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Chirotractor-Dr-Chen Bildquelle VOX
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Chirotractor Trainingsgerät für den Rücken

Chirotractor – die handliche Lösung

Herr Dr. Chen, wie kamen Sie auf die Idee des Chirotractor?
Dr. Chen / Chirotractor : Durch meine tägliche Arbeit am Patienten in meiner Praxis wurde mir sehr schnell klar, dass es für dieses häufige Problem eine einfachere Lösung geben muss.

Wem hilft das Gerät bei welchem Leiden?
Dr. Chen / Chirotractor : Durch unsere moderne Lebensweise mit häufigem Sitzen und relativer Bewegungsarmut sind viele Menschen betroffen. Häufig sind die Folge eine zu geringe Rumpfstabilität und aufgrund daraus resultierender Wirbelgelenkblockierungen auch eine verringerte Rumpfmobilität.
Ein vorbeugendes Training z.B. in einem Fitness-Studio halte ich für sinnvoll, evt. in Kombination mit Konditionstraining (z.B. Schwimmen, Radfahren, Joggen etc.)

Wie ist die Akzeptanz bei anderen Ärzten, Krankenkassen und Patienten?
Dr. Chen / Chirotractor : Viele Ärzte sind mangels der Zusatzausbildungen z.B. in manueller Medizin oder Osteopathie mit der Thematik nicht ausreichend vertraut. Kollegen, welche dieses Handwerk beherrschen sehen aufgrund ihrer Fähigkeit auch keinen Bedarf, ihre Kompetenz abzugeben oder zu reduzieren.

Krankenkassen haben sich leider bislang sehr zurückhaltend zu Chirotractor geäußert, obwohl eine Kostenreduktion der Rückenschmerzbehandlungskosten auch den Beitragszahlern der Krankenkassen zu Gute kommen würde.

Patienten äußern sich nach meiner Erfahrung sehr positiv, was mir die Kunden der Gesundheits- und Fitness-Studios berichten.

Ist das Gerät für Praxen und Zentren bestimmt oder wird es auch Geräte für den Privathaushalt geben?
Dr. Chen / Chirotractor :Der Chirotractor erfordert eine fachgerechte Einweisung und ist somit primär für Gesundheitszentren und Physiotherapiepraxen konzipiert worden. Bei einem Gerät für den Privathaushalt wäre das Haftungsrisiko zu Falschanwendung zu hoch, insbesondere in den USA wäre das Klagerisiko auch bei scheinbar unberechtigtem Grund viel zu hoch. Das Gerät soll auch kein Allheilmittel gegen Rückenschmerzen sein, sondern eine Ergänzung zu rumpfstabilisierenden Maßnahmen darstellen.

Ist Chirotractor Ihre Erfindungen und geschützt?
Dr. Chen / Chirotractor : Das Gerät ist eine eigene Erfindung, jedoch mit professioneller Produktentwicklung zur Serienreife gebracht. Patentschutz besteht für die USA und Europa.

Sie sind eins der wenigen Startup Unternehmen, das es in die Show „Die Höhle der Löwen“ geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von der Show?
Dr. Chen / Chirotractor : Der TV-Auftritt ist natürlich ein großer Boost für das Unternehmen und das Erfinder-Ego, das ist ganz klar. Als kleines Startup-Unternehmen wird man normalerweise überhaupt nicht wahrgenommen in der Wirtschaft. Der deutsche Markt ist im internationalen Vergleich auch mit der schwierigste. Durch eine evt. erhöhte Nachfrage lassen sich sicherlich die Produktionskosten noch einmal deutlich senken, was einen günstigeren Verkaufspreis und höhere Absatzzahlen ermöglichen wird.
Außerdem werden mir meine Eltern dann hoffentlich nicht mehr vorwerfen, die investierten 250.000 € nicht zur Tilgung meines Praxiskredites verwendet zu haben.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Jungunternehmer? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch die Show viele Interessenten und auch Medien auf Sie aufmerksam werden?
Dr. Chen / Chirotractor : Erst nach der Aufnahme zur Sendung ist mir klar geworden, dass es im Grunde nicht (nur) darum geht, die 5 vor einem sitzenden Löwen als Investoren zu überzeugen. Viel mehr pitcht man vor derzeit 1,7 Mio Zuschauern, die sicher auch Bekannte, Arbeitskollegen und Freunde haben, denen sie davon berichten können. Ich kann deshalb nur jedem Startup empfehlen, sich bei Formaten wie „Die Höhle der Löwen“ zu bewerben, denn die TV Präsenz ist quasi unbezahlbar. Das haben Erfahrungen insbesondere aus USA nach Ausstrahlung der „Shark Tank“ TV-Auftritte gezeigt.
Ganz persönlich unterstreicht meine Entwicklung natürlich auch meine fachliche Kompetenz als Facharzt für Orthopädie, sodass wahrscheinlich auch vermehrt neue Patienten in meiner Praxis erscheinen werden. Dann hätte ich natürlich wieder weniger Zeit für mein Chirotractor-Unternehmen. Aber das wäre ein Luxusproblem und kein wirkliches Problem, über das ich ernsthaft klagen könnte.

Ziel der Show „Die Höhle der Löwen“ ist es, dass die Löwen investieren und der Deal zustande kommt. Welchen der Löwen haben Sie als Investor im Fokus?
Dr. Chen / Chirotractor : Für mein Rückentrainingsgerät hatte ich mir ein folgendes Szenario vorgestellt:

Jochen Schweitzer: Ex-Stuntman und sicherlich bestens vertraut mit dem Bewegungsapparat. Aufgrund der hohen Sportaktivität aber vielleicht kein Rückenpatient. Zumindest könnte ich hier auf ein Grundverständnis in der Thematik hoffen.

Vural Öger: Finanziell sicherlich als potentieller Investor interessant, aber auch seine Kontakte zu Hoteliers und in den Wachstumsmarkt Türkei könnten von Interesse für den Chirotractor sein.

Judith Williams: Auch hier hohes Finanzpotential und durch Verbindungen in die USA wertvoll.

Frank Thelen: Aufgrund erfolgreicher Investments namhafter Venture Capitalists sicher für Folgeinvestitionen interessant. Die Bewertung meines Pitches und evt. Verbesserungstips sind begrüßenswert, aufgrund eigener reichhaltiger Erfahrungen von ihm. Mit Frank Thelen auf Investorensuche zu gehen, würde Sinn machen. Sein Hauptgebiet (Internetbusinessmodelle) ist keine ideale Voraussetzung für ein hilfreiches Netzwerk auf dem Fitnessgebiet, aber man kann niemanden unterschätzen.

Zusammenfassend gibt es keinen Investor unter den Löwen, welcher für mich ideal wäre.

Wie geht es dann nach der Show weiter, sollte der Deal zustande kommen? Und wie, wenn es keinen Deal gibt?
Dr. Chen / Chirotractor : Unabhängig ob und woher ein Investment zustande kommt, ist die Teilnahme bei der erfolgreichen TV Show an sich schon ein großer Vorteil. Aufgrund der ersten Staffel des neuen Formates in Deutschland gibt es bislang auch noch keine Erfahrungswerte, wie sich ein TV-Auftritt auf die Geschäftsentwicklung auswirken wird. Persönlich war es jedoch auch eine Bereicherung, dabei mitgewirkt zu haben und einmal hinter die Kulissen zu schauen. Die tägliche Arbeit geht weiter unabhängig davon.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Dr. Chen für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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