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ecratum – das einfachste Lieferantenmanagement, das es gibt

Auf ecratum tauschen die Kunden Daten und Informationen mit Ihren Lieferanten und können damit viel Zeit und Geld im Einkauf und Qualitätsmanagement sparen

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen ecratum doch kurz vor!
Wir sind Christian Alsen und Rüdiger Schulze, die Geschäftsführer von ecratum.
Bei ecratum glauben wir, dass alle Unternehmen, die ihre Lieferantenbeziehungen ernst nehmen, Zugang zu einer professionellen, erschwinglichen und einfach zu benutzenden Lieferantenmanagement-Software haben sollten. Deswegen haben wir ecratum 2013 gegründet. Mittlerweile arbeiten rund 20 Mitarbeiter am Standort in Berlin.
Unsere Kunden tauschen mit ihren Lieferanten auf ecratum Daten und Informationen aus und können damit viel Zeit und Geld im Einkauf und im Qualitätsmanagement sparen. Mehr als 8000 Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen arbeiten schon mit ecratum.

Wie ist die Idee zu ecratum entstanden?
Die Idee für ecratum entstand, als ich, Christian, bei einem befreundeten Unternehmer sah, wie der einfach ein einziges Papierchaos im Qualitätsmanagement und auch im Einkauf produzierte, nur um die ganzen Dokumente zu seinen Lieferanten und den gelieferten Waren einzusammeln. Da war schnell klar, dass das auch einfacher und zeitgemäßer gehen muss. So kam es zu ecratum – einer Plattform, auf der die Lieferanten ihre Daten auf Anforderung ihrer Kunden selbst aktuell halten. Die Kunden haben so alle Informationen stets aktuell und sortiert.

Von der Idee bis zum Start, was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Es gab eine mehrjährige Pilotphase, in der wir den Produkt-Prototypen zusammen mit ersten Kunden entwickelt haben. Diese Zeit war sehr wichtig für uns, weil wir auf diese Weise die Anforderungen der Kunden und die Industrieprozesse genau verstanden haben. Die heutige Firma wurde dann im Frühjahr 2013 gegründet. In der Entwicklungsphase haben uns die Pilotkunden finanziert. Als wir dann mit der Unternehmensgründung auch die Grundlagen für die Skalierung schaffen mussten, haben wir die Finanzierung breiter aufgestellt. Bislang sind wir durch zwei Business Angel und auch durch Eigenmittel von uns Gründern finanziert. Zum Glück haben wir ein sehr nachhaltiges und berechenbares Geschäftsmodell. Wir sind stolz darauf, dass uns bis heute kein gewonnener Kunde verlassen hat. Dies ist nicht nur ein starker Beweis für unser Produkt und unser Geschäftsmodell, sondern zeigt auch den Bedarf, den wir bei unseren Kunden im operativen Alltag lösen. Dadurch, dass ecratum in die täglichen Abläufe bei unseren Kunden integriert wird, sind wir dort gut verankert. Dies ermöglicht es uns, die Finanzen auch ganz gut planen zu können.

Wer ist die Zielgruppe von ecratum?
Kleinere und mittlere Unternehmen aus Industrie und Handel, die auf der Suche nach einer einfachen und kostengünstigen Möglichkeit sind, wie sie ihre Lieferanten so unkompliziert wie möglich verwalten können. Mit ecratum automatisieren sie ihre gesamte Lieferanten- und Rohstoffdokumentation, vereinfachen die Kommunikation und behalten den Überblick. Vor allem die Abteilungen Einkauf und Qualitätsmanagement profitieren von der Arbeit mit ecratum. Angefangen haben wir in Teilbranchen der Lebensmittelindustrie, also z.B. der Milchwirtschaft, Fleischindustrie oder den Brauereien. Langsam wurden es immer mehr Teilbranchen im Lebensmittelbereich. Aktuell konvertieren wir erste Lieferanten z.B. aus dem Bereich Etiketten und Verpackungen, adressieren aber auch bereits Unternehmen aus der Chemie, Kosmetik, sowie Möbelhersteller oder den Handel. Letztlich ist das Problem, das wir lösen, in allen Industrien sehr vergleichbar.

Wie funktioniert ecratum?
Unternehmen laden ihre Lieferanten zur Zusammenarbeit auf ecratum ein und fordern über unsere Plattform Dokumente und Daten aller Art an. Das übliche Hin- und Her von E-Mails, Faxen oder Briefen entfällt damit. In der Regel tauschen Unternehmen und Ihre Lieferanten unternehmensbezogene Dokumente wie z.B. Zertifizierungen und produktbezogene Dokumente zu den gelieferten Waren wie z.B. Laboranalysen über ecratum aus. Die Kunden stellen eine Anfrage z.B. zu einem gewünschten Dokument oder einer Reklamation ein, die Lieferanten laden das Dokument hoch oder beantworten die Reklamation. Beide Seiten werden von uns automatisch an ausstehende Aufgaben oder ablaufende Fristen erinnert. Das bringt nicht nur Vorteile auf der Kundenseite, sondern auch für die Lieferanten reduziert sich die Arbeit, insbesondere wenn Sie von mehr als einem Kunden zur Zusammenarbeit über ecratum eingeladen werden. Ein Hersteller von Kronkorken zum Beispiel muss die gleichen Dokumente an all seine Brauerei-Kunden liefern. Ist er also mit mehreren Brauereien über ecratum vernetzt, gibt er die Dokumente gleich an alle frei. Und schon entsteht auch auf der Lieferantenseite Effizienz. Deshalb haben wir auch in aller Regel keine Probleme mit der Akzeptanz bei den eingeladenen Lieferanten.

Wie viel kostet der Service von ecratum?
Mit unserem Starter-Paket kann jedes Unternehmen bis zu 30 Lieferanten kostenlos verwalten. So kann jeder ecratum einfach ausprobieren. Für die Lieferanten, die von ihren Kunden auf ecratum eingeladen werden, ist die Nutzung unserer Plattform stets kostenfrei. Auch unser Service im Customer Success ist für alle Nutzer kostenfrei. Wenn man ecratum intensiver nutzen möchte, also mehr als 30 Lieferanten einladen möchte, bieten wir verschiedene Pakete. Da ist für jeden etwas dabei, egal ob man 50 oder 1000 Lieferanten zu verwalten hat. Auf unserer Website findet man einen Kostenkalkulator. Dort kann das Produkt-Paket sowie die Zahl der zu verwaltenden Lieferanten eingestellt werden. Für große Kunden individualisieren wir natürlich unsere Angebote stärker.

ecratum, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Aktuell bietet ecratum auf der Kundenseite vor allem Mehrwerte bei den Abläufen im Einkauf und Qualitätsmanagement. Wir sind also mit einem Supplier Relationship Management Tool gestartet. Das SRM bleibt auch der Kern unserer Dienstleistung und wird kontinuierlich erweitert. Dabei werden wir in Zukunft Features anbieten, die ecratum noch businesskritischer machen, d.h. näher an die Bestell- und Lieferprozesse heranrücken und uns in die bestehenden System-Welten unserer Kunden stärker integrieren. Auch wollen wir einen größeren Mehrwert für die Unternehmen auf der Lieferantenseite entwickeln. Das Schöne ist, dass mit jedem gewonnen ecratum-Kunden hunderte Lieferanten-Unternehmen zu ecratum-Nutzern werden. Daraus werden sich in 5 Jahren weitere interessante Geschäftsmodelle ergeben. Wir müssen abwarten, wohin uns die Reise führen wird. 5 Jahre ist eine lange Zeit. Wir werden ecratum im Dialog mit unseren Kunden so weiterentwickeln, dass wir auch in 5 Jahren sagen können: „Mit ecratum habt ihr einen großen Kostenvorteil bei allem was ihr damit macht, weil es schnell, einfach und günstig ist”.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Gerade b2b-Geschäftsmodelle haben es in sich. In der Regel ist dabei besonders positiv, dass man mit Kunden, sofern sie erst einmal gewonnen wurden, sehr langjährige Geschäftsbeziehungen aufbauen kann, wenn man denn seine Hausaufgaben immer macht. Dennoch – Marketing im b2b-Umfeld ist nicht leicht. Deshalb hängt vor allem in der ersten Zeit meistens alles vom Sales ab. Und hier werden die Verkaufszyklen gerne unterschätzt. Einen Neukunden nach einem Jahr Vertrieb zu gewinnen ist nicht die Ausnahme und ging dann auch eher zügig, als langsam. Mit das höchste Risiko ist also, dass aufgrund von ein paar gewonnen Kunden in der Anfangsphase schlicht zu optimistisch und mit einem zu schnellen Kundenanstieg gerechnet wird. Deshalb unser Tipp – plant vorsichtig, überschätzt das Marketing nicht und stellt euch auf lange Sales-Zyklen ein.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Rüdiger Schulze und  Christian Alsen für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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