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Ich bin mein eigener Chef So funktioniert die Existenzgründung

HELPSTER erklärt, welche staatlichen Förderungen den Start in eine berufliche Selbstständigkeit ermöglichen

Neben einer vorrausschauenden Planung benötigt dieses Vorhaben ein gewisses Startkapital. Mit welchen finanziellen Mitteln der Aufbruch in eine unabhängige berufliche Tätigkeit gelingen kann, erläutert das Ratgeber-Portal HELPSTER

Staatliche Hilfen bei Existenzgründung

Der Staat fördert Jungunternehmer wirtschaftlich. Zur Aufnahme oder Ausübung einer selbstständigen, hauptberuflichen Tätigkeit können diese staatliche Darlehen und / oder Zuschüsse bei der Bundesagentur für Arbeit, kurz ARGE beantragen. Die finanzielle Unterstützung ist für die Beschaffung von Sachgütern vorgesehen, die für die Umsetzung der Selbstständigkeit notwendig sind. Die Voraussetzung für eine solche Förderung: Die ARGE muss die geplante Tätigkeit als wirtschaftlich tragfähig bewerten. Unternehmer brauchen daher ein schlüssiges Konzept hinter ihrer Geschäftsidee.

Zur Beantragung dieser Leistungen ist ein „Businessplan“ nötig. Er enthält eine Beschreibung des Existenzgründungsvorhabens, einen Kapitalbedarfs- und Finanzierungsplan, eine Erlös- und Rentabilitätsvorschau sowie eine Stellungnahme einer fachkundigen Stelle, u.a. Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Industrie- und Handelskammern, die die Tragfähigkeit des beruflichen Vorhabens belegt.

Derzeit begrenzt die ARGE die möglichen Zuschüsse auf 5.000 EUR und zahlt diese einmalig oder in monatlichen Raten aus. Einen Rechtsanspruch auf diese Leistungen besteht seit 2011 nicht mehr. Der Antrag muss vor der Aufnahme der eigenständigen Erwerbstätigkeit erfolgen. Bevor es also tatkräftig ans Werk geht ist es die Aufgabe eines Unternehmers, ein detailliertes Konzept auszuarbeiten und alle Chancen und Risiken genauestens und realistisch abzuwägen. Die besten Tipps dazu: http://www.helpster.de/arge-existenzgruendung-so-beantragen-sie-leistungen-fuer-ihre-selbststaendigkeit_157640

Existenzgründerzuschuss vom Arbeitsamt – raus aus der Arbeitslosigkeit?

Jede Existenzgründung erfordert eine unterschiedliche Finanzierung. Braucht man nur ein geringes Startkapital, kann der Kleinkredit die Lösung sein. Doch sind aufwändige Anschaffungen nötig, die Selbstständige neben den allgemeinen Lebenshaltungskosten finanzieren müssen, sind staatlich geförderte Kredite oder Zuschüsse die Alternative. Diese sind zudem steuerfrei und minimieren das persönliche finanzielle Risiko.

Zu den bedeutendsten Förderungen zählt der sogenannte „Existenzgründerzuschuss“ der ARGE. Dieser Zuschuss in Höhe von rund 60% des früheren Nettogehalts zuzüglich Aufwendungen für Sozialabgaben steht allerdings nur Arbeitnehmern in gekündigter Stellung offen, die einen rechtlichen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben. Er sorgt in der Gründungsphase für einen Zeitraum von bis zu 15 Monaten für die Übernahme privater Kosten (Miete, Versicherungen, Lebensmittel etc.)und ermöglicht so ein unbelastetes Engagement für die Selbstständigkeit.

Kosten effizient managen

Ist die berufliche Freiheit einmal angelaufen und die ersten Kunden gewonnen, häufen sich die Einnahmen nicht automatisch auf dem eigenen Konto. Denn vom Bruttoeinkommen müssen zahlreiche Abgaben getätigt werden. Und zwar regelmäßig!

Steuern und Abgaben bei Selbstständigkeit

Abhängig von der Höhe der Betriebseinnahmen setzt das Finanzamt die Einkommenssteuer, auch als Vorauszahlung, sowie den Solidaritätszuschlag fest. Angehörige einer Konfession entrichten zudem die Kirchensteuer. Selbstständige Unternehmer müssen auf jeder Rechnung die Umsatzsteuer ausweisen, diese regelmäßig beim Finanzamt melden und abführen. Die Einordnung der freiberuflichen Tätigkeit klären Selbstständige mit dem Gewerbeamt. Denn gewisse Leistungen erfordern einen Gewerbeschein, der wiederum die Zahlung der Gewerbesteuer mit sich bringt. Zu den betroffenen Wirtschaftszweigen zählen z.B.: die industrielle Fertigung, Handwerk und handwerksnahe Berufe mit Ausnahme künstlerischer Tätigkeiten, der Groß- und Einzelhandel (im weitesten Sinne der Verkauf von Produkten), die Gastronomie und Hotellerie oder haushaltsnahe Dienstleistungen wie Reinigung oder Reparaturen.

Weitere Kosten – Versicherungen und Co.

Selbstständige benötigen eine Kranken- und gesetzliche oder private Rentenversicherung. Sinnvoll sind des Weiteren eine Betriebshaftpflichtversicherung, ein Rechtsschutz und eine Unfallversicherung. Was passiert zudem im Falle einer Krankheit, die eine Erwerbsunfähigkeit mit sich zieht? Eine fundierte, unabhängige Beratung eines Versicherungsfachmannes inklusive einer monatlichen Kostenkalkulation gibt Aufschluss über die individuellen Bedürfnisse und sollte unbedingt in Anspruch genommen werden.

Treten Selbstständige in Berufskammern oder Berufsgenossenschaften ein, werden auch hier Beiträge erhoben. Trotz Kosten bietet ein Steuerberater bei der verpflichtenden Buchhaltung bzw. Einkommenssteuererklärung eine enorme Arbeitserleichterung. So stellen Unternehmer sicher, dass sie alle Fristen des Finanzamtes einhalten. Details auch unter: http://www.helpster.de/abgaben-bei-selbststaendigkeit-wichtige-hinweise-zur-existenzgruendung_53589

Arbeiten im Home-Office – Die Lösung für den Start

Wer seiner selbstständigen Tätigkeit im Home Office nachgehen kann, benötigt das entsprechende technische Arbeitsequipment. Zur Basisausrüstung zählen Computer, Internetanschluss, Telefon und Drucker – bei Bedarf ebenfalls Scanner, Kopier- und Faxgerät. Diese Ausstattung ist, je nach finanziellen Möglichkeiten, auch relativ kostengünstig zu erstehen und kann als Betriebskosten steuerlich geltend gemacht werden.

Bei aller Euphorie: Das Arbeiten in den eigenen vier Wänden erfordert ein hohes Maß an Selbstdisziplin. Ein kurzer Mittagsschlaf, Erledigungen im Haushalt oder auch der Fernseher mögen verführerische Ablenkungen bieten. Mit festen Strukturen und klaren Regeln lässt sich dennoch Job und das Privatleben, vor allem die Betreuung von Kindern, im Home Office gut organisieren.

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Quelle Siccma Media GmbH

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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