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KAPE SKATEBOARDS DHDL
KAPE SKATEBOARDS © VOX/ Bernd-Michael Maurer

Kann Peter Karacsonyi die Löwen für Kape Skateboards gewinnen?

Kape Skateboards -Boards aus hochwertigen Materialien

Stellen Sie sich doch bitte Kurz unseren Lesern vor!
Peter Karacsonyi /Kape Skateboards : Mein Name ist Peter Karacsonyi, ich bin 22 und wurde in bereits sehr jungem Alter in Wels geboren. 2005 fing ich zum Skateboarden an. Als ich mir nach ein paar Jahren exzessiven Stürzens eingestanden habe, dass es mit der Profikarriere wohl nichts wird, habe ich mich dazu entschlossen Sportgerätetechnik zu studieren und die besten Skateboard Decks der Welt zu entwickeln. Daraus entstand Kape Skateboards.

Wie sind Sie auf die Idee zu Kape Skateboards und wie lange hat es gedauert von der Idee bis zum fertigen Produkt?
Peter Karacsonyi /Kape Skateboards : Ich war immer schon Sportbegeistert und habe Entwicklungen im Sportgerätebau stets verfolgt. Man muss nur einen Tennischläger von heute mit dem vor 30 Jahren vergleichen. Da sind Welten dazwischen! Bei Skateboards hat sich ausser der Form kaum was verändert und das hat mich geärgert. Ich dachte mir: „Das kann doch nicht so schwer sein ein gscheites Brettl zu bauen“. Ich lag sehr falsch. Skateboards zu bauen ist extrem aufwendig und komplex. Die ersten Versuche waren ein Desaster. Es gibt jedoch keine Infos in Büchern oder im Netzt wie man High End Skateboard Decks baut, also hab ich mir sehr viel wissen aus dem Boots und Flugzeugbau angeeignet. Um ein besseres Verständnis für Mechanik, Physik und Materialwissenschaften zu erlangen, begann ich 2013 Sportgerätetechnik zu studieren. Anfangs baute ich Decks nur für mich, doch als meine Freunde sahen wie gut meine Boards waren, entstand schnell Nachfrage in ganz Österreich. Um legal ein paar Decks verkaufen zu können, meldete ich ein Gewerbe an. Eins führte zum anderen und jetzt bin ich ein Kandidat bei Die Höhle Der Löwen. Ist für mich eigentlich kaum zu glauben.
Vom ersten Deck bis zum fertigen Produkt hat es etwa ein Jahr gedauert. Ich lerne aber täglich dazu. Der Entwicklungsprozess wird nie ein Ende haben. Wäre er irgendwann zu Ende würden wir heute noch mit Windwos 98 arbeiten.

Welches waren die Größten Herausforderungen für Sie beim Start von Kape Skateboards?
Peter Karacsonyi /Kape Skateboards : Die größten Herausforderungen lagen zunächst im Bau einer Presse und einer Form. Ich habe bereits mit 15 Skateboardfirmen angeschrieben ob sie mir ihre alten Formen verkaufen wollten. Niemand wollte mir weiterhelfen. 2013 beschloss ich es einfach selbst zu machen. Mein Vater hat mich dabei sehr unterstützt. Seither liegen die größten Herausforderungen im Detail. Ich muss mir dauernd etwas einfallen lassen um kleinere Probleme zu beseitigen. Auch das bestellen von Materialien ist eine Kunst für sich. Es gibt 10000 verschiedene Klebstoffarten, woher weiß ich welcher der richtige ist? Und das geht weiter übers Holz bis hin zum Carbon. Über die Jahre habe ich mir Connections zu führende Experten in dessen Gebiet aufbauen können, das hat mir viel geholfen.

Wer ist die Zielgruppe von Kape Skateboards?
Peter Karacsonyi /Kape Skateboards : Die Zielgruppe von Kape sind Leute die gerne Skateboardfahren und es satt haben dass herkömmliche Boards in wenigen Tagen die Spannung und den Pop verlieren. Skater denen normale Boards dauernd brechen. Skater die mehr Pop unter den Füßen haben wollen damit sie ihre Tricks höher und kontrollierter durchführen zu können.
Ich baue auch Cruiser-Decks die nur zum fahren geeignet sind. Das ist zurzeit sehr modern und spricht auch mehr Leute an. Kleidung von Kape gibt es auch, meine Zielgruppe ist also sehr weit gefächert.

Was ist das Besondere an den Kape Skateboards?
Peter Karacsonyi /Kape Skateboards : Das besondere an Kape Skateboards ist die Konstruktion. Ich verwende Bambus, Ahorn, Epoxidharz und Carbon. Herkömmliche Boards bestehen aus 7 Schichten Ahorn. Diese sind Verbrauchsartikel die keinen Langfristigen Spass erlauben da ein neues Standard-Deck nur 1-2 Tage die volle Spannung und Pop behält. Danach gehts steil bergab.
Bei Kape decks kostet alleine der Klebstoff so viel wie ein fertiges Deck aus China. Hinzu kommt das teure Carbon was sehr Formstabil leicht und steif ist. Gemixt mit dem stabilen und flexiblen Bambus entsteht ein Deck, das alle anderen Boards in den Schatten stellt und sogar nach Monaten den Pop nicht verloren hat. Auch die Anordnung der verschiedenen Materialien ist weltweit einzigartig. Kape Decks sind dort besonders verstärkt, wo die größten Belastungen auftreten.
Kurz gesagt: meine Decks sind stabiler, haben viel mehr Pop und halten diesen ewig. Sie fühlen sich ganz anders an als herkömmliche Boards, was eine kurze Eingewöhnungsphase erfordert. 80-90 Prozent meiner Kunden meinen aber dass sie keine normalen Boards mehr Fahren wollen/können nachdem sie Kape gefahren sind.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für Die Höhle der Löwen zu bewerben?
Peter Karacsonyi /Kape Skateboards: Das lustige ist dass ich mich nicht für DHDL beworben habe, ich wurde angerufen und man hat mich gefragt ob ich interesse hätte. Das hat mich sehr überrascht. Im positiven.

Frank Thelen testet das Skateboard
Frank Thelen testet das Skateboard

Wie haben Sie sich auf die Show vorbereitet?
Peter Karacsonyi /Kape Skateboards: Ich hatte keine besondere Strategie oder hab mich auch nicht speziell vorbeitet für die Show. Mein Produkt und den Markt kenne ich. Ich weiß dass meine Decks besser sind als der Rest. Was die Investoren von mir oder meinen Decks halten kann ich nicht beeinflussen. Ich bin ohne Erwartungen hingefahren und hab mich auf das Gespräch mit den Investoren gefreut da ich jeden von ihnen bewundere und viel von ihnen lernen kann.
Was mich jedoch sehr gestresst hat war, dass ich den Trick, den ich am Anfang mache nicht versauen wollte. Das wäre ziemlich peinlich gewesen.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen das es in die Show „ die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von der Show?
Peter Karacsonyi /Kape Skateboards: Es ehrt und motiviert mich sehr dass ich mit Kape als einer von wenigen Unternehmen bei DHDL dabei bin. Davor musste ich meine Zeit immer sparsam auf Kape und das Studium aufteilen. Ich hasste das. Wenn ich etwas mache dann zu 100%. Alle um mich herum wollten dass ich mein Studium zu Ende bringe und nebenbei Kape mache. So etwas interessiert mich aber nicht, entweder ganz oder gar nicht. Ich habe ausserdem nach ein paar Semestern bemerkt dass das Studium nicht in die Richtung geht wie ich es mir erhofft hatte. Nur zu studieren damit man einen Titel hat ergibt für mich keinen Sinn. Die Höhle der Löwen hat mir den Anstoß gegeben meinen Mut zusammen zu nehmen und den Schritt zu wagen das Studium abzubrechen und mich zu 100% Kape zu widmen. Von Wien, wo ich ein cooles Studentenleben führte, wegziehen und wieder zuhause bei meinen Eltern in Thalheim einzuziehen.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Jungunternehmer? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch die Show viele Interessenten und auch Medien
auf Sie aufmerksam werden?
Peter Karacsonyi /Kape Skateboards: Für mich ist es ein extrem großer Schritt bei DHDL dabei zu sein. Eine Vielzahl von Interesstenten und Medien wird auf Kape aufmerksam. So eine Chance hat man wohl nur einmal im Leben und diese will ich auch nutzen. Diesen Schwung von Aufmerksamkeit sehe ich als einen erleichterten Start mein Unternehmen erfolgreich zu machen.
Wenn ich jetzt weiterstudieren würde und nicht alles für Kape gebe stehe ich in ein paar Jahren mit einem Diplom in der Hand da und sag:“ Hey Kape gibts immer noch, mag jemand ein Deck kaufen?“ und es würde den Großteil nicht mehr interessieren. Der Zug wäre wahrscheinlich abgefahren.

Ziel der Show „ Die Höhle der Löwen “ ist es, das die Löwen investieren und der Deal zustande kommt. Welchen der Löwen haben Sie als Investor im Fokus?
Peter Karacsonyi /Kape Skateboards : Frank Thelen ist selber begeisterter Skateboarder. Ich weiß dass er Skateboarden nicht nur als Geschäftsmodell sieht sondern auch als eine Leidenschaft und deswegen wäre er meine erste Wahl obwohl ich auch den Jochen sehr cool finde.

Wie geht es mit Kape Skateboards nach der Show weiter, sollte der Deal zustande kommen? Und wie, wenn es keinen Deal gibt?
Peter Karacsonyi /Kape Skateboards : Sollte der Deal zustande kommen freue ich mich vom Meister zu lernen was Unternehmensaufbau angeht. Ich habe davon eigentlich nicht viel Ahnung und müsste es mir selber beibringen. Mit dem Geld würde ich mehr Maschinen und Materialien kaufen. Wenn ich den Deal nicht bekomme, geht es weiter wie bisher. Es würde lediglich länger dauern dass Kape größer wird. Im Endeffekt würde es aber sehr ähnlich weitergehen egal ob ich den Deal bekomme oder nicht: Ich würde weiterhin die hochqualitatiefsten Skateboards bauen. Ändern würde sich nur der Maßstab.

Wo sehen Sie sich in den nächsten fünf Jahren?
Peter Karacsonyi /Kape Skateboards: In fünf Jahren sehe ich Kape als etablierte Marke von denen Skater auf der ganzen Welt sagen:“Wenn du ein wirklich gutes Board willst, kauf dir ein Kape“.

Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Peter Karacsonyi /Kape Skateboards : Ich befinde mich ja selbst noch in den Kinderschuhen was Gründertum angeht und möchte desshalb auch nicht großartige Tips aussprechen. Was ich angehenden Gründern aber sagen möchte ist, redet nicht nur, macht! Viele haben gute Ideen, sie sind aber alle wertlos wenn man nur darüber redet und nichts tut.

Bilder © VOX/ Bernd-Michael Maurer

KAPE SKATEBOARDS ist am Dienstag den 18.08.2015 in DHDL um 20.15 auf VOX zu sehen

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Peter Karacsonyi für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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