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Cringle-Team

Cringle Geld per App versenden

Cringle -mobile Zahlungsmöglichkeit

Wie ist die Idee zu Cringle entstanden und wann wurde Cringle gegründet?
Malte Klussmann/Cringle: Die Idee zu Cringle hatte Joschka Friedag, als er nach einem Fußballspiel mit seinem Team noch ein Bier trinken war. Einer musste für das gesamte Team zahlen, da niemand sein Portemonnaie in den Sportsachen hatte. Joschka viel auf, dass zwar niemand Bargeld, alle jedoch ihr Smartphone in der Hand hielten. „Wieso kann ich jetzt nicht einfach mit meinem Smartphone das Geld schicken?“ fragte er sich, die Idee zu Cringle war geboren.
Zunächst schloss sich ihm Frane Bandov an, der die Backend- und iOS-Entwicklung übernahm. Als nächstes trat Konrad Maruszewski dem Gründerteam bei, der die Android-Version entwickelte und die App designte. Darauf folgte Malte Klussmann, der das stark technisch orientierte Team mit seinem BWL-Hintergrund ergänzte. Zu viert gründeten sie 2013 die Cringle GmbH.

Was waren in der Gründungsphase die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Malte Klussmann/Cringle: Der Finanzbereich unterliegt einer strengen Regulierung und Prüfung. Das ist einerseits natürlich sehr gut, erschwert es den jungen FinTechs jedoch enorm, ihre Innovationen umzusetzen und sich am Markt zu etablieren.
Gemeinsam mit dem Centre for Entrepreneurship der Technischen Universität Berlin haben wir uns erfolgreich für das EXIST-Gründerstipendium beworben. Von August 2013 wurden wir 12 Monate gefördert und dies machte es uns möglich, dass wir unser Gründungsvorhaben zielstrebig verfolgen konnten. Danach haben wir eine klassische Finanzierung abgeschlossen.

Wie wichtig ist es Partner wie die Deutsche Kreditbank mit an Bord zu haben?
Malte Klussmann/Cringle: Für uns ist die DKB ein äußerst gewichtiger Faktor. Einerseits stellt sie für uns die Plattform zur Abwicklung sämtlicher Transaktionen unserer Nutzer dar und andererseits haben wir einen starken Partner, der als Innovator im Finanzbereich anzusehen ist.

Wie groß ist der Zukunftsmarkt für das versenden von Geld per App?
Malte Klussmann/Cringle: Wenn man bedenkt, das Bargeld kostenintensiver ist, als die Nutzung digitaler Alternativen, sehen wir hier ein enormes Potential. Auch die Beliebtheit und starke Verbreitung von Smartphones spricht dafür, dass das klassische Banking vermehrt über Apps abgewickelt werden wird. Beispiele aus dem Ausland, wie zum Beispiel MobilePay in Dänemark, zeigen, wie erfolgreich mobiles Banking sein kann.

Muss der Geldempfänger auch die App auf seinem Smartphone installiert haben?
Malte Klussmann/Cringle: Noch müssen beide an der Transaktion beteiligten Personen die Cringle App installiert haben. Wir arbeiten derzeit an einer Lösung, die das Empfangen von Geld jedoch auch ohne Cringle ermöglicht.

Wieviel kostet der Service von Cringle?
Malte Klussmann/Cringle: Bei Cringle ist das Empfangen von Geld immer kostenfrei. Lediglich für das Senden von Geld über die App wird derzeit eine fixe Transaktionsgebühr von 0,10€ fällig. Die Entscheidung für eine Transaktionsgebühr hat den Hintergrund, dass wir von Anfang an eine transparente Struktur schaffen wollen, bei der sich kein Nutzer die Frage stellt „Wie verdient Cringle eigentlich Geld?“.

Cringle wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Malte Klussmann/Cringle: In fünf Jahren fragt sich niemand mehr, wie er seine Freunde am besten zurückzahlen kann. Cringle hat sich bis dahin als Standard für Zahlungen zwischen Privatpersonen etabliert, da es auf jedem Smartphone installiert ist.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Malte Klussmann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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