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Gifbuch – Daumenkino aus deinen Gifs

Gifbuch Gründer Jonathan Roolf es ist wichtig die Idee mit Freunden und Bekannten zu teilen

Wie ist die Idee zu Gifbuch enstanden?
Jonathan Roolf/Gifbuch: In der Agentur schauten wir uns viele Videos an – teils aus Recherchezwecken für die Arbeit – teils privat. Hatte jemand ein interessantes Video baten wir ihn aus Spaß gerne einmal: Er möge es doch bitte ausdrucken, damit wir daran teilhaben können. Irgendwann fiel mir auf, dass da eine Idee hinter steckt. Und da wir uns nebenher ohnehin immer mit absurden Gifs bombardierten war das Medium für die Idee auch schnell gefunden.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?
Jonathan Roolf/Gifbuch: In der Gründungsphase kamen mir neben dem Gifbuch noch weitere Ideen, für die ich jetzt keine Zeit habe, vielleicht später aber einmal. Mit der Firmengründung wollte ich genau diese Ideen schon einmal perspektivisch im Auge behalten. Darüber hinaus: Bezogen auf das Gifbuch schwingen beim Produktverkauf auch immer einige Haftungsrisiken mit. Die sind in einem Unternehmen besser aufgehoben als im Privatem.

Sie haben Gifbuch neben ihrem Angestelltenverhältnis gegründet. Was waren in der Gründungsphase die größten Herausforderungen?
Jonathan Roolf/Gifbuch: Die wahrscheinlich größte Herausforderung war es überhaupt meinem Arbeitgeber zu verdeutlichen, dass ich nur noch 6 Stunden täglich arbeiten möchte. in einer Agentur ist Teilzeit noch etwas unüblicher. Im Projektverlauf musste ich dann lernen mit Dingen, die nicht nach Plan liefen, umzugehen. Probleme und Hindernisse haben mich anfangs emotional stark getroffen.

Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Jonathan Roolf/Gifbuch: Teilt eure Idee mit Freunden und Bekannten so früh ihr könnt. Ich hab das viel zu spät gemacht und deshalb auch zu spät wichtige Hinweise erhalten. Und wenn ihr allen Mut zusammen nehmt dann vielleicht auch mal den Schritt auf eine Bühne zahlreicher Start-Up Events wagen. Da ist sicherlich nicht jede Meinung willkommen, aber das Feedback ist objektiver als von Freunden.
Wenn ihr so risikoscheu seit wie ich, dann haltet das auch überschaubar. Vielleicht muss es auch bei euch nicht 100% Startup sein. Oder eure Idee lässt sich skalieren. Wer beide Gedanken interessant findet, dem empfehle ich einen Blick in das Buch: Solopreneur: Alleine schneller am Ziel.
Zu guter Letzt noch ein Tipp, den ich gerade am eigenen Leib spüre: Plant für die Vermarktung eures Projektes nochmal den gleichen Aufwand ein wie für die Entwicklung .

Wer ist die Zielgruppe von Gifbuch?
Jonathan Roolf/Gifbuch: Mein Fokus lag zunächst auf internetaffinen Jugendlichen. Gamer, Nerds, Geeks und Agenturmitarbeiter im Alter von ungefähr 16 bis 35. Eben alle Menschen die Gifs kennen, teilen und lieben. Völlig außer Acht gelassen hatte ich dabei all diejenigen, die einfach nur Daumenkinos mögen. Das sind sehr viele. Meine Zielgruppe weitet sich plötzlich in alle Richtungen aus. Und von denen gehen jetzt auch fleißig Bestellungen ein.

Wie ist das bisherige Feedback der Kunden?
Jonathan Roolf/Gifbuch: Das Feedback war bisher durchweg positiv. Mich freut besonders, das die Daumenkinos auch für ihre Verarbeitung gelobt werden und nicht nur für den kurzen Gag. Ein guter Mann war bisher nicht zufrieden und das auch schon bevor er sein Exemplar überhaupt erhielt.

Gifbuch wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Jonathan Roolf/Gifbuch: Mein großer Traum ist es einmal eine Ausstellung über Gifs mithilfe des Mediums zu machen. Es gibt zahlreiche Gif-Künstler die oftmals ein wenig im verborgenem Dschungel des Internets ihre Animationen zu schau stellen. Denen möchte ich eine Bühne geben und mit Ihnen gemeinsam einen analogen Bewegtbildraum schmücken.
Aber zunächst einmal backe ich kleinere Brötchen. Die Seite wird ausgebaut und das Angebot erweitert. Die Käufer sollen noch einfacher bei mir ein Daumenkino bestellen können. Links und rechts wird es typische Unternehmensaktivitäten geben. Die PR Arbeit wird steigen, Performance-Marketing eingeführt und ich bereite gerade ein auf B2B Kunden zugeschnittenes Angebot vor.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Jonathan Roolf für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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