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Jurato Rechtsberatung einfach und kostengünstig

Jurato ist eine Online-Plattform für die unkomplizierte Vermittlung und Verwaltung von Rechtsfällen

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Jurato doch kurz vor!
Mein Name ist Philipp v. Bülow. Ich bin Mitgründer und gleichzeitig auch Geschäftsführer bei Jurato. Im Anschluss an mein BWL-Studium in Berlin habe ich zwei Masterstudiengänge an der Copenhagen Business School sowie der Bocconi Universität Mailand absolviert. Später habe ich unter anderem als Entrepreneur bei Kids & Trees in Madrid gearbeitet und baute Glossybox mit auf.

Jurato ist eine Online-Plattform für die unkomplizierte Vermittlung und Verwaltung von Rechtsfällen. Beide Parteien wickeln die Rechtsberatung über die Online-Akte von Jurato ab, kommunizieren per Video-, Voice- und Textchat und tauschen relevante Dokumente aus. Der Anwalt bezahlt für die Nutzung der Plattform eine monatliche Gebühr; für den Mandanten ist die Nutzung von Jurato kostenlos. Ebenso werden Beratungspakete angeboten, die eine konkrete Beratungsleistung zum Festpreis anbieten – schnellentschlossene Mandanten sparen damit Zeit, da das vorherige Einholen von Angeboten wegfällt.

Wie ist die Idee zu Jurato entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Ich saß mit dem Rechtsanwalt Dr. Philipp Venohr bei einem Kaffee zusammen und wir unterhielten uns über einen Freund, der ein rechtliches Problem hatte, aber sich letztlich davor scheute, einen Rechtsanwalt zu beauftragen. Schnell waren wir einer Meinung, dass der Rechtsberatungsmarkt weitestgehend intransparent ist. Zum einen ist es für Mandanten schwierig, den passenden Rechtsanwalt für einen speziellen Fall zu beauftragen, zum anderen sind die entstehenden Kosten ungewiss.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Es fiel uns anfänglich schwer, die ersten Investoren von uns zu überzeugen, da der Rechtsmarkt noch wenig digitalisiert wurde. Ebenso war es eine Herausforderung, Rechtsanwälte für unser Produkt zu gewinnen. Viele Rechtsanwälte verstehen ihre Berufung konservativ. Es bedarf einer Menge Überzeugungsarbeit, um Sie für neue, digitale Konzepte zu begeistern.
Unsere Starthilfe war in jedem Fall, dass Jurato Teil des ProSiebenSat.1 Accelerators 2013 in München wurde. Dadurch haben wir zunächst 25.000 € bekommen. Dazu kam auch noch hilfreiche Unterstützung von Experten. Inzwischen haben wir weitere bekannte Investoren von Jurato überzeugt u.a. den Ebner Verlag aus Ulm und einen Business Angel aus einer internationalen Wirtschaftskanzlei.

Welche Rechtsgebiete werden von Ihnen abgedeckt?
Wir haben uns nicht auf ein bestimmtes Rechtsgebiet beschränkt. Die angemeldeten Anwälte auf Jurato sind für die unterschiedlichsten Rechtsthemen spezialisiert. Das reicht von Agrarrecht bishin zu Zwangsvollstreckungsrecht.

Welche Vorteile hat der Anwalt?
Über Jurato können Anwälte Mandanten überregional und auch von unterwegs akquirieren. Ihnen wird die Gefahr eines Honorarausfalls abgenommen, da Mandanten die Beratungsleistung im Voraus zahlen. Zudem können Rechtsanwälte durch unser modernes Kanzleimanagement (Online Kanzlei mit einem Video-, Text- und Voicechat, einem internen Bezahlsystem, einem Online-Akten-System, einer Kundenkartei, einer Terminfunktion etc.) schneller und organisierter arbeiten.

Welche Vorteile haben die Mandanten?
Mandanten erhalten auf ihre geschilderten Rechtsprobleme Beratungsangebote von Anwälten, die in Ruhe verglichen und letztlich ausgewählt werden können. Besonders transparent wird die Anwaltsbeauftragung durch vorher festgelegte Kosten. Zudem entsteht für die Mandanten keine Vermittlungsgebühr. Es muss nur das Honorar des Rechtsanwalts gezahlt werden. Nach der Beauftragung können Anwalt und Mandant sicher und unkompliziert über die Online-Akte kommunizieren.

Mit Jurato Pro sprechen Sie Gründer und Startup Unternehmen an. Warum ist es gerade für Startups und Gründer wichtig sich bei rechtlichen Fragen an einen Anwalt zu wenden?
Besonders in der Gründungsphase und der Zeit nach einer erfolgreichen Gründung stolpern viele Unternehmen unnötig über rechtliche Probleme. Dabei geht es Unternehmen selten nur um eine ausschließliche Rechtsfrage oder ein bestimmtes Problem, sondern vielmehr den Bedarf, dauerhaft einen Anwalt an ihrer Seite zu wissen und konsultieren zu können.

Welchen Service bieten Sie dem Gründer?
Jurato bietet Gründern überregionale Rechtsberatung durch qualifizierte Rechtsanwälte. Gründer und Start-ups bleiben dabei zeitlich flexibel, passend zu jedem Tagesablauf. Zudem kann mit den Rechtsanwälten schnell über Voice-, Video- und Textchat kommuniziert werden.

Wie viel kostet der Service?
Jurato Pro bietet als neues B2B Angebot verschiedene Mitgliedschaften, um den vielfältigen Bedürfnissen von Unternehmen und Start-ups in diesem Punkt gerecht zu werden. Die Mitgliedschaften Solo, Premium und Accelerate unterscheiden sich in ihrem Beratungsumfang und können über verschiedene Laufzeiten zwischen einem Monat und einem Jahr gebucht werden. Die Solo-Mitgliedschaft kostet zum Beispiel 89 € (bei einer Laufzeit von nur einem Monat). Innerhalb des gebuchten Beratungskontingents können die Mandanten ihren persönlichen Rechtsanwalt jederzeit zu Rate ziehen.

Jurato, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Unser Ziel ist, dass sich die Marke Jurato in Deutschland weiter etabliert und als Vergleichsportal für Anwaltsdienstleistungen wahrgenommen wird. Zudem soll Jurato Pro funktional ausgebaut und bekannter werden. In 5 Jahren sehe ich mich immer noch als Geschäftsführer bei Jurato mit der Vision, neue Märkte in Europa zu erschließen.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Wer als Gründer erfolgreich sein möchte, darf nicht vorzeitig aufgeben bzw. muss in schlechten Zeiten die Zähne zusammenbeißen können. Durststrecken gibt es bei jeder Unternehmung, die es zu überwinden gilt. Passend ist dazu der alte Bülow’sche Familienspruch „Nil desperandum“ (niemals verzweifeln). Zudem sollten Gründer nicht voreilig an Investoren herantreten. Der Zeitpunkt, an dem die Plattform steht und man erste konkrete Zahlen vorlegen kann, ist oftmals sinnvoller.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Philipp v. Bülow für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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