Home / Startup / hoomn schwarzes Brett für unterwegs
hoomn-Founder

hoomn schwarzes Brett für unterwegs

hoomn die lokale interaktive Suchmaschine

Wie ist die Idee zu hoomn entstanden, wann wurde die Firma gegründet und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Manuel Schulze/hoomn : Die Gründungsidee ist auf einem Städtetrip entstanden. Wir haben uns gefragt wie wir am Besten an lokale Tipps kommen, die nicht in einer Touristenfalle enden. Oft haben wir die Erfahrung gemacht, dass die spannendsten Tipps von Menschen kommen die man einfach auf der Straße anspricht. Daher die Idee zu einer standortbezogenen Austauschplattform.

Unsere Vision ist es DIE lokale interaktive Suchmaschine “powered by the crowd” zu sein. Im ersten Schritt haben wir hoomn (=human) wie ein interaktives schwarzes Brett designed. Es gibt eine standortbezogene, öffentliche Pinnwand auf der Fragen, Angebote und Gesuche gepostet werden. Ein anderer User kann dann mit Hilfe eines privaten Chats darauf antworten und die Interaktion kann beginnen!

Darüber hinaus haben wir uns über den allgemeinen Registrierungs-Zwang im Internet und den damit verbundenen Datenstriptease auf quasi jeder existierenden Plattform geärgert. Wenn man einen anderen Menschen irgendwo im realen Leben kennenlernt, dann baut man ja normalerweise auch erst ein Vertrauensverhältnis auf bevor man seine persönlichen Daten weiter gibt. Daher funktioniert hoomn vollständig anonym, es ist keine Registrierung notwendig und es werden somit keine personenbezogenen Daten gesammelt und ausgewertet!

Die Entwicklung von hoomn begann im Frühjahr letzten Jahres . Nach der Gründung der Firma im September 2014 ging es dann richtig in die heiße Phase. Nach einer ausführlichen Beta-Testphase sind wir dann Anfang Februar live gegangen.

In unserem vierköpfigen Gründerteam haben wir eine hervorragende Mischung aus Erfahrung, technischem Know-How und jugendlichem Enthusiasmus.
Tobias ist bereits ein erfahrener Unternehmer und Software-Entwickler. Er hatte die Idee und entwickelte das vollständige Backend. Nach der Entwicklung des ersten Prototypen ist Manuel (Sohn von Tobias) hinzugestoßen, der wiederum Paul und Shahvez an Bord holte. Paul und Manuel haben zusammen in München studiert während Shahvez und Manuel sich während der gemeinsamen Zeit bei Rocket Internet auf den Philippinen kennengelernt haben.

Von der Idee bis zum Start was waren die größten Herausforderungen?
Manuel Schulze/hoomn : Die größte Herausforderung war sicherlich die App übersichtlich und einfach, gleichzeitig aber cool zu gestalten. Ein potentieller Nutzer muss die App innerhalb von wenigen Sekunden verstehen und trotzdem genug Spaß bzw. Nutzen haben, um immer wieder zu kommen. Die zweite große Herausforderung – an der wir immer noch arbeiten – ist es eine kritische Masse an Nutzern in jeder Stadt zu erreichen.

Wer ist die Zielgruppe von hoomn?
Manuel Schulze/hoomn : Grundsätzlich jeder Mensch, der ein Smartphone hat! Allerdings konzentrieren wir uns zu Beginn auf die eher technikaffinen 20-30 Jährigen.

Auf welchen Systemen funktioniert die App, wo kann man sich die App downloaden und wie startet man eine Suche?
Manuel Schulze/hoomn : Aktuell funktioniert die App nur auf Android-Geräten und kann kostenlos im Playstore heruntergeladen werden ( http://bit.ly/hoomnapp ). Voraussichtlich am 25. April launchen wir unsere iOS-Version. Wie oben beschrieben funktioniert die App super simpel, einfach downloaden, eine Frage auf die öffentliche Pinnwand stellen und auf Antworten der anderen User warten.

In welchen Städten funktioniert die App und wie ist das bisherige Feedback der Nutzer?
Manuel Schulze/hoomn : Da wir eine kritische Masse pro Stadt benötigen, konzentrieren wir uns gerade auf die Verbreitung der App in München, Köln und Berlin. Dort ist die Community bereits relativ aktiv und man kriegt auf seine Fragen üblicherweise immer eine Antwort. Das Feedback der Nutzer ist bisher überwiegend positiv – die Einfachheit der App und das schöne Design kommen gut an.

hoomn wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Manuel Schulze/hoomn : In fünf Jahren sind wir hoffentlich global aufgestellt und unserer Vision ein gute Stück nähergekommen. Sprich in den großen Städten auf der Welt kann man mit hoomn jederzeit einen Menschen vor Ort erreichen und eine persönliche Empfehlung, Tipp o.Ä. erhalten.

Zum Schluß welche Tips würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Manuel Schulze/hoomn : Bindet die Kunden bzw. Nutzer so früh wie möglich in die Produktentwicklung mit ein, baut ein sogenanntes “Minimum Viable Product” und dann raus an den Markt! Außerdem würde ich empfehlen sich gut mit anderen Gründern und Mentoren zu vernetzen, viel über seine Idee zu sprechen, Feedback einzuholen und immer ein offenes Ohr für Ratschläge zu haben.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Manuel Schulze für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

Check Also

Rent a Pastor

Rent a Pastor finde den passenden Redner für besondere Anlässe

Was im Januar 2013 klein anfing, ist zu einem riesigen Erfolg geworden. Das junge Startup-Unternehmen - das unter anderem Redner für Hochzeiten und Beerdigungen anbietet - konnte nicht nur seinen Umsatz jedes Jahr mehr als verdoppeln, auch ihre Rednerkartei wuchs innerhalb kürzester Zeit zu einen der größten in Deutschland heran. Das Besondere: alle Beteiligten sind Geistliche.