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Knueppelknifte

Knueppelknifte Stockbrot mal anders

Knueppelknifte- Lagerfeuerromantik in der Stadt

Stockbrot, wer kennt es nicht, wer hat nicht irgendwann an einem Lagerfeuer seinen Stock mit Brotteig ins lodernde Feuer gehalten. Die Jungunternehmer Florian Hermann und Erik Schwarzer haben sich getraut, das Stockbrot, sinnigerweise „ Knueppelknifte “ geheißen, salonfähig zu machen. In ihrem Restaurant „ Knueppelknifte “ im Bermuda3eck Bochum (das Bermuda3eck sind über 80 Restaurants) haben die Gäste Lagerfeuerromantik in nobler Athmosphäre. Im Interview stellt sich Erik Schwarzer den Fragen des UNITEDNETWORKER.

Stockbrot im Restaurant hört sich sehr speziell an. Wie kamen Sie auf diese Idee?
Erik Schwarzer / Knueppelknifte : „Ich leite seit vielen Jahren Jugendfreizeiten in seinem Sportverein. Auf so einer Fahrt ist die Idee dann tatsächlich am Lagerfeuer entstanden. Als ich Florian davon erzählte, war er sofort Feuer und Flamme für Knüppelknifte. Wir haben unser Start up dann vor fast sechs Jahren gegründet. Die Idee dahinter war ganz einfach: Wir wollten Lagerfeuerromantik und Kindheitserinnerungen in der Stadt erlebbar machen und dabei die negativen Aspekte ausmerzen. Denn in der verklärten Erinnerung, vergisst man gern, dass das Stockbrot früher oft außen schwarz und innen noch roh war, man nach Feuer stank und man zudem noch einen kalten Hintern bekam. Kurz: Wir mussten Stockbrot salonfähig machen “

Wie ist die Akzeptanz im Bochumer Bermuda3eck?
Erik Schwarzer / Knueppelknifte : 62 Reservierungen in der Woche vom 25. bis 30. August. Wir haben aus Platzgründen derzeitig nur 10 Tische und Öffnungszeiten von 17 bis 22 Uhr. Wir können also sagen, dass es ganz gut ankommt.

Welche Menschen sind die typischen Besucher Ihres Restaurants?
Erik Schwarzer / Knueppelknifte : Wir haben keine typische Zielgruppe. Unsere Besucher setzen sich zusammen aus Jugendgruppen, Familien mit Kindern, Großeltern mit Enkeln, Ausflugsgruppen, die typischen Kegelverein-Ausflügler, Pärchen beim ersten Date und Gäste, die einfach mal was anderes erleben wollen. Auffallend ist, dass deutlich mehr Frauen unser Angebot nutzen. Gerade für Männer sollte sich daher ein Abstecher zur Knüppelknifte lohnen.

Sind die Bratstation, der „Kniftenknüppel“ und die Brotlinge eigene Erfindungen von Ihnen?
Erik Schwarzer / Knueppelknifte : Ja. Das Projekt „Knüppelknifte“ stammt komplett von Florian und mir. Natürlich haben wir uns in vielen Bereichen kompetente Hilfe geholt. So hat uns z.B. Sternekoch Björn Freitag während der Entwicklung den ein oder anderen Tipp gegeben und für unser kommendes Brot & Wein Event am 04.September das Menü geschrieben (Infos und Reservierung auf www.knüppelknifte.de). Auch die Brotlinge – die rohen Teigplatten, die später gefüllt und um den Knüppel gewickelt werden – wurden in Zusammenarbeit mit einer großen Essener Bäckerei entwickelt. Die ersten Tische haben wir jedoch noch selbst nachts in Uniwerkstätten geschweißt. Genau wie das eigentliche Konzept, CI, Marketing und die Herstellung der Containergastronomie und spezieller Werkzeuge für Knüppelknifte komplett autodidaktisch von uns erstellt wurden.

Ist Ihr Kompaktsystem auch für andere Gastronomen oder Imbissbetreiber erhältlich?
Erik Schwarzer / Knueppelknifte : Natürlich. Das Restaurant im Bermuda3eck ist für uns so etwas wie ein Versuchslabor. Knüppelknifte ist ein Franchise-System mit unterschiedlichen Optionen. Wir können das System alleinstehend anbieten, aber auch ergänzend – z.B. für Außengastronomien oder Biergärten. Bevor wir die Knüppelknifte jedoch vertreiben wollten, mussten wir die Markttauglichkeit testen und sehen, ob das System überhaupt angenommen wird und wirtschaftlich rentabel ist.

Ist die Ausrüstung auch für den heimischen Gebrauch erhältlich?
Erik Schwarzer / Knueppelknifte : Derzeitig sind wir noch nicht so weit. Um unsere Systeme für den Privatgebrauch interessant zu machen, muss das ganze Prinzip erst einmal bekannt werden. Ohne eine Gastronomie in der man das ganze ausprobieren kann und kennenlernt, ist der Vertrieb unserer Tische in etwa so, als würde man versuchen eine Reismatte an jemanden zu verkaufen der noch nie in seinem Leben Sushi gegessen hat. Mit dem Unterschied, dass die Investition in eines unserer Systeme derzeitig noch etwas höher ist als die in eine Reismatte. Langfristig ist jedoch der Vertrieb unserer Brennersysteme sicherlich ein interessanter Schritt.

Sie sind eins der wenigen Startup Unternehmen, das es in die Show „ Die Höhle der Löwen “ geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von der Show?
Erik Schwarzer / Knueppelknifte : Neben einem möglichen Investment der Show versprechen wir uns natürlich einen hohen Marketingwert für unser Konzept. Auch wenn wir derzeitig leider gar nicht in der Lage sind noch mehr Gäste aufzunehmen. Leider ist die Ausstrahlung durch die Fußball WM recht weit in den Spätsommer gerutscht, weshalb der erhoffte Werbeeffekt durch die Show im Hochsommer leider ausgeblieben ist.
Natürlich wäre es für den Fall, dass wir keinen Deal mit den Löwen machen für uns wünschenswert, dass sich durch die Show dennoch Interessenten an unserem System oder einem Investment melden.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Jungunternehmer? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch die Show viele Interessenten und auch Medien auf Sie aufmerksam werden?
Erik Schwarzer / Knueppelknifte : Es ist sehr schön zu sehen wie hoch das Interesse an unserem Konzept ist. Wir haben klare Vorstellungen für die Zukunft von Knüppelknifte, auch aus dem Grund, dass wir bereits viele Jahre an unserem Konzept arbeiten. Daher werden wir uns trotz des großen Reizes schnelles Geld zu machen nicht auf Deals einlassen, die unser Produkt verfälschen oder uns zu große Entbehrungen abverlangen. „Die Höhle der Löwen“ ist für uns eine große Chance, die wir jedoch nicht von einem Deal abhängig machen.

Ziel der Show „ Die Höhle der Löwen “ ist es, dass die Löwen investieren und der Deal zustande kommt. Welchen der Löwen haben sie als Investor im Fokus?
Erik Schwarzer / Knueppelknifte : Unser Ziel der Show ist es Knüppelknifte bekannt zu machen und unser Konzept voran zu bringen. Wenn das durch einen der Löwen geschieht ist uns egal welcher der Investoren uns gut findet und mit einsteigen möchte. Sollte keiner der Löwen für einen Deal mit uns bereit sein, haben wir immer noch tausende Fernsehzuschauer und Leser des UNITEDNETWORKER, die Interesse an uns finden können.

Wie geht es dann nach der Show weiter, sollte der Deal zustande kommen? Und wie, wenn es keinen Deal gibt?
Erik Schwarzer / Knueppelknifte : Sollte ein Deal zustande kommen werden wir unser beschriebenes Ziel – zwei neue Restauranteinheiten zu bauen und das System zu vermarkten natürlich in die Tat umsetzen. Die geplante Unterstützung der Löwen macht das sehr sicher möglich.
Haben die Löwen kein Interesse an dieser Zusammenarbeit werden wir sehen, wie wir weiter machen. Derzeitig sind unsere Pläne dann erst einmal, unsere Außengastronomie in Bochum zum Winter zu schließen um uns intensiv um die Vermarktung und den Vertrieb von Knüppelknifte zu kümmern. Diese wichtige Arbeit haben wir leider im vergangenen Jahr sehr vernachlässigt, da das Restaurant Florian und mir zu viel Kraft abverlangt hat. Wir hätten ja niemals damit gerechnet, dass wir Montag bis Samstag ausgebucht sind. Für diesen überwältigenden Andrang ist unser kleines Restaurant nicht ausgelegt. Es fehlt an großen Küchenmaschinen Lagermöglichkeiten und natürlich Sitzplätzen. Die uns zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten lassen jedoch einen Ausbau am derzeitigen Standort nicht zu, weshalb wir uns für unser neues Restaurant erst einmal auf die Suche machen müssen.
Es geht weiter.

Bilder : © VOX

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Erik Schwarzer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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