wenn ja doch jeder einfach den Sender wechselt, wenn Werbung läuft? Wieso hat sich noch nie jemand Gedanken dazu gemacht, Werbung mal interessanter für die Kunden zu machen? Technisch wäre da doch viel mehr möglich…“.
Ja, so entstand die Idee. Eine schlaflose Nacht und dutzende, zerknüllte Zettel später kam ich morgens mit dem Konzept zu audioGAZ.

Von der Idee bis zur Gründung was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Marcus Ernst/ audioGAZ: Was die Umsetzung von audioGAZ betrifft hatte ich und mein Team freie Hand: Finanziert wurden wir von den anderen Geschäftszweigen der it-werke, daher mussten wir nicht gleich ab dem ersten Tag Gewinn abwerfen. Die größte Herausforderung war (und ist immer noch), Sender und Agenturen von der Wirksamkeit dieses neuen Werbeformats zu überzeugen um eine kritische Masse zu erreichen. Vielerorts scheint noch das Denken vorzuherrschen: „Never change a running system.“

Welche Wege gehen Sie, um Ihr Startup Unternehmen am Markt zu etablieren? Welche Rolle spielen Gründer und Startup Events/Wettbewerbe?
Marcus Ernst/ audioGAZ: Kontakte zu den richtigen Leuten sind alles, gerade als Startup. Es sei denn, man hat einen finanzkräftigen Business Angel in der Hinterhand, der bereits große Summen allein in die Idee investiert. Mit den begrenzten Mitteln eines Startups lassen sich keine riesigen Werbekampagnen umsetzen, daher muss man die Leute auf anderem Wege erreichen. Neudeutsch: „Connecten“ ist das Stichwort. Alle ansprechen die man trifft, ob sie es hören wollen oder nicht  Telefonieren, auf Startup-Events gehen, allen von der Idee erzählen – bis man heiser ist. Und am nächsten Morgen geht’s weiter.

audioGAZ ArtikelbildWie funktioniert audioGAZ?
Marcus Ernst/ audioGAZ: Die Kurzversion: App-basierte Sounderkennung mit angeschlossenem Backend fürs Aktionsmanagement. Die lange Version: Wir taggen jedes beliebige Soundfile (für den Menschen unhörbar), und können damit nahezu jede beliebige Aktion auf einem Smartphone auslösen, auf dem eine unserer Apps installiert ist (oder eine App die unser Plugin verwendet). Was wir damit machen können, ist fast unbegrenzt. Gutscheine aus dem Radio sind nur ein Ansatz, man kann das aber auch ganz anders spielen, es ist so gut wie alles möglich. Und da wir alles selbst geschrieben haben, machen wir die Regeln selbst und können dementsprechend auch (fast) alles einbauen.

Funktioniert die App mit jedem Radiosender?
Marcus Ernst/ audioGAZ: Ja. Und mit jedem TV-Sender. Und jedem Instore-Anbieter, auf jedem Konzert, jeder Großveranstaltung, jedem YouTube-Video, etc. Bevor die Liste hier zu lang wird: Es funktioniert überall, wo es einen Lautsprecher gibt. Punkt.

Was muss man während des Werbespots tun, um Gutscheine zu erhalten?
Marcus Ernst/ audioGAZ: Die App hab ich mir ausgedacht, und wichtigste Eigenschaft musste sein: Jeder muss es sofort verstehen. Daher hat die App nur einen einzigen Knopf. Das bedeutet: Wenn im Radio etwas läuft, was von uns getaggt wurde (wird meistens angekündigt), muss man nur die App öffnen und auf den einen, einzigen Button drücken. Was dann passiert ist die Überraschung: Vielleicht gibt’s einen Einkaufsgutschein, oder eine Einladung zu einer VIP-Party, oder relevanten Zusatzcontent? Das bestimmt der Sender, wir werfen nur Ideen ein um den kreativen Stein ins Rollen zu bringen.

AudioGAZ wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Marcus Ernst/ audioGAZ: Mein großer Traum (und der vom ganzen Team) ist, dass es irgendwann ganz selbstverständlich ist, während der Werbung sein Handy anschalten und den Spot „aufzunehmen“. Mit unserer Technologie ließe sich jeder einzelne Spot taggen. Wir wären wie Google für alles was mit Sound zu tun hat. Sicher, ein großer Traum, aber: DENKEN SIE GROSS!

Zum Schluß: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Marcus Ernst/ audioGAZ: Überlege dir genau eine einzige Lösung zu genau einem einzigen Problem. Versuche nicht, alle Probleme der Welt auf einmal zu lösen. Nur eine einzige Sache. Und mach die dann richtig, auch wenn’s weh tut und du lange Durststrecken überstehen musst. Es lohnt sich immer. Sei laut, und erzähle allen davon. Du willst schließlich was verändern – auch wenn es nur diese eine, ganz kleine Sache ist.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Marcus Ernst für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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