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Die Löwen Jochen Schweizer, Lencke Steiner und Frank Thelen testen das Bierzapf-Verfahren von "Bottoms up Beer" von Jörg Blin - natürlich auch das Bier... © VOX/Bernd-Michael Maurer
Die Löwen Jochen Schweizer, Lencke Steiner und Frank Thelen testen das Bierzapf-Verfahren von "Bottoms up Beer" von Jörg Blin - natürlich auch das Bier... © VOX/Bernd-Michael Maurer

Bottoms Up Beer die Bierzapfrevolution

Bottoms Up Beer eine kleine Erfrischung für die Löwen – wie wird das Bier aus der Zapfanlage den Löwen schmecken?

Stellen Sie sich und Ihr Unternehmen doch kurz vor!
Die Bottoms Up Beer Germany GmbH mit Sitz in Wildeshausen bei Bremen ist seit 2014 der offizielle und exklusive Anbieter der aus den USA bekannten Bottoms Up Beer -Zapfanlagen und -Becher für Deutschland, Österreich, die Schweiz und – seit kurzem – auch Liechtenstein.

Wie haben Sie von Bottoms Up Beer erfahren?
Im März 2012 bin ich durch Zufall im Internet auf ein Video aufmerksam geworden, in dem das Bottoms Up Beer System in Aktion vorgeführt wird. Ich war augenblicklich begeistert von der revolutionären Idee, Getränke nicht, wie sonst üblich, von oben in den Becher einfließen zu lassen, sondern durch den Becherboden zu zapfen. Eine überaus wirtschaftliche, schnelle und saubere Methode und dabei ebenso einfach wie brillant.

Von der Idee Bottoms Up Beer nach Deutschland zu holen bis zur fertigen Zapfanlage, was waren die größten Herausforderungen?
Die größte Herausforderung bestand darin, mit dem Erfinder und Patentinhaber Josh Springer in Kontakt zu treten und ihn anschließend davon zu überzeugen, dass ich der Richtige bin, seine Erfindung nach Europa zu bringen. Nach unzähligen fehlgeschlagenen Versuchen ihn von Deutschland aus zu erreichen, habe ich alles auf eine Karte gesetzt und bin kurzerhand, ohne Termin und ohne zu wissen, was mich erwarten würde, in die USA gereist, um ihn kennenzulernen und ihm meine Idee vorzutragen. Mit Engagement und Argumenten konnte ich ihn schließlich überzeugen, mir die exklusiven Vertriebsrechte für Deutschland, Österreich und die Schweiz anzuvertrauen. Heute verbindet uns eine erfolgreiche, langfristig angelegte Geschäftspartnerschaft.

Wer ist die Zielgruppe von Bottoms Up Beer?
Weil wir die Anlage in verschiedenen Ausführungen anbieten, eignet sie sich grundsätzlich für Veranstaltungen aller Größenordnungen. Im Fokus stehen allerdings Großveranstaltungen, die wegen ihres hohen Gästeaufkommens am meisten von der gesteigerten Schankgeschwindigkeit profitieren. Zielgruppe sind deshalb vorrangig Brauereien, Getränkefachgroßhändler, Getränkemärkte, Caterer und Gastronomen sowie Event- und Partyveranstalter.

Wie genau funktioniert die Zapfanlage von Bottoms Up Beer?
Im Boden der Becher befindet sich ein Loch, das durch einen Metallring und einen darauf sitzenden Magneten verschlossen wird. Dieser hebt sich beim Aufsetzen des Bechers auf die Zapfdüse und die Befüllung startet automatisch. Beim Abnehmen verschließt der Magnet den Becher wieder tropfsicher. Die Füllmenge wird vorab einprogrammiert, so dass ein freihändiges Zapfen möglich ist. Übrigens eignet sich die Maschine auch für den Ausschank von Soft-Drinks und die Magneten können als attraktive Werbefläche vermarktet werden.

Wie lange dauert die Befüllung eines Bechers im Vergleich zur herkömmlichen Zapfanlage?
Um einen Becher zu füllen, braucht die Anlage nur wenige Sekunden. Je nachdem, für welches Modell sich der Kunde entscheidet, kann er also bis zu 60 Becher pro Minute ausschenken. Zum Vergleich: Eine herkömmliche Zapfanlage benötigt dafür mindestens 6 bis 10 Minuten.

Wie viel kosten die Zapfanlage und die Becher?
Der Preis variiert je nach Modell und Ausführung. Wir bieten den Dispenser als frei stehende Variante Countertop und als Incounter für den Einbau im Tresen. Beide Modelle verfügen über eine bis hin zu sechs Füllstationen und kosten zwischen 1.999,00 Euro und 4.666,00 Euro. Unser derzeit meistverkaufter Dispenser ist das Gerät mit zwei Düsen zum Preis von 2.499,00 Euro. Die Becher kosten je nach Abnahmemenge und inklusive individuell gebrandeter Magneten zwischen 0,38 Euro und 0,50 Euro pro Stück.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für Die Höhle der Löwen zu bewerben?
Die Idee kam auf, als ich mich mit einem guten Freund über das Sendungsformat ausgetauscht habe. Anfangs noch so dahingesagt, nahm die Idee einer Teilnahme konkret Gestalt an, je länger ich über die Vorteile und den Nutzen nachgedacht habe: Bottoms Up Beer würde über die Sendung schlagartig an Bekanntheit gewinnen. Die Nachfrage ist zwar schon jetzt beachtlich, aber das Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft. Wirklich erfolgreich und populär ist das Produkt derzeit nur in den USA. Das wollen wir ändern.

Wie haben Sie sich auf die Show vorbereitet?
Als Unternehmer bin ich es natürlich nicht gewohnt, in Showformaten wie DHDL aufzutreten und souverän vor der Kamera zu agieren. Zur Vorbereitung habe ich deshalb ein kurzes Medientraining absolviert und ganz entspannt mit Freunden und der Familie geprobt. Ein geübter Medienprofi bin ich dadurch zwar nicht geworden, aber für die Show muss es reichen. Ich werde mich darauf konzentrieren, meine ehrliche Begeisterung für unser Produkt und die Idee dahinter authentisch zu vermitteln.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen das es in die Show „ die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von der Show?
Dass wir es in die Show geschafft haben, ist schon einmal ein ausgesprochenes Lob für unsere Geschäftsidee und eine Anerkennung unserer Leistung. Wie schon gesagt, erwarte ich mir von der Show vor allem einen Popularitätsschub für unser Produkt. Es soweit geschafft zu haben, ist da natürlich höchst motivierend.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Jungunternehmer? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch die Show viele Interessenten und auch Medien auf Sie aufmerksam werden?
Gerade ein innovatives Produkt wie Bottoms Up Beer braucht in der Phase seiner Markteinführung eine starke Medienpräsenz, um wahrgenommen zu werden. Das kostet normalerweise viel Geld, das Start-Up Unternehmen in der Regel in andere Bereiche inverstieren müssen. Unter rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten ist unsere Teilnahme bei DHDL also eine willkommene Gelegenheit, Bottoms Up Beer einem breiten Publikum bekannt zu machen. Als Jungunternehmer freue ich mich natürlich besonders, wenn das gesteigerte Medieninteresse potentielle Kunden auf unser revolutionäres Produkt aufmerksam macht.

Ziel der Show „ Die Höhle der Löwen “ ist es, dass die Löwen investieren und der Deal zustande kommt. Welchen der Löwen haben Sie als Investor im Fokus?
Alle! Wir sind da ganz offen. Wenn man sich die Branchen der Unternehmen anschaut, denen die Juroren vorstehen, wird schnell klar, dass Bottoms Up Beer einen eigenen Bereich besetzt. Darin besteht die eigentliche Herausforderung: Die Löwen von einem Produkt zu überzeugen, das ihnen von Haus aus noch fremd ist und nicht ohne Weiteres in Ihr Portfolio passt.

Wie geht es mit Bottoms Up Beer nach der Show weiter, sollte der Deal zustande kommen? Und wie, wenn es keinen Deal gibt?
Für ein Start-Up wirtschaften wir derzeit schon recht profitabel und konnten eine gesunde Nachfrage generieren. Sollte der Deal zustande kommen, bedeutet das für uns natürlich eine willkommene finanzielle Unterstützung, auf die wir aber nicht angewiesen sind, um als junges Unternehmen zu überleben und weiter zu expandieren. Noch einmal: Im Vordergrund steht für mich die Gelegenheit, auf die enormen Potentiale von Bottoms Up Beer insbesondere für Organisatoren von Events und Großveranstaltungen hinzuweisen zu können. Die erwartet ein höherer Getränkeumsatz, durch die schnelle Schankgeschwindigkeit, weniger Schankverlust und entspannte Gäste, die sich über verkürzte Wartezeiten freuen.

Wo sehen Sie sich in den nächsten fünf Jahren?
In fünf Jahren hat sich Bottoms Up Beer auch bei uns als Getränkeausschank bei Events und Großveranstaltungen durchgesetzt. Unser Ziel ist es, das traditionelle Zapfen in Stadien und Arenen bis dahin abgelöst zu haben.

Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Glaubt an Eure Idee! Nur so könnt Ihr auch andere überzeugen und die Partner und Unterstützer gewinnen, die Ihr braucht, um erfolgreich zu werden.

Bild: © VOX/Bernd-Michael Maurer

Bottoms Up Beer ist am Dienstag den 15.09.2015 in DHDL um 20.15 auf VOX zu sehen

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Jörg Blin für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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