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Wichtig ist es, durchzuziehen und nicht aufzugeben

jobify Job-Matching für Studierende und Young Professionals

Wie ist die Idee zu jobify entstanden?
Damals als ich mein Studium beendet habe, bin ich auf Jobsuche gegangen. Die Suche hat sich jedoch als wahnsinnig schwer erwiesen. Ich wollte einen Job der zu mir passt und mich erfüllt. Die herkömmlichen Jobbörsen haben mir das einfach nicht sagen können. So habe ich mich gemeinsam mit meinem Mitgründer Stefan Schabernak dazu entschieden, ein Produkt zu entwickeln das dieser Herausforderung gewachsen ist. Gemeinsam blicken wir zurück auf 10 Jahre gemeinsames Gründen und haben uns inhaltlich zu Experten im Bereich Berufsorientierung, Berufseinstieg und Generation Y entwickelt.

Mit jobify gehen wir den nächsten Schritt und passen Jobsuche und Recruiting technologisch und inhaltlich auf die Anforderungen des 21. Jahrhunderts an.

Welche Vision steckt hinter jobify?
Mit jobify finden wir individualisierte Job-Vorschläge, die mit einer hohen Wahrscheinlichkeit zum Jobsuchenden persönlich passen. Qualifikationen und Skills sind wichtig, werden aber durch weitere Faktoren wie Persönlichkeit, Potenziale und die Passung zur Unternehmenskultur ergänzt. Wir wollen mit jobify die Art, wie junge Leute einen Job finden, komplett auf den Kopf stellen: Weg vom bloßen Lebenslauf und Motivationsschreiben hin zur Betrachtung der Person als Ganzes. Wie bereits in allen vorherigen Gründungen und Projekten gilt auch bei jobify als oberstes Ziel: Den Status Quo verbessern und einen gesellschaftlichen Mehrwert schaffen.

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Insbesondere zu Beginn war die Umsetzung nicht einfach. Mit einem Team von vier Leuten sind wir voller Erwartungen in die Konzeption und Algortihmusentwicklung gestartet. Kurze Zeit später konnten wir dann unseren ersten Investor für uns gewinnen: Der Startschuss für die Umsetzung des Konzepts.

Insgesamt hat es über ein Jahr gedauert, bis wir nach endlosen Tests unser Herzstück, den Algorithmus, eingebettet in einer Webapplikation, live schalten konnten. Im Herbst 2017 konnten wir dann endlich die ersten Nutzer und Unternehmen bei jobify willkommen heißen.
Eine der größten Herausforderung war es, Relevanz im Markt zu erreichen. Den Nutzern fällt es immer schwer sich auf neue Dinge einzulassen.

Diese Zeit haben wir mittlerweile gut überwunden und haben viele Kandidaten und namhafte Unternehmen auf der Plattform.

Wer ist die Zielgruppe von jobify?
Die Zielgruppe von jobify sind Akademiker und Young Professionals auf Jobsuche aus allen Fachbereichen. Eine weitere Zielgruppe sind Unternehmen, die auf der Suche nach Fachkräften sind. Da ist alles dabei, vom Start-Up bis große internationale Konzerne.

Wie funktioniert jobify?
Das jobify Matching-Verfahren wird über eine Web-Applikation zugänglich gemacht, auf der die Zielgruppen Profile erstellen und anschließend ihre „Matches“ einsehen können. Jeder Match hat einen Score, der sich aus der aggregierten Übereinstimmungen innerhalb unserer vier Matching-Kategorien Qualifikationen, Anforderungen der Bewerber, Persönlichkeit und Entwicklungspotenzial errechnet.

Welche Vorteile bietet jobify? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?
Einerseits helfen wir kleinen und mittelständischen Unternehmen geeignete Bewerber zu finden, da das Matching auf unserer Webseite unabhängig von der Betriebsgröße den Grad der Übereinstimmung der Stelle mit den persönlichen Erwartungen des Bewerbers angibt. Auf der anderen Seite helfen wir mit unserem ausführlichen Fragebogen den Bewerbern der Generation Y intensiv darüber nachzudenken, was sie sich von ihrem künftigen Job erwarten, welche Voraussetzungen das Unternehmen bieten muss und welche Aufgaben sie wie ausführen möchten.

Entgegen dem Trend haben wir uns gegen die Verwendung semantischer Matching-Verfahren entschieden

Stattdessen werden sämtliche Informationen strukturiert über interaktive und situative Frageprozesse erhoben. Wo es sinnvoll ist basieren die Erhebungs- und Auswertungsmethoden zudem auf wissenschaftlich etablierten Verfahren wie „Big Five“.

jobify, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In 5 Jahren wird jobify die erste Anlaufstelle für alle jungen Menschen sein, die sich beruflich orientieren – Ganz gleich ob für Ausbildung, Studium, Praktikum oder Vollzeitstelle. jobify wird die Lösung, wenn es um die effektive Nachwuchsgewinnung geht – Schnell, objektiv und unabhängig von der Bekanntheit der Employer Brand. Der bevorstehende Fachkräftemangel ist nur ein weiterer Grund mit Job-Matching dafür zu sorgen, dass Arbeitnehmer und Arbeitgeber sinnvoll zueinander finden. Der Binnenmarkt Europa kann hier langfristig als Quelle dienen und auch hier muss es möglich sein, durch intelligente Prozesse möglichst schnell vakante Stellen gut zu besetzten.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Man muss wirklich gründen wollen: Es ist schön sein eigener Chef zu sein, das ist aber auch immer mit gewissen Risiken verbunden. Das sollte einem bewusst sein.
Man sollte wirklich von seiner Idee überzeugt sein, denn es muss viel Zeit und Energie aufgewendet werden, um ein Unternehmen zu führen. Wenn man für seine Idee nicht brennt, kann das schnell zu viel werden und die Motivation lässt nach.
Man muss sich klar machen, dass nicht immer alles einfach sein wird. Es wird schwierige Phasen geben. Wichtig ist es, durchzuziehen und nicht aufzugeben. Es gibt für alles eine Lösung.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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