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Crowd Management Tool macht Unternehmen globales Potenzial zugänglich

Crowd Management Tool ermöglicht Organisationen, Personal in ihrer eigenen Human Cloud zu managen

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen doch bitte kurz unseren Lesern vor!
Wir sind ein Berliner Startup und überzeugt: Das Arbeitsmodell der Zukunft ist die Human Cloud, organisiert durch das Prinzip des Crowdsourcings. Warum? Im Internet bieten hochspezialisierte Fachkräfte aus aller Welt Dienstleistungen wie etwa Programmieren, Designen, Analysieren, Texten oder Beratung an. Und die Zahl der sogenannten Crowd-Worker wächst stetig. Damit steht Unternehmen ein riesiger Talent-Pool zur Verfügung, der unabhängig von Ort und Zeit „angezapft“ werden kann. Unser Crowd Management Tool macht Unternehmen dieses globale Potenzial zugänglich.

Wie ist die Idee zum Crowd Management Tool entstanden?
Ich bin von Haus aus PR-Beraterin und mit Crowdsourcing das erste mal vor fünf Jahren in meiner damaligen Agentur in Verbindung gekommen. Seither hat mich das Thema nicht mehr losgelassen. Immer mehr Unternehmen entdecken die Möglichkeiten Crowd-gestützter Prozesse – die weit über Kostensparen hinausgehen. Dabei können sie entweder mit einer der zahlreichen Crowdsourcing-Plattformen experimentieren oder aufwändig eine eigene Lösung programmieren lassen. Mit unserem Produkt kombinieren wir das Beste aus zwei Welten für den Kunden: Er muss sich nicht um die Technologie kümmern, kann aber gleichzeitig seine eigene Crowd aufbauen und verwalten. Wir verstehen uns also als Technologie-Anbieter und sind der erste Provider mit dem Unternehmen individuelles Crowdsourcing als Software-as-a-Service-Angebot realisieren können.

Die Vorteile? Die Crowd-Worker sind nicht anonym, sondern Mitglieder eines geschlossener Pools, der exakt auf die Anforderungen des jeweiligen Unternehmens zugeschnitten ist. Das steigert nicht nur die Qualität, sondern birgt einen weiteren Vorteil: Das Unternehmen behält die Kontrolle über den Informationsfluss zum Schutz seiner Intellectual Property. Last not least: Unternehmen bestimmen selbst die Geschäftsbedingungen und Konditionen, zu denen sie ihre Crowd-Worker beschäftigen. Damit können sie einen Beitrag zu fairer digitaler Arbeit leisten.

Anne MaertensVon der Idee bis zum Start, was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die Frage impliziert die größte Herausforderung: Die Finanzierung.
Der Prototyp entstand mit Hilfe großzügiger Unterstützung von Familie und Freunden. Die weitere Entwicklung finanzieren wir aus ersten Aufträgen. Dennoch: Um zu wachsen, sind wir offen für externe Finanzierungsmöglichkeiten.

Wer ist die Zielgruppe des Crowd Management Tool?
Unser Tool bietet Unternehmen zwei Möglichkeiten – Kosten sparen durch direktes Outsourcing oder Innovationskraft steigern durch wettbewerbsorientierte Challenges, an denen gleich mehrere Crowd-Worker parallel beteiligt sind. Je nach Potenzial, das Unternehmen durch Crowd-gestützte Prozesse heben wollen, ist unsere Technologie also interessant für HR, Einkauf oder Innnovationsmanagement.

Wie funktioniert das Crowd Management Tool?
Dem Einsatz der Technologie ist ein Evaluierungsprozess vorgeschalten. Idealerweise funktioniert die Zusammenarbeit mit unseren Kunden so:
Zunächst führen wir im Unternehmen einen Workshop durch, um auszuloten, welche Aufgaben sich für Crowdsourcing eignen. Diese Aufgaben zerlegen wir in kleine Aufgaben-Pakete, deren Anforderungen das Crowd-Worker-Profil ergeben.
Nun gilt es, die Crowd zu rekrutieren. Der Talent-Pool kann aus unternehmenseigenen Ressourcen bestehen, Freelancern oder einer Kombination aus beidem. In der Regel übernimmt der Kunde den Aufbau der Crowd selbst. Auf Wunsch kümmern wir uns aber auch gern um den Recruiting-Prozess.
Die gecasteten Crowd-Worker werden mit ihrem Profil an unserem mehrsprachigen System registriert und mit Aufgaben des Unternehmens vernetzt. So erhalten sie, gemäß ihrer Profileinstellung, passende Einladungen zu aktuellen Ausschreibungen des Unternehmens. Doch nicht nur das Sourcing, auch das Projektmanagement wird von unserem Tool übernommen. Templates sorgen für das richtige Briefing, Alerts- und Reminder-Funktionen tracken das Timing, Dokumente zur Geheimhaltung sowie Nutzungsrechteübertragung regeln die rechtliche Seite und auch die Rechnungslegung übernimmt die Software.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Lange Nacht der Startups zu bewerben?
Außer Frage: Die Veranstaltung ist ein Muss für jedes Berliner Startup. Es gibt keine andere Veranstaltung, die für so viel Öffentlichkeit sorgt und dabei kostenfrei für die Aussteller ist.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen die es auf die Lange Nacht der Startups geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von dem Event?
Die Zusage hat uns sehr gefreut und wir sind gespannt auf die Reaktionen des Publikums auf unser Tool. Außerdem wollen wir die Power der Crowd für uns nutzen und im Rahmen der Startupnight einen neuen Namen finden: Denn zugegeben: Crowd Management Tool ist marketingtechnisch nicht wirklich sexy. Unter dem Twitter-Hashtag #Crowdnaming freuen wir uns auf kreative Vorschläge.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Jungunternehmer? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch das Event viele Interessenten und auch Medien auf Sie aufmerksam werden?
Sehr wichtig. Präsenz zu zeigen ist das oberste Gebot, wenn man erfolgreich werden will.

Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Der Austausch mit anderen Startups ist die beste Unternehmensberatung. Ehrliche Tipps, wertvolle Erfahrung von Mitstreitern und deren Netzwerke sind für uns große Hilfe und Motivator.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Anne Märtens für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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