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Gini-Team

Gini macht Schluss mit Papierkram

Gini – Dein persönlicher Assistent, der Deinen Papierkram erledigt

Wie ist die Idee zu Gini enstanden?
Michael Maier / Gini : Die Gründer, damals Karlsruher Studenten kurz vor Abschluss, waren schon immer genervt von der Zettelwirtschaft, z.B. bei der Kündigung eines Vertrags, dem Bezahlen von Rechnungen oder der händischen Erledigung der Steuererklärung. Sie träumten damals von einem persönlichen Assistenten, der Ihnen im digitalen Zeitalter den Umgang mit Papier und Leitz-Ordnern ersparte und automatisiert Aufgaben erledigt. Dies waren die Ursprünge, die seither unverändert die Vision des Unternehmens ausmachen.

Wann wurde Gini gegründet?
Michael Maier / Gini : Die ersten Schritte wurden 2010 am KIT in Karlsruhe getätigt, es folgte der Umzug nach München und 2011 die Gründung der GmbH.

Was waren in der Gründungsphase die größten Herausforderungen?
Michael Maier / Gini : Neben der typischen Start-Up Herausforderung wie der Akquise von Finanzmitteln war die Erstellung eines Proof-of-Concepts, der die technische Machbarkeit der bis dato nur im Kopf der Gründer ausgedachten künstlichen Intelligenz unter Beweis stellen sollte, sicherlich die größte Herausforderung. Die Akquise von ersten Mitarbeitern, das rasche Wachstum des Teams, das Etablieren einer Firmenkultur und Installieren eines professionellen Managements sowie das Einwerben von Risikokapital in großem Umfang waren aber sicherlich auch nicht ganz trivial 😉

Können Sie uns Gini kurz vorstellen?
Michael Maier / Gini : Gini bekämpft Papierkram, indem Textdokumente mittels intelligenter Analyse strukturiert und die gewonnenen Informationen für nahtlose Aktionen bereitgestellt werden. Beispiele sind die Foto-Überweisung, mittels derer eine beliebige Papierrechnung (ohne QR-Code o.ä.!) in Sekundenschnelle in einen fertig ausgefüllten Überweisungsträger überführt wird, oder automatisierte Buchhaltungsprozesse. Lästiges Zusammensuchen und händisches Abtippen der Informationen entfällt damit!

Wie funktioniert Gini?
Michael Maier / Gini : Über unsere Programmierschnittstelle (API) können unsere Geschäftskunden und App-Entwickler unstrukturierte Dokumente (bspw. PDF-Rechnungen oder Fotos) in Echtzeit analysieren lassen und bekommen sofort die strukturierten Informationen zurück. Unsere Technologie kann innerhalb weniger Stunden in bestehende Softwarelösungen, bspw. Web-Applikationen oder mobile Apps, eingebaut werden und ist sofort startklar. Dank unserer selbstlernenden Algorithmen erreichen wir eine höchstmögliche Qualität und Exktraktionsraten, ohne dass je ein Mensch die Dokumente einsehen muss. Dies erlaubt gänzlich neue Anwendungsfälle – bspw. die Automatisierung von Rechnungsbegleichungen, Buchhaltungsvorgängen, dem Erstellen von Reisekostenerstattungen oder Vornehmen von Tarifvergleichen!

Wer ist die Zielgruppe von Gini?
Michael Maier / Gini : Primär ist der Einsatz unserer Technologie vor allem in Softwarelösungen für Freiberufler und KMUs interessant. Gerade für diese Kunden sind die Kosten- und Zeiteinsparungen enorm, was ihnen erlaubt den Fokus auf die wichtigen Dinge zu legen. Zeitraubende, repetitive Aufgaben und das händische Abtippen von Informationen fallen somit weg. Aber auch Privatanwender profitieren von innovativen Features, die mit Hilfe von Gini’s Technologie möglich sind, wie z.B. die Fotoüberweisung in Banking-Apps für Rechnungen, Mahnungen und Überweisungsträgern – übrigens in Kürze bspw. in Apps der ING-DiBa zu finden.

Gini konnte auch schon einige Kooperationen mit Unternehmen eingehen. Wie wichtig sind solche Kooperationen für ein Startup Unternehmen?
Michael Maier / Gini : Kooperationen sind gerade in unserem Bereich enorm wichtig. Man erhält dadurch nicht nur Zugang zu einem bestehenden Kundenstamm, sondern beweist als junges Unternehmen auch, dass man das Vertrauen großer Konzerne (in unserem Fall die Deutsche Post und ING-DiBa) gewinnen und sie von der Leistungsfähigkeit und Sicherheit der Technologie überzeugen kann.

Gini ist auf der Langen Nacht der Startups in Berlin. Was versprechen Sie sich von dem Event?
Michael Maier / Gini : Wir freuen uns immer sehr auf den Austausch mit anderen Startups sowie anwesenden Industrieexperten und Entscheidungsträgern etablierter Unternehmen. Wenn man mit Gleichgesinnten zusammenkommt, bestehen immer enorme Möglichkeiten voneinander zu lernen, Kontakte zu knüpfen und neue Kooperationen einzugehen. Wir versuchen möglichst viele solcher Events zu besuchen, auf die Lange Nacht der Startups freuen wir uns aber ganz besonders!

Gini wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Michael Maier / Gini : In 5 Jahren werden wir Millionen von Menschen weltweit von Papierkram „befreit“ haben. Unsere Technologie ist in vielen Softwarelösungen fest verankert und automatisiert zeit- und arbeitsintensive Prozesse, die Informationen aus Dokumenten benötigen. Gini ist in 5 Jahren ein Synonym für den persönlichen Assistenten, der Papierkram magisch erledigt!

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Michael Maier für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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