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Dennis-Arntjen-SCOOP

Erfolgreiches Sponsoring mit SCOOP

SCOOP – Partner für kreatives Sponsoring

Wie ist die Idee zu Scoop entstanden?
Dennis Arntjen/ SCOOP.nrw : Die Idee war nichts das plötzlich entstanden ist. Ich würde es eher als Prozess betrachten.

Die Grundidee bezog sich im letzten Jahr eigentlich nicht auf lokales Sportsponsoring sondern ich wollte gerne Spenden für soziale Zwecke einsammeln und verteilen. Diese Idee hatte den Hintergrund, dass ich mich in meinem letzten Job ein wenig mit Corporate Social Responsibility (CSR) befasst habe und feststellen konnte, dass dieses Thema zwar ein großes Wort ist, dass aber in kleinen mittelständischen Unternehmen nicht gelebt wird. Nicht weil man dort nicht gerne den guten Zweck mit der Bildung eines positiven Images verbinden möchte, sondern einfach weil die Arbeitskraft nicht vorhanden ist, die notwendig ist um gute Konzepte in diesem Bereich umzusetzen.

Aus der Idee, Spenden von kleinen Unternehmen einzusammeln und dies direkt mit deren Umsätzen zu verknüpfen ist dann SCOOP.nrw in seiner heutigen Form entstanden. Heute präsentieren Sportvereine konkrete Projekte und kleine lokal tätige Unternehmen, befragen ihre Kunden dazu welches Projekt gefördert werden soll.
Es geht also nicht mehr um Spenden, sondern um Sponsoring. Das Ganze funktioniert auf lokaler Ebene. Der Einzelhändler im Stadtteil unterstützt Sportvereine im selben Stadtteil. Wie stark er welchen Verein unterstützt entscheiden seine Kunden, wenn Sie in seinem Geschäft Umsatz machen und daraufhin auf SCOOP.nrw abstimmen dürfen. Für die Abstimmung stehen die Internetseite sowie eine App zur Verfügung. Außerdem wird in Zukunft eine Möglichkeit geboten, direkt im Ladenlokal abzustimmen.

Zu den Funktionen der Plattform ist mittlerweile noch der Beratungsansatz hinzugekommen. Ich entwickle für Sportvereine Sponsoringkonzepte und vermarkte diese an Sponsoren. Bezahlt werde ich aus dem was ich an Geld akquiriere. Zu 100% Erfolgsbasiert.
Das funktioniert nur, weil mein Netzwerk groß genug ist und weil ich einen Sportverein aus-schließlich exklusiv betreue, wenn ich vom Wert des Vereins überzeugt bin.
Dieser Wert bemisst sich für mich an den Aktivitäten in der Jugendarbeit, am Erlebnischarakter der Sportart an sich und daran, wie offen der Verein ist meine nicht ganz gewöhnlichen Ideen umzusetzen.

Von der Idee bis zum Start was waren die größten Herausforderungen?
Dennis Arntjen/ SCOOP.nrw : Ganz zu Anfang habe ich gedacht, dass die Plattform komplett aus dem nichts neu programmiert werden muss. Das hätte nur mit einem Mitgründer funktioniert der das technische Wissen hat um die Programmierung durchzuführen. Den hatte ich aber nicht und so richtig wollte ich auch niemanden mit ins Boot holen.

Irgendwann ist mir aber die Idee gekommen, mich mal bei fertigen Systemen aus dem bereich Crowdfunding umzuschauen. Hier bin ich fündig geworden. Aktuell programmiert mir jemand gegen einen recht geringen Betrag die entsprechenden Funktionen hinzu und passt das System für meine Zwecke an. Das läuft astrein und ich habe dann für kleines Geld eine Plattform mit der ich meine Idee ausprobieren kann.

Das ist mir wichtig. Ich möchte mich nicht mit einem riesigen Kostenapparat belasten und am Ende funktioniert irgendetwas nicht so wie ich es geplant habe. Flexibel bleiben ist hier mein oberstes Ziel!

Wer ist die Zielgruppe von Scoop? Für wen sind die Sponsoringkonzepte?
Dennis Arntjen/ SCOOP.nrw : Im Wesentlichen hat Scoop zwei Zielgruppen. Wobei ich eine der beiden Gruppen aufsplitten würde.
a) Sind da die Sportvereine. Hier adressiere ich alle Vereine die außergewöhnliche Sportarten anbieten. Rollerderby, Unterwasserrugby, Standup Paddling, Tischfußball, Rugby, Baseball. Nichts Gewöhnliches.
Wenn ein Sportverein eher die üblichen Sportarten anbietet, dann muss ich dort einen anderen Mehrwert erkennen. Zum Beispiel die bereits erwähnte Arbeit im Jugendbereich oder besondere Offenheit für Konzepte die den Erlebnischarakter des Sports aufleben lassen.
b) Die andere Zielgruppe sind alle mittelständischen Unternehmen bis ca. 500 Mitarbeitern.

Diese Zielgruppe muss ich aber teilen. Denn die Webplattform SCOOP.nrw richtet sich vorrangig an solche Unternehmen die ausschließlich eine lokale Zielgruppe bedienen.

Perfekt funktioniert die Idee mit Einzelhändlern oder Restaurants. Denn diese können Ihren Kunden umsatzbezogen mehr oder weniger Stimmrechte einräumen. So kann ein Vereinsmitglied das beim lokalen Lebensmitteleinzelhändler viel Geld ausgibt, mehr Gewicht in der Abstimmung erreichen als eines das nur Kleinigkeiten einkauft.

Der andere Teil der Zielgruppe wird SCOOP.nrw wahrscheinlich nicht nutzen, sondern direkt von den Konzepten profitieren die ich entwickle.
Hier sind die Unternehmen angesprochen, die gerne lokalen Sport für ihr Marketing und den Vertrieb einsetzen möchten. Zum Beispiel bieten sich Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit lokalen Sportvereinen an, zu denen ausschließlich die Kunden eines Unternehmens eingeladen werden, dass auch Sponsor des lokalen Sportvereins ist. Ich nenne das Erlebnis Sponsoring.
Oder aber, eine Sportmannschaft wird nicht nur mit Trikots versorgt, sondern es gibt regelmäßige Berichte zu Spieltagen und besonderen Ereignissen in die der Sponsor mit eingebunden wird. So nutzen mittelständische Unternehmen den Sportverein um positive Geschichten erzählen und mit ihrer Marke verknüpfen zu können.

Ich habe noch unendlich viele Ideen, was sich alles umsetzen lässt. Da freue ich mich ganz besonders drauf!

Wie finden Sponsoren und Vereine zueinander?
Dennis Arntjen/ SCOOP.nrw : Das ist mein Job. Ich entwickle aktuell in zwei Dortmunder Stadtteilen und in einer Nachbarstadt von Dortmund Konzepte in Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Stadtteilmarketing bzw. den Werbegemeinschaften sowie den lokalen Sportvereinen.

Zunächst suche ich mir eine Handvoll Sportvereine die sich beteiligen möchten. Das ist meistens recht einfach, weil die sich über neue Ideen zur Sponsorenakquise freuen.
Im zweiten Schritt binde ich die Werbegemeinschaften ein und hole interessierte Einzelhändler mit an den Tisch.
In dieser Runde wird auch das Mindestbudget verhandelt, dass jeder Händler beitragen muss. Außerdem werden die flankierenden Maßnahmen abgesprochen und festgelegt wie die Vereine die Aktion bewerben um diese für alle Beteiligten zum Erfolg werden zu lassen.

Bei Start der Aktion sollten dann mindestens drei Sportvereine konkrete Projekte präsentieren und möglichst viele Händler aus dem Stadtteil mit an Bord sein. Das funktioniert aber sehr gut und ich bin auf die erste Aktion gespannt!

Lange dauert es nicht mehr, bis wir für einen der drei geplanten Projektstandorte starten können.

Später soll es dann so sein, dass Sportvereine sich selber darum kümmern, Einzelhändler mit ins Boot zu holen. Das stellt dann auch die Skalierbarkeit des Geschäftsmodells sicher. Spätestens wenn die ersten Konzepte außerhalb NRWs durchgeführt werden sollen, ist es wichtig, dass viel Arbeit direkt vor Ort von den Vereinen und Händlern selber geleistet wird. SCOOP.nrw ist in diesen Fällen dann nur noch die technische Grundlage für lokales Sponsoring.

Wie schwierig ist es für gerade für kleinere Vereine geeignete Sponsoren zu finden?
Dennis Arntjen/ SCOOP.nrw : Unglaublich schwierig.

Meiner Meinung nach liegt das daran, dass Sponsoren erkannt haben, dass Trikot- und Bandenwerbung oft nur eine Handvoll Menschen erreicht. Und diese sind dann oft nicht einmal die Zielgruppe die man als Unternehmer gerne erreichen möchte.

Konzepte die das echte Kapital eines Vereins mit einbeziehen sind selten. Wenn es Ansätze in diese Richtung gibt, dann haben Vereine es meistens sehr leicht passende Sponsoren zu finden.

SCOOP wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Dennis Arntjen/ SCOOP.nrw : Das ist sehr schwer zu sagen. Ich befinde mich im Augenblick in der ganz heißen Startphase. Das Feedback zu beiden Teilen meines Geschäftskonzeptes ist super und ich kann mich vor Arbeit nicht retten.
Ob sich das Ganze aber am Ende auch finanziell trägt, hängt von vielen Faktoren ab. Ich bin davon überzeugt, dass es hinhaut.

Wenn alles auf das ich hinarbeite funktioniert, dann sitze ich in fünf Jahren im Kreis eines kleinen aber feinen Teams kreativer Menschen.
Mit dem Standbein Beratung, Konzeptentwicklung und Vermarktung wird SCOOP der Ansprechpartner im Ruhrgebiet sein, der dafür bekannt ist den Breitensport nach vorne zu bringen und immer wieder mit außergewöhnlichen Ideen punktet.
Das Standbein SCOOP.nrw wird als eine der großen Plattformen für die erfolgreiche Vereinsfinanzierung in Deutschland bekannt sein. Wenn ein Sportverein bereit und in der Lage ist, einen interessierten Kreis lokaler Einzelhändler um sich zu versammeln, dann wird SCOOP.nrw das Mittel seiner Wahl sein um Geld von Sponsoren einzusammeln.

Für mich persönlich male ich mir aus, wie es ist das eigene Ding von Anfang bis Ende durchgezogen zu haben. Das muss ein so geiles Gefühl sein, dass ich es mir heute noch gar nicht vorstellen kann. Aber das ist das Ziel!

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Dennis Arntjen für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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