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Berufy innovativste Job-Plattform

Mit dem Job-Matching System bietet Berufy einen signifikanten Mehrwert gegenüber allen anderen Job-Plattformen

Wie ist die Idee zu Berufy entstanden und wann wurde Berufy gegründet?
Maxim Kahlert/Berufy: Wir haben Berufy im Sommer letzten Jahres gegründet und konnten dann im späten unser Team um zwei Mitglieder erweitern. Wir hatten in unserer bisherigen Arbeitslaufbahn immer das Glück, auf zwischenmenschlicher Ebene gut zur geforderten Tätigkeit und zu vorhandenem Team unserer frühere Arbeitgeber zu passen – was leider nicht die Regel ist in Deutschland. Bei zu vielen Einstellungen wird der zwischenmenschliche Aspekt kaum oder gar nicht berücksichtigt (was oft auch Kostengründe hat). Wir haben viele Leute getroffen, die sich über Ihre berufliche Situation beschwerten, und haben uns mehr mit der Tatsache befasst, dass ein Großteil der Arbeitnehmer sich nicht in Ihrem Beruf wohl fühlt. Außerdem wissen wir wie schwer es ist als Firma gute Mitarbeiter zu finden. Deswegen haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir diese Herausforderungen mit technischer Innovation lösen können. Das war der Anfang von Berufy.

Was waren in der Gründungsphase die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Maxim Kahlert/Berufy: Bevor wir für Investoren pitchen, wollten wir zeigen, dass unsere Idee funktioniert und es ‚Product-Market Fit‘ gibt. Wir konnten das System, Algorithmus und Online-Plattform komplett selbstständig Entwickeln, da wir beide aus dem digitalen Bereich kommen und uns mit unseren Fähigkeiten gut ergänzen. Mein Mitgründer arbeitet hauptberuflich in IT und Programmierung, ich in Design und Produktentwicklung. Zusätzlich hatten wir bereits Erfahrungen mit Firmengründung. Natürlich gab es auch Herausforderungen, die unsere vorhandenen Skills nicht abdecken konnten, aber das wichtigste ist zu erkennen, und zu planen, welche Fähigkeiten benötigt werden. Dann bringt man sich das bei was einem weiter hilft, oder fragt andere Leute um Rat. Dies ist das Schöne an der Startup-Community – man hilft sich gegenseitig und zwar nicht nur aufgrund finanzieller Gegenleistung. Wir haben beide unsere Hauptberuflichen Tätigkeiten beibehalten um uns selbst zu finanzieren und unsere übrige Zeit in Berufy investiert. Natürlich dauert es dann alles etwas länger, aber es lohnt sich durchzuhalten.

Unsere größte Herausforderung war Zeitmanagement; Zu entscheiden was ganz oben auf unsere To-do Liste gehört und was bis später warten muss. Wir mussten uns wirklich zurückhalten und uns klarmachen, dass wir nicht alle neuen Ideen sofort umsetzen können. Außerdem muss man aufpassen sich auch mal Freizeit zu nehmen – nicht nur wegen der körperlichen Erholung, sondern auch um den Kopf frei zu bekommen und Raum für neue Kreativität zu schaffen. Zusätzlich, wie für die meisten Startups, ist es eine der größten Herausforderungen für uns, schnell viel Aufmerksamkeit für Berufy zu generieren. Aus Erfahrung können wir sagen, sobald die Leute Beruf sehen, mögen Sie die Idee und fangen an es zu nutzen.

Was unterscheidet Berufy von anderen Job-Plattformen?
Maxim Kahlert/Berufy: Es fehlt in Deutschland an Innovation im HR-Bereich. Der größte Unterschied zu gewöhnlichen Jobplattformen ist unser innovativer Matching-Algorithmus – wir sind die erste und bisher einzige Jobmatching Plattform Deutschlands. Der besondere Vorteil für Arbeitgeber bei Berufy: Arbeitgeber bekommen nach dem Matching-Vorgang eine Liste von Kandidaten, die basierend auf den Voraussetzungen der Firma ausgewählt wurden. Es lässt sich exakt erkennen, zu wie viel Prozent die Kandidaten auf die Stellenausschreibung passen. Das spart eine Menge Zeit und Geld. Kein wochenlanges Suchen, keine Schaltung von teuren Anzeigen oder Kosten für Recruitment-Firmen. Einfach eine freie Stelle ausschreiben und die herausgefilterten Kandidaten mit einem Klick kontaktieren. Unser zweites Alleinstellungsmerkmal ist, dass wir auch die persönlichen Charaktereigenschaften berücksichtigen. Dies soll sicherstellen, dass die Leute sich im Job und Firmenumfeld = also im neuen Team wohlfühlen. Mit dem Job-Matching System bietet Berufy einen signifikanten Mehrwert gegenüber allen anderen Job-Plattformen.

Wer ist die Zielgruppe von Berufy?
Maxim Kahlert/Berufy: Generell ist unsere Zielgruppe sehr breit gefächert – wir wollen so vielen Leuten wie möglich helfen. Derzeit sind wir sehr stark in dem Bereich der 18 – 34 jährigen vertreten. Eine großer Teil unserer Nutzer befindet sich auch zwischen 35 – 54 Jahren, jedoch wird Berufy ebenfalls von älteren Leuten genutzt. Im Prinzip ist der ideale Berufy-Nutzer jemand der verstanden hat wie wichtig es ist glücklich im Leben zu sein und das der Arbeitsplatz darauf einen unglaublich großen Einfluss hat. Jemand der erkennt, dass Arbeit nicht nur ein notwendiges Mittel sein sollte, um Geld zu verdienen. Jemand der eine Arbeitsumgebung sucht, um seine Fähigkeiten und Talente einzubringen und zu erfahren wie schön es ist wirklich etwas zu bewirken und zu merken, dass man gebraucht wird.

Wie funktioniert Berufy? Wieviele Nutzer haben Sie?
Maxim Kahlert/Berufy: Nach der kostenlosen Anmeldung bei berufy.de können Jobsuchende in wenigen Minuten ihr persönliches Profil ausfüllen bzw. Firmen eine offene Arbeitsstelle ausschreiben. Dazu gehören Angaben wie Berufskategorie, berufliche Fähigkeiten, Arbeitserfahrung und das Auswählen persönlicher bzw. gewünschter Charaktereigenschaften mit unseren Schiebereglern.

Sobald das Profil komplett ist, wird der Jobsuchende direkt für das Matching frei geschaltet. Als Jobsuchender hat man außerdem die Möglichkeit sich direkt auf offene Stellenausschreibungen zu bewerben. Nach einer vollständigen Job-Ausschreibung können Arbeitgeber mit einem Klick das intelligente Matching unseres Systems starten. Die Arbeitgeber bekommen dann unmittelbar eine Liste von Kandidaten, die basierend auf den Voraussetzungen der Firma ausgewählt wurden. Es lässt sich exakt erkennen, zu wie viel Prozent die Kandidaten auf die Stellenausschreibung passen. Das spart eine Menge Zeit und Geld. Nun können die gewünschten Kandidaten mit einem Klick kontaktiert werden. Das alles ist im Moment als Angebot komplett kostenlos. Für Jobsuchende wird es immer kostenlos bleiben. Arbeitgeber zahlen später lediglich eine geringe einmalige Gebühr um die Kontaktdaten der ausgewählten Kandidaten freizugeben.

Wir sind seit Ende letzen Jahres offiziell online und wollten nicht zu schnell wachsen, um unser System noch in Ruhe weiter testen zu können und zusätzliches Feedback umzusetzen. Daher haben wir erst mal nur über Social Media für Berufy einige hundert Nutzer generiert, was sehr gut angenommen wurde. Jetzt sind bereit für einen größeren Ansturm.

Berufy wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Maxim Kahlert/Berufy: Wir arbeiten mit Volldampf an neuen Funktionen, die in den nächsten Wochen bzw. Monaten getestet werden, um berufy.de noch nutzerfreundlicher zu machen und unseren Mitgliedern noch mehr Arbeit abzunehmen. Zuerst fokussieren wir uns auf den deutschen Markt. In Deutschland gibt es knapp 40 Millionen Erwerbstätige, davon suchen über 6-7 Millionen Menschen nach mehr Arbeit und über 4 Millionen Menschen sind arbeitslos. Langfristig, nach einer Etablierung im deutschen Markt, ist auch eine internationale Expandierung denkbar. Naheliegend für den Anfang sind zuerst Österreich und die Schweiz. Sehr viel Potential steckt auch im asiatischen Markt, das wäre dann ein großes langfristiges Ziel.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Maxim Kahlert für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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