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Bringhand

Bringhand die neue Art zu versenden

Bringhand ist ein Versendemarktplatz von jedem für jeden

Wie ist die Idee zu Bringhand entstanden wann wurde Bringhand gegründet und wie haben Sie sich finanziert?
Eugen Wolf/ Bringhand: Die Idee kam mir während meines Aufenthalts in Australien, als ich einige Wochen auf ein Paket aus Deutschland warten musste. Beim zweiten Paket wollte ich nicht mehr so lange warten und fragte eine Person, von der mir bekannt war, dass diese nach Sydney fliegt, ob sie ein Paket für mich mitnehmen könnte. Das hat sehr gut funktioniert und ich hatte das Paket innerhalb von zwei Tagen bei mir. Das war großartig! Im Laufe der Zeit stellte ich immer wieder fest, dass viele Leute, genau wie ich, bei ihren täglichen
Fahrten unglaublich oft mit leerem Kofferraum umher fahren, sodass ich mir dachte – diesen Platz kann man nutzen.

Aus einer anfänglichen Idee entwickelte sich ein Konzept und im Mai 2014 gingen wir von Berlin aus an den Start. Der größte Teil der Entwicklung fand allerdings schon vorab, während unserer Reise durch Australien statt ­ hier in Deutschland entwickeln wir ständig weiter und sind nach wie vor mit großer Freude dabei. Finanzieren tun wir uns aus eigener Tasche.

Können Sie uns Bringhand kurz vorstellen?
Eugen Wolf/ Bringhand: Bringhand.de ist ein Online-Transportmarktplatz für Leute, die Gegenstände transportieren können bzw. etwas versenden möchten. Unser Job ist es also, Boten und Versender durch unser Webangebot zusammenzubringen.
Einerseits kann sich bei Bringhand jemand, der Platz in seinem Reisekoffer, Kofferraum, Laderaum oder auch Flugzeug hat, als privater oder gewerblicher Bote anbieten und Gegenstände beziehungsweise Tiere auf einer Strecke mitnehmen, die er sowieso zurücklegen würde. Andererseits kann auch jemand zu versendende Gegenstände, Tiere, … auf der Plattform kostenlos einstellen und auf einen Boten warten, der das Versandgut für ihn überbringt.

Was unterscheidet Bringhand von anderen Versandarten?
Eugen Wolf/ Bringhand: Der Unterschied besteht vor allem darin, im Alltag den leeren Platz zum Beispiel im Kofferraum, Auto, LKW oder auch nur in einer Tasche sinnvoll zu nutzen und diesen mit Sendungen von Leuten für Leute zu füllen. Das heißt, Bringhand ist ein Versendemarktplatz von jedem für jeden

Der Bote wird für seinen Dienst vom Versender entlohnt, wobei die beiden Beteiligten den Preis individuell unter sich ausmachen. Die Zustellung einer Sendung ist theoretisch innerhalb weniger Stunden denkbar und benötigt oft keine Verpackung, da der Bote das Versandgut einfach und gut geschützt auf der Auto-Rückbank,… transportiert.

 

Wer ist die Zielgruppe von Bringhand?
Eugen Wolf/ Bringhand: Auf der einen Seite all diejenigen, die sich von A nach B bewegen und noch Platz haben, etwas mitzunehmen. Auf der anderen Seite Menschen, die spezielle Sachen wie Fahrräder, Gemälde oder auch Tiere versenden möchten – Dinge, die mit den bisherigen Marktanbietern nicht so leicht bzw. gar nicht zu versenden sind.

Wie bringen Sie Versender und Überbringer zusammen? Und wie sieht es mit der Haftung aus, wenn Pakete verloren gehen?
Eugen Wolf/ Bringhand: Die meisten Leute finden uns im Internet durch Suchmaschinen oder werden durch andere Seiten auf uns aufmerksam.

Unser Job ist es, Versender und Boten erst einmal zusammenzubringen. Die beiden Beteiligten agieren dann in Eigenverantwortung. Wir glauben, dass die Plattform sehr gut auf Vertrauensbasis funktioniert und vorerst keine Versicherung benötigt. Andere Plattformen, wie Couchsurfing oder Airbnb haben bereits hinlänglich bewiesen, dass solche Modelle in ihrer Frühphase gut funktionieren.

Kann man Bringhand auch ausserhalb von Deutschland nutzen?
Eugen Wolf/ Bringhand: Die Leute können selbst entscheiden, wohin sie etwas versenden oder mitnehmen möchten.

Wieviel kostet es den Kunden und was kann man als Bote verdienen?
Eugen Wolf/ Bringhand:Das Einstellen von Botengängen (etwas mitnehmen) sowie das Einstellen von Sendungen (etwas mitgeben/versenden) ist kostenlos. Was der Bote verdient bzw. was der Versender bereit ist zu bezahlen, müssen die beiden Parteien unter sich aushandeln.

Bringhand wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Eugen Wolf/ Bringhand: Wir wünschen uns, dass Bringhand.de in Zukunft eine feste Anlaufstelle neben anderen Anbietern für die Menschen wird. Wenn wir alle mitmachen, können wir uns ein großes Netzwerk aufbauen, Leerfahrten minimieren und schnellere Transporte in viele verschiedene Dörfer, Städte und Länder schaffen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Eugen Wolf für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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