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kulinado liefert gesundes Mittagessen nachhaltig und ohne Müll

Wie ist die Idee zu kulinado entstanden und wer steckt hinter kulinado?
Ralph Strachwitz/kulinado: Das Konzept hinter kulinado beruht ganz wesentlich aufder Einsicht, dass nicht nur in der DACH-Region ein Moloch von Unternehmensstrategen vollkommen aus den Augen verloren hat, worum es bei betrieblichen Incentivierungsmassnahmen eigentlich geht. Die großen Player arbeiten eifrig daran, dem Mitarbeiter steuerfrei verkappte Lohnerhöhungen zuzuschanzen, die immer selbstverständlicher werden und der eigentliche Nutzen für den Arbeitgeber bleibt auf der Strecke. Benefits wie Essensgutscheine sind nicht mehr als beliebige Feigenblätter und sorgen letztlich nur dafür dass HR-Abteilungen für innerbetriebliche Klimafragen keiner Verantwortung übernehmen müssen. kulinado beantwortet diese Fragen nicht nur, sondern bietet statt archaischen Gutscheinblöcken eine neuartige Lösung, mit der zum Beispiel Arbeitgeber das Teamlunch nicht nur bezuschussen, sondern gesunde, nachhaltige Ernährung unternehmensweit unterstützen können.

Von der Idee bis zum Start was waren die größten Herausforderungen?
Ralph Strachwitz/kulinado: Wir sind eine Lieferkantine. Unsere Idee ist klar umrissen und wir kommen ohne komplizierte IT-Lösungen aus. Die größte Herausforderung ist deshalb die Skalierung in die Fläche bei Angebot und Nachfrage. Unsere Partnerbetriebe, zu denen unter anderem die Münchner Gastronomen Martin Kolonko und Michael Schottenhamel gehören, sowie die Leonardi Gruppe waren in den letzten neun Monaten nicht nur verlässliche Partner, sondern haben uns geholfen, ein unvergleichlich wertvolles Kundennetzwerk aufzubauen, aus dem heraus wir zum Marktführer im KMU-Segment wachsen wollen

kulinado_nat_close_05Welche Wege gehen Sie, um Ihr Startup Unternehmen bekannt zumachen und neue Kunden zu generieren?
Ralph Strachwitz/kulinado: Wir konnten in der Seed-Phase glücklicherweise einige Angels von unserem Konzept überzeugen, und sind deshalb in der Lage, neben den klassischen B2B-Werkzeugen in bescheidenem Maß auch auf Online-Marketing und Social Media Kanäle zu setzen. Ich habe in meiner Zeit bei Flixbus gelernt, wie mühselig es sein kann, einen neuen Begriff salonfähig zu machen.Damals war es der „Fernbus“, mit dem kein Mensch etwas anfangen konnte. Mit kulinado ist es eben die „Lieferkantine“, der wir ein Gesicht verleihen und mit der wir den Arbeitsalltag zehntausender KMU-Mitarbeiter verändern wollen.

Wer ist die Zielgruppe von kulinado?
Ralph Strachwitz/kulinado: Ganz klar kleine und mittelständische Unternehmen mit 10-200 Mitarbeitern. Viele Anfragen gehen Hand in Hand mit dem Betrieb eines Inhouse-Bistros oder der eigenen Cafeteria und natürlich greifen wir auch diesen Ball gern auf. Kompliziert wird es allerdings bei Unternehmen, die weniger als 10 Menüs pro Tag abnehmen. Hier helfen wir in der Regel mit Direktkontakten zu zwei bis drei Restaurants in der Umgebung, mit denen wir gute Erfahrungen gemacht haben und schauen nach etwa sechs Monaten, wie sich das Geschäft entwickelt hat.

Mit welchen Kriterien arbeitet Ihr bei der Auslieferung und der Menüzusammenstellung?
Ralph Strachwitz/kulinado: Anders als jeder andere Lieferdienst ist kulinado ist strikt darauf ausgerichtet, Müll zu vermeiden, d.h. wir verwenden kein Stück Einweggeschirr.Umweltbewusstsein fängt für uns bei den Essensbehältnissen an und setzt sich bei Lieferflotte und CO2-Bilanzierung fort. Einzelportionen liefern wir zum Beispiel ausschließlich in sogenannten Tiffin-Boxen aus, die wir unter anderem über das Tiffin-Projekt in Berlin beziehen. Mittlere Menügebinde werden in besonderen Gastronormbehältern geliefert. Soweit wir wissen, sind wir deutschlandweit die einzigen, die so ein dabbawalla-artiges System erfolgreich betreiben.
Außerdem haben wir kulinado gesund, regional und nachhaltig aufgestellt. Das Unternehmen ist seit Oktober 2014 biozertifiziert und wird regelmäßig geprüft. Um die Menüs kümmert sich unser inhouseGastro-Team unter Leitung von Dennis Hallweger, der unter anderem die Küche der Münchner Spezlwirtschaft verantwortet hat. An den Jungs kommt nichts vorbei, was nicht frisch gekocht und regional produziert wurde. Wir schauen regelmäßig in die Lieferscheine unserer Küchen und reagieren sofort, wenn sichirgendwoeaugenscheinlich Tiefkühlware oder x-mal Umverpacktes „anschleicht“. Das Team kennt da keine Grauzonen und die Geschäftsführung stützt diesen Kurs natürlich.

Welche Auswahlmöglichkeiten hat man bei der Bestellung?
Ralph Strachwitz/kulinado: Wir bieten täglich ein vegetarisches und ein nicht-vegetarisches (carnivores) Menü an. Unsere Kunden bestellen meistens in der Vorwoche. Ab 01.08. kann man gegen Aufpreis auch in der laufenden Lieferwoche bestellen, wobei der Preisunterschied mit voraussichtlich €2,- recht moderat ausfällt. Ein Menü besteht aus Hauptgericht, kleinem Nachtisch oder Salat und einem 0,3l-Getränk. Außerdem kann man kleinere Snacks zubestellen, wie Nüsse und vegane Getränke.

Wohin liefern Sie?
Ralph Strachwitz/kulinado: Wir beliefern das komplette Münchner Stadtgebiet und starten im Herbst am Main.

kulinado wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Ralph Strachwitz/kulinado: Wir machen das Unternehmen gerade in München profitabel, schauen uns im Herbst Frankfurt an und überlegen uns anschließend, welche weiteren Städte wir angehen. Ziel ist natürlich die Marktführerschaft in der Nische. Trotzdem haben wir derzeit von Investorenseite keinen Druck, die Expansion zu überstürzen. Wenn wir in den nächsten drei Jahren wie geplant performen,wird es kulinado im gesamten DACH-Gebiet geben und wir machen uns auf für einen echten Rollout. Trotzdem haben wir derzeit von Investorenseite keinen Druck, unsere Expansion zu überstürzen.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Ralph Strachwitz/kulinado: Fokussiert Euch auf Euer Geschäft, sucht Euch für die Bereiche, für die Ihr keinen Spezialisten habt, einen wirklich guten Mentor und vergesst nicht, für Eure Familien genug Zeit einzuplanen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Ralph Strachwitz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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