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Matthias Dobrzynski BioCornflakeBox

BioCornflakeBox gesunde Bio Cornflakes zum selber mischen

BioCornflakeBox die gesunde Alternative

luxus BioCornflakeBoxKönnen Sie sich kurz unseren Lesern vorstellen
Matthias Dobrzynski /BioConflakeBox: Mein Name ist Matthias Dobrzynski und ich bin 33 Jahre alt. Ich bin glücklich verheiratet und Vater zweier gesunder Kinder. In der der schönen Lausitz wurde ich geboren und erlebte meine Schulzeit, welche in der Fachhochschulreife endete. Mit 19 Jahren verließ ich die Region und begann meine Lehre in der Nähe von Kassel. Die Ausbildung zum Fachmann für Systemgastronomie bei McDonalds gab mir erste Einblicke in die Lebensmittelbranche, deren Anforderung und wie man damit Geld verdienen kann. An die Selbstständigkeit dachte ich jedoch noch nicht. Nach erfolgreichem Abschluss blieb ich in der Branche, wechselte den Arbeitgeber, jedoch nicht das System. Auch räumlich wurde der süddeutsche Raum die nächsten 8 Jahre meine Heimat.
Personalführung, Warenmanagement sowie persönliche Reife entwickelten sich merklich dadurch.
Als neue Aufgabe nahm ich eine Anstellung bei der Nordsee an und hatte nun mehr Verantwortung. Es blieb bei einer kurzen Anstellung. Manchmal passt es menschlich leider nicht.
Also verließ ich die Gastronomie und ging in den Einzelhandel zu einem ebenfalls großen Konzern. Leider wurde die Filiale geschlossen sodass ich wieder schauen musste. Da es an Ehrgeiz nicht mangelt wurde ich schnell fündig in einer Werbeagentur.
In dieser Zeit lernte ich meine Jugendliebe neu kennen und zog 2012 zurück zu meinen Wurzeln. Mit der Hochzeit und unseren Beiden Kindern sind wir privat sehr glücklich.

Wie ist die Idee zu BioCornflakeBox entstanden?
Matthias Dobrzynski /BioConflakeBox: Die ursprüngliche Idee kam bereits 2012. Aus einer Schnapsidee heraus kamen wir mit meiner Frau darauf, dass es sehr viele Müslianbieter gibt, jedoch noch keine Cornflakeanbieter so wie wir es heute sind.
Es gibt viele Menschen, die essen am liebsten Cornflakes. Nicht nur zum Frühstück, sondern auch als Vesper oder zweites Frühstück sind Cornflakes gern gesehen. Diesen Menschen wollten wir eine Alternative anbieten. Aussehen sollte sie allerdings so, dass wir auch Aspekte der Lebensmittelallergien und der gesunden Ernährung berücksichtigen. Wir wollen Menschen mit Laktoseintoleranz, Zöliakie und Fructoseintoleranz genauso leckere Cornflakes anbieten, wie Menschen, die wenig bis gar keinen Zucker aufnehmen wollen. Ein weiterer Faktor der gesunden Ernährung ist, ausschließlich Zutaten in Bioqualität zu verwenden. Ebenso verzichten wir auf künstliche Zuckerzugabe oder Konservierungsstoffe. Der Geschmack darf dabei selbstverständlich nicht zu kurz kommen.
All diese Aspekte haben wir berücksichtigt und ich denke, wir haben es sehr gut umgesetzt. Bezahlbar muss es natürlich auch sein.
Es war ein Spagat den wir gemeistert haben und an dem wir täglich arbeiten um ihn zu perfektionieren.

Von der Idee bis zur Gründung was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Matthias Dobrzynski /BioCornflakeBox: Wenn man solch eine Idee umsetzen will ist das erste Problem, wo bekomme ich was her. Dieser Prozess kostet viel Zeit und damit schon Geld. Aus einem sicheren Einkommen und einer Abfindungszahlung konnten wir diese Zeit gut überbrücken. Der Zeitdruck ist trotzdem enorm. In dieser Zeit haben wir viele Muster bekommen, egal ob Cornflakes, Früchte oder Schokolade. Unsere große Tochter hat sich aber gern als Testesserin angeboten und diese Aufgabe hervorragend erledigt. Das Platzproblem der vielen Mustersendung war relativ schnell gelöst dadurch.
Ein negativer Faktor, gerade für Gründer ist, dass Sie große Abnahmemengen bei Zulieferern haben. Welcher Existenzgründer benötigt zum Start schon 3 Tonnen Cornflakes? Klar sind die Preise dann sehr schön, gerade bei Preiskalkulationen, doch die Investitionen, wie auch der Platz und die hygienischen Anforderung stemmt keiner so nebenbei.
Wir hatten natürlich auch eine klare Vorstellung der Verpackung. Nach mehrmaligen umwerfen dieser Idee und unzähligen Mustern, haben wir nach langem Suchen die fast perfekte Lösung für uns gefunden. Doch auch hier haben sie stets sehr hohe Abnahmemengen bzw. utopische Mindestbestellwerte. Wenn Sie ein Geschäft haben was läuft, ist das ok, doch für einen Existenzgründer der noch sparen will und muss ist das schon eine Herausforderung. Ich muss aber auch sagen, dass wir Firmen gefunden haben, welche bei der ersten Bestellung ein Auge zugedrückt haben in diesem Punkt oder mal eine größere Menge als Muster überlassen haben. Doch dies sind eben nur Ausnahmen.
Auf Grund des geringen Eigenkapitals klingen die Angebote der Banken immer toll. Gerade die Genossenschaftsbanken und Sparkassen unterstützen gern Existenzgründer. Sagen sie. Aber eigentlich mag Existenzgründer keiner, wenn sie an den KfW-Gründerkredit wollen sowieso nicht. Dort verdienen Banken sehr wenig. Auch die Sicherheiten, welche verlangt werden sind teilweise sehr hoch. Wenn sie aus der Arbeitslosigkeit gründen ist es fast unmöglich, auch wenn es angeworben wird.
Wir besuchten Messen und vernetzten uns mit sehr vielen Leuten. Auch eine Bank unterstützte uns nach langem Suchen, jedoch lehnt die KfW ab. Die Gründe sind uns nicht bekannt. Da half auch ein Kurs für Existenzgründer sowie das Gründercoaching nicht. Wir verloren so sehr viel Zeit, die wir eigentlich nicht hatten.
Die Idee des Crowfunding und der vielen anderen Möglichkeiten wollten wir auch ausschöpfen, jedoch bietet sich das erst an, wenn wir schon Umsätze haben. Jeder Anleger möchte ja eine Gewissheit, obwohl er weiß, dass es ein Risiko ist und bleibt. Wir fanden dann einen Investor, welcher uns seriös vorkam. Mehrere Treffen erweckten einen positiven Eindruck. Ein knappes Jahr später sind wir schlauer und etwas ärmer. Das Prinzip des Ideenklauens ist allgegenwärtig. Nichts desto trotzdem haben wir auch daraus gelernt und uns weiterentwickelt.
Kleinere finanzielle Mittel kamen noch aus der Familie wofür ich mich einmal bedanken möchte. Wir konnten auch sparen, da wir an vielen Projekten teilnahmen, welche sich noch in der Entwicklung befanden.
Mittlerweile können wir erste Bestellungen vorweisen, sodass die Kosten gedeckt sind.

Matthias DobrzynskiWelche Wege gehen Sie, um Ihr Startup Unternehmen am Markt zu etablieren? Welche Rolle spielen Gründer und Startup Events/Wettbewerbe?
Matthias Dobrzynski /BioCornflakeBox: Zu Beginn muss ich kurz sagen, dass wir die klassischen, heute nicht mehr wegzudenkenden, Medien wie Facebook, Twitter und Co. Stark beanspruchen. Sie erreichen so günstig sehr viele potenzielle Kunden. Auch andere Netzwerke nutzen wir verstärkt.
Auf der anderen Seite haben wir starke Partner, welche uns bei der Umsetzung des Projektes und des Marketings unterstützen. Die klassische Werbung, wie Flyer, TV und Radio stehen bei uns nicht im Fokus. Wir sind auf speziellen Verkausfsplattformen. Auf dieser Plattform können wir unsere Produkte einstellen und das Marketing übernehmen die Plattformen. Die Reichweite in den sozialen Netzwerken ist wesentlich höher als unsere.
Weiter suchen wir selbst durch persönliche Ansprachen neue Kunden. Messen, wie zum Beispiel die BioFach oder „Grüne Woche“ sind ideal um neue Kontakte zu knüpfen. Sei es die Suche nach Zulieferern oder auch Kunden, der persönliche Kontakt ist sehr wichtig. Gerade bei Lebensmitteln reicht ein einfaches Bild nicht. Die Menschen möchten probieren bevor sie kaufen. Daher werden wir bald auch eine groß angelegte Aktion starten in der viele Menschen probieren können. Zuviel möchte ich dazu allerdings noch nicht verraten. Auf unserem Facebookprofil halten wir alle Interessierten auf dem Laufenden.
Ein weiterer Punkt ist, die Entwicklung nicht stocken zu lassen. Daher werden wir unsere Produktpalette stets erweitern, damit das Angebot immer mehr Menschen anspricht.
Des Weiteren besuchen wir gerade dieses Jahr auch Existengründermessen und nehmen am „Zukunftspreis Brandenburg“ teil. Auf Unterstützer freuen wir uns jetzt schon. Am 6.November wissen wir mehr. An weiteren Wettbewerben haben wir bis dato noch nicht teilgenommen. Aber was nicht ist, kann ja noch kommen.
Ein letzter Punkt für unsere Entwicklung am Markt wird sein, ein Mixsystem programmieren zu lassen, damit es noch einfacher wird seine Wunschcornflakes mit Nüssen, Schokolade etc. zu mischen. Aber dieser Stepp wird noch ein wenig Zeit beanspruchen. Die Produktpalette zu erweitern und uns somit zu etablieren hat aktuell Vorrang.
Kleinere Sponsoringaktionen sollen zusätzlich helfen um auf uns aufmerksam zu machen. Es geht hier nicht um große Geldsummen sondern Sachspenden. Ausgewählte Feste, zum Beispiel Kinderfeste, bieten sich hier an. Auch Schulen die uns Anschreiben versuchen wir zu unterstützen. Dazu muss ich sagen, dass nicht nur Schulen auf uns zukommen, auch Unis, Kitas und private Veranstalter treten an uns heran.

Wer ist die Zielgruppe von BioCornflakeBox?
Matthias Dobrzynski /BioCornflakeBox: Prinzipiell kann man sagen, wir sprechen jeden an, der Wert auf gutes Essen legt. Auf Grund von laktosefreien und glutenfreien Zutaten haben wir die Zielgruppe speziell auf Menschen mit Lebensmittelunverträglichkeiten mit einschließen können. Der Verzicht auf Gluten oder auch Laktose bringt geschmacklich jedoch keinen Nachteil oder Qualitätsverlust. Somit können wir sagen, jeder der mal lecker frühstücken möchte, sich einen fruchtigen Snack zwischendurch gönnen möchte oder einfach was Neues probieren will, ist bei uns genau richtig.

Nach welchen Kriterien wählen Sie die Zutaten aus?
Matthias Dobrzynski /BioCornflakeBox: Das wichtigste ist natürlich, wie unser Name schon sagt, dass alles in Bioqualität gehalten ist. Selbst unsere Verpackung ist zu 100% aus biologischem Material. Sogar unser Lieferdienst ist stark engagiert die Umwelt zu schonen.
Der Preis spielt ohne Frage auch eine Rolle, doch von der Qualität überzeugen wir uns stets persönlich. Da machen wir auch Abstriche beim Preis und zahlen mehr.
Der letzte große Punkt ist, dass wir alle Zutaten möglichst von regionalen Zulieferern beziehen. Uns ist bewusst, dass Südfrüchte nicht hier wachsen, doch ein Lieferant, der unseren Vorgaben entspricht wird zuerst in unserer Region gesucht. Erst wenn kein geeigneter Kandidat gefunden ist erweitern wir den Suchradius.

BioCornflakeBoxAus wie viel verschiedenen Zutaten kann sich der Kunde seine Cornflakes Box zusammenstellen?
Matthias Dobrzynski /BioCornflakeBox: Da die Seite noch am Verfeinern ist, haben wir drei fertige Sorten im Angebot. Diese bestehen allerdings schon aus 8 unterschiedlichen Zutaten. Es werden sehr schnell weitere Zutaten hinzukommen und im Prinzip ist alles mit Allem kombinierbar. Anfragen dazu bearbeiten wir aktuell schon und werden dies auch in Zukunft machen.
Der Kunde kann heute allerdings schon ein Abo nutzen. Der Vielfältigkeit ist somit schon ein größerer Spielraum gegeben. Heute Sorte A, nächste Woche Sorte B und so weiter. Mit steigender Anzahl an Cornflakesorten werden wir auch hier stetig flexibler.
Sollten Zutaten angefragt werden, welche noch nicht aufgeführt sind in irgendeiner Form, können wir auch dies realisieren. Der Anzahl sind also so gut wie keine Grenzen gesetzt.

In welcher Verpackung kommen die Cornflakes zum Kunden?
Matthias Dobrzynski /BioCornflakeBox: Der Kunde bekommt seine Cornflakes in einem Standbodenbeutel mit Sichtfenster. So behält der Kunde bei mehreren Sorten immer den Überblick im Schrank. Dieser Verpackung besteht zu 100% aus biologisch abbaubaren Bestandteilen.
Beim Versand achten wir ebenso auf umweltschonende Materialien. Auch unnötiges Füllmaterial wird weggelassen. Dies erreichen wir durch optimale Kartonagen, welche genau zugeschnitten sind.

BioCornflakeBox wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Matthias Dobrzynski /BioCornflakeBox: In 5 Jahren möchte ich schon einige Angestellte, speziell in der Kundenbetreuung haben. Unsere Produkte werden im deutschsprachigen Raum auch im Groß- und Einzelhandel vertrieben. Der Weg dorthin soll über ein gesundes Wachstum erreicht werden. Die 5 Jahre werden wir also dazu schon benötigen.
Die Preise möchten wir stabil halten, wenn nicht sogar durch gutes Verhandlungsgeschick senken können.
Die Produktpalette wird wesentlich größer sein und der Anteil an Abo-Kunden wird sich auf eine schwer zu schätzende Anzahl einpegeln. Einen regelmäßigen Zuwachs an Neukunden möchten wir auch in Zukunft haben.
Der Export in das europäische Ausland wird geplant und angegangen. Wir werden uns auf Messen platzieren können und einen Kindersportverein Sponsoren können.

Zum Schluß: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Matthias Dobrzynski /BioCornflakeBox: Jeder der gründen möchte sollte es tun. Das Leben ist ein Lernprozess, der leider auch manchmal schmerzhaft ist. Doch wer wieder aufsteht kommt auch vorwärts.
Man sollte alle Möglichkeiten der Förderung nutzen oder es zumindest probieren. Es gibt viele Menschen die Menschen die Existenzgründern gern und mit Leidenschaft unterstützen. Diese zu finden ist jedoch schwer. Fast noch wichtiger ist, sich ein Netzwerk aufzubauen aus potenziellen Helfern. Sei es nur auf Xing. Sehr gute Kontakte sind das A und O. Diese Kontakte können zukünftige Kunden sein oder Zulieferer oder sogar Geldgeber. Sollte einem das Bauchgefühl jedoch mal abraten, sollte es der Kopf auch tun.
Das Internet gibt sehr viele Tipps. Auch Foren geben Hinweise und Ratschläge. Diese sollte man sich bei einem geplanten Vorhaben in Ruhe und nicht nebenbei zu Gemüte führen.
Investieren sie Zeit und Leidenschaft. Nur wer sein Vorhaben mit Leben füllt, wird auf lange Sicht Erfolg haben.
Ein tolles Zitat hat mich mal zum Nachdenken gebracht:
„Wer immer Ja sagt, macht Umsatz. Wer auch mal Nein sagt, macht Gewinn!“ Josef Frommer

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Matthias Dobrzynski für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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