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W-Fragen

Die Basics: W-Fragen in der PR

In der Beratung fragen mich Startups gern mal, wie Sie dieses oder jenes kommunizieren sollen. Ich werde auch heute nicht über hochtrabende PR- & Kommunikationsthemen oder –techniken schreiben, sondern über ein weiteres Basisthema:

Die W-Fragen.

Betrachten Sie die folgenden W-Fragen für alles, was Sie in Ihrem Startup kommunizieren wollen als eine Art Checkliste. Es hilft zu überlegen, was der Empfänger über Sie wissen soll und nicht was Sie unbedingt senden wollen.

Sind alle Fragen klar und unmissverständlich beantwortet, kann es losgehen. Auch wenn viele neue Kommunikationsmittel gibt, die gute alte Pressemitteilung nutzen laut Umfrage von news aktuell 86% der befragten Journalisten als Informationsquelle für ihre Recherche. Grund genug die Basis auch dafür sauber zu legen.

Wer?

Der Absender soll klar erkennbar sein und unmissverständlich dargestellt. Als Startup müssen Sie davon ausgehen, dass noch nicht jeder Empfänger Sie kennt. Nutzen Sie also eine kurze und prägnante Erklärung zur Selbstdarstellung.

Was?

Hier haben wir nun den eigentlichen Grund, weshalb Sie kommunizieren. Es gibt ein Thema, Produkt, Person oder Dienstleistung, die neu sind und deshalb Inhalt Ihrer Kommunikation sind. Versuchen Sie bitte nicht jeden Forschungsschritt der letzten 10 Jahre abzubilden, sondern fassen Sie sich kurz, reduzieren Sie sich auf das Wesentlich und stellen Sie nachvollziehbar das Thema dar. Wie funktioniert es, welche Vorteile hat es und womit kann ich es kombinieren? Es muss auch jemand ohne umfassende Vorkenntnis verstehen.

Wann?

Die News ist nur eine News, wenn sie einen echten Neuigkeitswert hat. Also kündigen Sie etwas in der nahem Zukunft an oder teilen Sie heute mit, was heute passiert ist. Ein alter Spruch aus der analogen Welt sagt: “Nichts ist so alt, wie die Zeitung von gestern“, da nützt auch das nicht vergessende Internet nichts. Alt ist alt.

Wie?

Die pure Existenz eines Produktes oder einer Dienstleistung in Ihrem Startup ist nicht ausreichen. Interessant wird es mit dem WIE. Wie wird das Produkt vermarktet, wie lautet die Partner, wie kann der B2B- oder B2C-Kunde es kaufen oder wie kann er sich beraten lassen?

Warum?

Bitte erklären Sie hier nicht, dass Ihr Startup ein Wirtschaftsunternehmen ist. Das ist klar. Was Ihre Ansprechpartner in den Medien wissen wollen, was ist der Antrieb für die Entwicklung gewesen, die Geschichte für die Entstehung, vielleicht schließen Sie eine Angebotslücke oder bieten eine absolute Weltpremiere an, die uns alle schöner, schnelle und effizienter macht. Vielleicht wollen Sie auch die Welt ein Stück besser machen. Das WARUM macht den Unterschied!

Fazit

Regelmäßige Leser wissen, dass mein Arbeitsmotto „be prepared“ lautet. Und dass nicht ohne Grund. Customer Centricity in der PR heißt auch sich auf den Kunden „Journalist“ einzustellen und zu überlegen, was würde er mich fragen oder wissen wollen. Journalisten empfangen jeden Tag Hunderte von Emails und haben nur Sekunden, um Ihre Botschaft wahrzunehmen. Machen Sie es sich und den Medien einfacher, Ihr Startup kennenzulernen. Aber ohne Vorbereitung klappt es nicht.

 

Bild Pixabay

About Annett Oeding

Annett Oeding berät seit 21 Jahren Geschäftsführer und Vorstände in Kommunikationsfragen. Sie leitete Kommunikationsabteilungen von Konzernen und arbeitete als Pressesprecherin. 2013 gründete sie ihre eigene Strategieberatung für Kommunikation AOSK und unterstützt neben etablierten Unternehmen immer mehr Startups, die sie in unterschiedlichen Phasen kommunikativ berät, trainiert, coacht und begleitet. Alle Informationen finden Sie auch auf http://aosk.de/

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