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ionas Teamfoto Bildquelle WirtschaftsNews
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ionas kompetente Computerhilfe

Private Cloud und IT-Helpdesk für Jedermann von ionas – Ihr Online Assistent

Wie ist die Idee zu ionas entstanden, wann wurde die Firma gegründet und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Ralf Dyllick /ionas : Jeder, der regelmäßig bei Freunden, Bekannten und Verwandten zum Reparieren der Computer herangezogen wurde, kennt wohl diesen Reflex: „Warum schon wieder ich?“ Diese Frage ging Christoph und mir in den letzten Jahren häufig durch den Kopf. Dass wir den Hilfegesuchen trotzdem immer wieder nachgekommen sind, hatte einen ganz einfachen Grund: Wir konnten keine Alternative nennen – zumindest keine, die wir uneingeschränkt empfehlen konnten. ‚Da ist doch eine Nische! ‚, dachten wir, und die Idee für unsere Computerhilfehotline war geboren. Wenig später kam dann noch die komplementäre Idee mit unseren Servern für Heimanwender und kleine Firmen hinzu. Bei den Servern war unsere Motivation auf Basis von einer Handvoll fantastischer Open Source-Dienste private Cloud-Lösungen für Nutzer zu entwickeln, denen selbst die Zeit und/oder die Erfahrung für die Einrichtung und Administration fehlen.
Das Gründerteam sind Christoph und ich. Christoph ist aus meiner Sicht ein absoluter Computertausendsassa. Er hat einfach ein unglaublich breites IT-Wissen und – noch wichtiger – er weiß es anzuwenden. Ich selber sehe meine Stärken auf der kaufmännischen Seite – die macht wiederum Christoph wenig Freude. Unsere Kenntnisse, Fähigkeiten und Neigungen waren also eine gute Ergänzung. Zum Zeitpunkt der Gründung kannten wir uns ja schon eine ganze Weile.
Christoph und ich sind Brüder und wir befanden uns im Frühjahr 2014 beide in einer ähnlichen Situation: Wir sehnten uns nach mehr Selbstbestimmung und neuen Herausforderungen.

Von der Idee bis zum Start was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Ralf Dyllick /ionas : Der Start von ionas war ziemlich holprig. Ich glaube, ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass wir unsere ehemaligen Jobs als Unternehmensberater nicht lange behalten hätten, wenn wir dort so einen Projektstart hingelegt hätten. Zu unserer Verteidigung muss ich aber sagen, dass es weniger Unvermögen sondern vielmehr einfach zu viel auf einmal war. Im Sommer 2014 war das Projekt Unternehmensgründung für Christoph wie für mich einfach nur eines von vielen und wahrscheinlich auch viel zu häufig nicht das Projekt mit der höchsten Priorität. Christoph war gerade zum zweiten Mal Vater geworden und mitten im Umzug von München nach Mainz. Ein Hausumbau mit Verzögerungen kam noch on top. Ich steckte in der Endphase meiner Dissertation, hatte noch die private und öffentliche Verteidigung vor mir und musste ebenfalls meine Rückkehr aus der Schweiz managen. Alles in allem war dies sicher keine optimale Ausgangslage für die Unternehmensgründung.
Glücklicherweise mussten wir uns nicht allzu viel Gedanken um die Finanzierung machen. Das Eigenkapital für die Gründung brachten wir aus unseren Ersparnissen auf. Bis heute sind wir komplett eigenfinanziert. Das ist ein echter Luxus. Außerdem hatten wir beide ja auch schon etwas Erfahrung mit der Unternehmensgründung. Christoph hatte in den Jahren zuvor schon das eine oder andere Unternehmen auf den Weg gebracht und ich hatte mich während meiner Promotion ebenfalls entschieden, die theoretische Forschungsarbeit mit etwas praktischer, unternehmerischer Tätigkeit anzureichern. Das soll aber nicht heißen, dass wir nicht dennoch Fehler gemacht haben. Aber ich glaube, dass wir im Großen und Ganzen unsere ‚Krisensituationen‘ mit kühlem Kopf ganz gut gemanagt haben.

Wer ist die Zielgruppe von ionas?
Ralf Dyllick /ionas : Die zwei Angebote von ionas haben durchaus unterschiedliche Zielgruppen. Für die Leser von United Networker sind die ionas-Server sicher interessant; für die Eltern der Leser wohl eher die Hotline.
Der ionas-Server richtet sich an die, die sich aus der Abhängigkeit von Dropbox, iCloud und Co. befreien wollen, aber nicht über die nötigen IT-Fähigkeiten und/oder Zeit verfügen, um eine private Cloud aufzusetzen und zu administrieren. Dies sind zum einen Privatleute, die aus prinzipiellen Datenschutzgründen Ihre Daten einfach nicht in irgendwelchen (meist amerikanischen) Rechenzentren liegen sehen wollen; dies sind aber auch Unternehmen, die aus unterschiedlichen Gründen vor dem Gang in die Cloud zurückschrecken. Der ionas-Server Small Business ist nicht zuletzt auch mit Blick auf Startups und Gründer entwickelt worden. Die auf ihm installierten Dienste machen ihn zu einer sehr leistungsfähigen IT- und VoIP-Telefonielösung für Teams bis zu 50 Leuten, die dank der fast ausschließlichen Verwendung von Open Source-Software und Standard-Hard unschlagbar günstig ist. Die Einrichtung ist Teil des Paketpreises; Wartung und Support kriegt man natürlich auch von uns.
Mit der Computerhilfehotline richten wir uns an all diejenigen, die die Computernutzung regelmäßig als Herausforderung empfinden und sich einen permanent verfügbaren online Assistenten für die kleinen und großen Computerfragen wünschen. Für diese Leute sind wir da! Der Firmenname ionas steht ja gerade für Ihr Online Assistent. Naturgemäß besteht damit unsere Zielgruppe vor allem aus Angehörigen der Generation 50+. Selbstverständlich steht die Hotline aber auch jedem anderen zur Verfügung. Kleine Unternehmen zum Beispiel, die keinen eigenen Helpdesk haben, können aus einer Zusammenarbeit mit uns Produktivitätsgewinne ziehen.
Manch einer mag die Unterschiedlichkeit der Zielgruppen als Nachteil sehen. Wir sehen vor allem die Synergien zwischen den beiden Bereichen und die Verstärkungseffekte.

Wie funktionieren die ionas-Server? Wie funktioniert die Helpdesk? Welche Kenntnisse sollte man haben?
Ralf Dyllick /ionas : Mit den ionas-Servern erhalten die Käufer ein System mit einem ganzen Strauß an Diensten drauf, einer zentralen Benutzerverwaltung und umfangreichen Sicherheitsfeatures. Von dieser Komplexität soll der Nutzer aber gerade nichts mitbekommen, schließlich richten wir uns Personen und Organisationen, die die entsprechenden IT-Ressourcen nicht haben. Daher ist das System – ähnlich einem Laptop – schon weitgehend vorkonfiguriert, wenn es der Kunde erhält. Der Kunde hat eigentlich nur die drei A’s zu erledigen: Auspacken, Anschließen, Anrufen. Per Telefon und PC-Fernwartung richten wir dann die private Cloud und alle weiteren Dienste nach Kundenwünschen ein. Ein voll vorkonfiguriertes System liefern wir bewusst nicht, weil sich das System nur im Gespräch optimal an die spezifische Kundensituation anpassen lässt.
Unsere Hotline ist ganz einfach zu verwenden und setzt – wie die ionas-Server – keine speziellen Vorkenntnis voraus: Der Hilfesuchende lädt sich das kostenlose TeamViewer QuickSupport-Modul von unserer Webseite, über das wir uns auf den Rechner des Kunden schalten. An seinem Bildschirm kann der Kunde nachvollziehen, was wir machen. Die Abrechnung erfolgt minutengenau per Rechnung am Monatsende. Außerdem erhält jeder Hotline-Kunde von uns auch eine regelmäßige Inspektion seines Computers.

Wieviel kosten die Leistungen von ionas?
Ralf Dyllick /ionas : Der ionas-Server Home kostet €250; der ionas-Server Small Business kostet €1.200 (beides brutto). Wichtig ist: Die ionas-Server sind Gesamtpakete bestehend aus der Hardware, Software und der ’schlüsselfertigen‘ Einrichtung.
Die Hotline-Minute kostet €1,35. Abgerechnet wird nur die effektive Beratungstätigkeit, deren Start und Stopp manuell erfasst und klar an den Kunden im Sinne maximaler Transparenz kommuniziert wird. Auch noch ein kleiner Hinweis: Bei Erstanrufern sind wir normalerweise ziemlich großzügig und machen auch mal eine Beratung komplett kostenlos.

ionas wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Ralf Dyllick /ionas : Unsere Ambition ist es, so vielen computergefrusteten Menschen wie möglich eine wertvolle Unterstützung zu sein. Mit der Hotline wollen wir Qualitätsführer sein, nicht zwangsläufig der größte Anbieter. Mit den ionas-Servern wollen wir eine attraktive Cloud-Lösung ohne Cloud-Abhängigkeit für Jedermann anbieten. Langfristig haben wir die Vision, die Redemokratisierung des Internets zu unterstützen. Wir finden es eine beunruhigende Entwicklung, wenn immer mehr Daten in den Händen von wenigen Konzernen liegen. Weitere Entwicklungen und Produkte zu diesem Zweck werden folgen.
Für eine Aussage über unsere Entwicklung in den nächsten fünf Jahren ist es jedoch zu früh. Wenn wir Jahr 3 überlebt haben und die positive Entwicklung anhält, dann denken wir über die weiteren Jahre nach. Natürlich glauben wir an unseren Erfolg, den Beweis dafür sind wir aber noch schuldig.

Zum Schluß: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Ralf Dyllick /ionas : Zunächst das offensichtliche: Eine ausreichende Kapitalbasis ist das A und O. Nur wenige Startups haben das Glück, innerhalb von 24 Monaten den Break-Even zu erreichen. Die Planungsprämisse muss folglich sein: „Hoffe auf das Beste, plane mit dem Schlimmsten!“ Das heißt nicht, dass man sich sofort in die Arme von externen Geldgebern werfen muss. Nein, aber man muss seine Planung einfach mit Blick auf die verfügbaren Mitteln machen und mit unvorhergesehenen Kosten oder anderen Verzögerungen rechnen.
Wir raten auch jedem Unternehmensgründer, sich auf die Produktentwicklung und den Vertrieb zu fokussieren! Im Backoffice kann ein Startup nur verlieren. Bestes Beispiel: Ich habe an der Uni Accounting im Hauptfach gehabt. Mache ich deswegen bei uns die Buchhaltung? Nein! Ebenso alles rechtliche, designerische und technische. Da baut man sich am besten ein Partnernetzwerk auf. Bei anderen Startups nach Empfehlungen fragen, kann auf jeden Fall nicht schaden.

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Wir bedanken uns bei Ralf Dyllick für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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