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GetLazy Fabian Krüger

GetLazy Zeit zum Abschalten

Stellen Sie sich doch kurz unseren Lesern vor
Fabian Krüger/GetLazy: Ich bin Fabian, 27 Jahre alt und arbeite als internationaler Projekt-Ingenieur Vollzeit in der Automobilbranche. Vor knapp zwei Jahren habe ich GetLazy offiziell als Nebengewerbe gegründet.

Wie ist die Idee zu GetLazy entstanden?
Fabian Krüger/GetLazy: Während meines Studiums hatte ich die Möglichkeit in Indien unter lokalen Bedingungen für meinen jetzigen Arbeitgeber tätig zu sein. Indien hat viele schöne Seiten, aber auch eine brutale wahre Seite. Diese habe ich selbst erlebt und durfte Einblicke sammeln, die in keinem Hochglanzmagazin zu finden sind. Irgendwann habe ich angefangen mich zu fragen, warum man sich so etwas antut und hier ist.
Nach einem anstrengenden Arbeitstag war es mein Ziel, das Erlebte des Tages zu verarbeiten und abschalten zu können. Immer wenn ich nach Hause gekommen bin, konnte ich durch den Wechsel von Kleidung alles abstreifen, mich zurückziehen und entspannen. Diese Gewohnheit nahm ich nach Deutschland mit und dachte mir: Ich kann nicht der einzige sein,der zuhause abschalten will.

Von der Idee bis zum Start was waren die größten Herausforderungen?
Fabian Krüger/GetLazy: Gründe,sein eigenes Projekt nicht zu anzugehen, findet man genug. Den letzten Anstoß und Motivationstropfen gab mir ein Freund bei einem Bier. Danach war alles neu. Die größte Herausforderung war es, nicht einen unbekannten und steinigen Weg zu gehen. Seine Entscheidungen dabei immer konsequent zu treffen war schwierig. Auf der einen Seite boten sich mir die leichten und günstigen Lösungen und auf der anderen Seite die Lösungen, die ich für mich vertreten kann und mit denen ich mich selbst jeden Morgen im Spiegel anschauen kann.

Wer ist die Zielgruppe von GetLazy?
Fabian Krüger/GetLazy: Jeder, der sich zu Hause wohlfühlen möchte und sich selbst etwas Gutes tun will. Dabei tut er nicht nur sich selbst Gutes, sondern auch seinen Mitmenschen. Transparenz ist uns sehr wichtig. Wir zeigen, woher unsere Kleidung kommt, wer sie macht und welchen Weg sie geht.

Aus welchem Material ist die Hose? Was ist das Besondere an der Hose?
Fabian Krüger/GetLazy: Kennst du das Gefühl von Babykleidung auf der Haut? Die GetLazy Pants ist genau aus diesem Stoff gemacht. Wenn du als Kunde daran denkst, wie angenehm und sanft die Kleidung selbst für die Kleinsten von uns ist, hast du eine Idee wie sich unsere Hose anfühlt. Wir verwenden 100% Biobaumwolle ohne Pestizide oder bedenkliche Chemikalien. Mit dem etwas weiteren und auf Komfort ausgelegten Schnitt erreicht die GetLazy Pant sein bisher unbekanntes Tragegefühl. Das bestätigen uns auch unsere Kunden.

Wo werden die Hosen gefertigt?
Fabian Krüger/GetLazy: Wir wollen nicht einfach made in China oder Bangladesch auf unsere Kleidung schreiben. Seit dem 13.7. kann der Kunde das Design, die Herkunft und den nachhaltigen Schwerpunkt seiner Kleidung selbst wählen. Wir arbeiten mit einer kleinen Näherei aus Indien, einem Betrieb zur Integration von Behinderten in Mauritius und einer Werkstatt zur Integration von sozial benachteiligten Menschen aus Berlin zusammen. Wir haben jeden Lieferanten besucht und ihm in einem ca. 3 minütigen Video die Möglichkeit gegeben sich vorzustellen. Auf Grundlage dieser Videos und detaillierten Beschreibungen kann der Kunde die Herkunft seiner Kleidung selbst bestimmen.

GetLazy wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Fabian Krüger/GetLazy: Wenn ich das wüsste. Im Ernst: Die Vision ist es, dass unser Kunde sein Kleidungsstück selbst entwerfen, auf sich anpassen, die Herkunft und den nachhaltigen Schwerpunkt seiner Kleidung selbst bestimmen kann. Dazu ist unser oben beschriebenes Projekt „Nachhaltige Textile Selbstbestimmung“ der erste Schritt. GetLazy wird in diesem Jahr noch 2 weitere Innovationen im Textilbereich veröffentlichen, die genau dieser Vision folgen.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Fabian Krüger/GetLazy: Das ist schwer zu sagen. GetLazy steckt ja noch in den Kinderschuhen. Aber 2 Dinge hab ich immer wieder bemerkt: 1. Hinterfrage die aktuellen Strukturen. Nur weil etwasschon seit Jahren so läuft, muss es nicht der beste Weg sein. 2. Egal wie viele Rückschläge es gibt, du musst wieder aufstehen und nach einer Lösung suchen. Auch wenn das bedeutet, das Erarbeitete zu überdenken.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Fabian Krüger für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

GetLazy

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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