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Unternehmensnachricht

In 3 Schritten zur spannenden Unternehmensnachricht

Ob Crowdfunding, Finanzierungsrunde oder der neue CEO: Ein altbewährtes Mittel um Neuigkeiten rund um eine Marke zu verbreiten, ist die klassische Unternehmensnachricht. Doch was für viele erst einmal staubtrocken klingen mag, kann mit den richtigen Mitteln mitreißen. Eine enorme mediale Aufmerksamkeit, die sich insbesondere Startups, aber auch gestandene Unternehmen nur wünschen können, erreichen immer wieder Nachrichten abseits der Norm mit dem gewissen Aha-Effekt. Der Schlüssel, um aus langweiligen Fakten spannende News zu zaubern, liegt dabei im Storytelling. Denn in jeder Marke schlummern zahlreiche spannende Geschichten, die es zu erzählen gilt.

Nora Feist, Geschäftsführerin und Storytelling-Expertin von Mashup Communications, hat drei Tipps zusammengestellt, damit die Unternehmensnachricht sowohl Zielgruppe als auch Journalisten begeistert:

Tipp 1 ­- Zahlen über Zahlen: Data Storytelling als Wegweiser aus dem Zahlen-Nirwana

Eine Drei-Millionen-Finanzierung vom Investor, die 100er Mitarbeitermarke geknackt oder überdurchschnittlich viele Verkäufe im Jahr erzielt – mit Zahlen werden häufig für das Unternehmen selbst große Geschichten geschrieben. Die Herausforderung ist, die Essenz aus dem Übermaß an Informationen herauszufiltern. Diese müssen nicht nur so präsentiert werden, dass sie Kontext liefern, sondern eben auch Verständnis, Emotion und Handeln bewirken. Eines der wohl bekanntesten Beispiele interaktiver Grafiken, die zeigt, was Data Storytelling alles zu bieten hat, kommt von der Berliner Morgenpost. Mit „So tickt Berlin an deiner Linie“ bekamen die Leser einen detaillierten, aber dennoch übersichtlichen Einblick in die Zahlen rund um ihren Kiez – geknüpft an die nächste Haltestelle. Zu Recht bekam das Medium für diese Arbeit den Data Journalism Award verliehen. Doch auch Unternehmen können mit richtig aufbereiteten Zahlen und Fakten nicht nur die Zielgruppe in den Bann ziehen, sondern auch mit den eigenen Erfolgen fesselnde Geschichten erzählen.

Tipp 2 – Emotion vor Buzzwords: Kundennutzen betonen statt Produktfeatures anpreisen

Um Kunden mit einer Unternehmensnachricht anzusprechen, sind es weniger die Produktinformationen, die einen überzeugenden ersten Eindruck hinterlassen. Stattdessen muss der Nutzen ganz klar im Fokus stehen. Die Onlinefotoplattform Pinterest zum Beispiel überzeugte beim Launch mit einem Video, was den potenziellen Usern eben nicht nur die Funktionen erklärte, sondern aufzeigte, dass dank der App Lieblingsrezepte oder auch das nächste DIY-Projekt übersichtlich abgespeichert werden können. Auch der hauseigene Newsroom glänzt so vor allem durch Mitteilungen für die Zielgruppe, wie Wohn- oder Beautytrends. Geschichten eines konkreten, persönlichen Beispiels wirken dabei stärker als gesichtslose Fakten. Generell gilt: Weniger ist mehr. Wer für echte Identifikation beim Kunden sorgen will, verzichtet auf Buzzwords, leere Worthülsen und lange Formulierungen.

Tipp 3 – Die Stimme aus dem Unternehmen: Mitarbeiter bei Erfolgen zu Wort kommen lassen

Mehr noch als in der Consumer-Branche, geht es im B2B-Bereich oder kleinen Unternehmen oft um die persönliche Interaktion zwischen Zielgruppe und Brand. Dass das Vertrauen der Kunden zu den Mitarbeitern aufgebaut wird, ist hier von besonders großer Bedeutung. Denn genau diese Menschen hinter den Kulissen geben der Marke ein Gesicht und knüpfen die emotionale Bindung des Kunden. So eignen sich Geschichten über Persönlichkeiten oder auch kleine und große Heldentaten bestens für eine Unternehmensnachricht. Marken haben hier unzählige Möglichkeiten ihre Mitarbeiter richtig in Szene zu setzen. Der wohl klassischste Weg ist eine Personalmeldung. Doch auch diese muss nicht zwangsläufig langweilig sein.

Bisher überstandene Hürden, kleine und große Erfolgserlebnisse – eben alles, was den neuen Mitarbeiter auszeichnet und ihn auch mit den Werten der Marke verbindet – lassen die News zum echten Storytelling-Clue werden. Und auch in anderen Formaten sollten nicht nur CEO und Top-Manager zu Wort kommen, sondern Stimmen aus den verschiedensten Bereichen. So überraschen Brands nicht nur mit unerwarteten Helden und Perspektiven, sondern werden auch mit wertgeschätzten Mitarbeitern belohnt. So lässt Google zum Beispiel regelmäßig Praktikanten und Mitarbeiter in seinem Blog gleichermaßen Geschichten erzählen. Die Leser lernen also nicht nur die Belegschaft und deren persönliche Erfolge näher kennen, sondern nehmen die Marke und die Gesichter dahinter in sich auf.

Fazit:

Die klassische Unternehmensnachricht kann weit mehr sein als ein bloßes Sammelsurium aus Zahlen, Daten und Fakten. Vielmehr kann hier die Gelegenheit genutzt werden, eine spannende und glaubhafte Markenstory zu erzählen und die Menschen hinter dem Erfolg in den Vordergrund zu rücken. Wichtig ist dabei, sich auf den Kern der Aussage und die eigene Idee zu fokussieren ohne an Persönlichkeit und Emotionalität zu verlieren. Wer dann noch auf leeres Gerede verzichtet und alle Gesichter des Unternehmens zu Wort kommen lässt, garantiert die Lust am Lesen für Journalisten und Zielgruppe zugleich.

Über die Autorin:
Nora Feist ist gemeinsam mit Miriam Rupp Geschäftsführerin von Mashup Communications (www.mashup-communications.dewww.), der Berliner Agentur für PR und Brand Storytelling. Als HR-Verantwortliche konzentriert sie sich auf Employer Branding und sorgt in der Agentur dafür, dass arbeitstechnisch zusammenkommt, was zusammenpasst. Daneben plant und koordiniert die erfahrene Kommunikationsexpertin Vorträge sowie unternehmensinterne Workshops, in denen sie und ihr Team Insights und Inspirationen rund um Markengeschichten auch auf Konferenzen, Panels und Branchentreffen teilen. Mit der Philosophie „Wir lieben es, neue Geschichten zu erzählen“, weckt das 20-köpfige interdisziplinäre Team schlummernde Erzählpotenziale in Unternehmen, die neue Wege gehen.

Bild: pixabay

Quelle Mashup Communications GmbH

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