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Goldburger

Goldburger von glücklichen Kühen

Goldburger – Burger in Bioqualität

Wie ist die Idee zu Goldburger entstanden und wann haben Sie sich gegründet?
Lea Trampenau/ Goldburger: Ich habe ökologische Agrarwissenschaften studiert und meine Diplomarbeit über „Alternative Schlachtverfahren zur Verringerung der Furcht von Rindern“ geschrieben. Im Rahmen der Diplomarbeit bin ich auf einen Landwirt gestoßen der seine Rinder ohne Anwendung von Zwangsmaßnahmen auf der Weide betäubt und tötet und ich durfte dabei sein, wie eine Kuh aus einer Entfernung von etwa 30 cm mit dem Gewehr betäubt wurde. Aufgrund dieser Erfahrung gründete ich das Unternehmen ISS – Innovative Schlachtsysteme und berate noch heute Landwirte, die ihre Tiere auf der Weide töten möchten. Ich halte Seminare ab und Vorträge und verkaufe den Schlachtanhänger der nach den Vorgaben der EU-Hygieneverordnung konstruiert ist und den hygienisch einwandfreien Transport des getöteten Tieres zum Schlachtbetrieb gewährleistet. Weil sich das Verfahren jedoch in einer Nische bewegt, gründete ich im April 2013 den Goldburgerwagen, um eben dieses Fleisch an die Kunden zu verkaufen und das ethische Gedankengut einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

Woher stammen die Rinder für die Burger? Wie wichtig war es für Sie, dass die Rinder nicht herkömmlich geschlachtet werden?
Lea Trampenau/ Goldburger: Die Rinder stammen aus dem Wendland, Landkreis Lüchow-Dannenberg, um Regionalität zu gewährleisten (wir sind in Lüneburg ansässig) und leben das ganze Jahr im Freien. Das die Rinder keinen prämortalen belastungszuständen ausgesetzt sind ist Kernelement unseres Konzeptes und somit der wesentliche Bestandteil des Unternehmens.

Wo kann man die Burger kaufen?
Lea Trampenau/ Goldburger: Wir sind mit dem Goldburgerwagen überwiegend in Hamburg unterwegs, Mittwochs in Ottensen auf dem Spritzenplatz, bei den St. Pauli Heimspielen, auf diversen privaten und öffentlichen veranstaltungen (siehe facebook). Ausserdem auf dem Weihnachtsmarkt in Hamburg Osterstrasse, auf der kulturellen Landpartie im Wendland, auf diversen Festen in und um Lüneburg.

Wer ist die Zielgruppe von Goldburger?
Lea Trampenau/ Goldburger: All jene, denen nicht nur das Wohlergehen der Tiere am Leben liegt, sondern auch die Art der Tötung, nämlich ohne Angst und Stress. Und natürlich auch jene, die unsere Burger einfach gerne essen.

Sie sind einer von vier die es in die erste Sendung „Restaurant Startup “ geschafft haben . Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von der Show?
Lea Trampenau/ Goldburger: Wir wurden zur Sendung eingeladen und haben uns gefreut dabei zu sein. Weil wir aber nicht zwingend nach einem Franchise-Unternehmen streben, haben wir uns nicht allzuviel davon versprochen. Unser bescheidener Wunsch ist ein kleines Restaurant im Lüneburger Raum, welches als Konzept das besondere Fleisch beinhaltet, losgelöst von den Burgern. Eine Expandierung auf andere Städte ist natürlich nicht ausgeschlossen.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch die Show viele Interessenten und auch Medien auf Sie aufmerksam werden?
Lea Trampenau/ Goldburger: Wir freuen uns darüber und sind gespannt was dann kommt!

Ziel ist es, dass einer von den beiden Invostoren investieren. Welchen der Beiden haben Sie als Investor im Fokus?
Lea Trampenau/ Goldburger: Beide sehr nette Persönlichkeiten, allerdings mit einer anderen Fokussierung im Hinblick auf das Investment.

Wie geht es mit Goldburger nach der Show weiter? Welche Ziele haben Sie für die nächsten fünf Jahre?
Lea Trampenau/ Goldburger: Es geht weiter wie bisher, wir schauen uns um nach einem Restaurant aber ohne Eile.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Lea Trampenau für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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