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Kvegks-Team

kvegks die vegane Keksmanufaktur

Interview mit Uta Mosecker, Geschäftsführerin kvegks

Wie ist die Idee zu kvegks entstanden und wann wurde kvegks gegründet?
Uta Mosecker / kvegks : Wir beiden Gründer essen gerne selber Kekse und Knabbereien. Seit einiger Zeit leben wir vegan. Und im veganen Segment gibt es nur eine beschränkte Auswahl, die unserem Anspruch von natürlichen, werthaltigen Lebensmitteln entspricht. Da haben wir gesagt: dann machen wir leckere vegane Kekse und Knabbereien eben selber und zeigen, dass veganer Lifestyle und Genuss perfekt zusammengehen. Anfang August 2014 haben wir kvekgs erstmals der Öffentlichkeit präsentiert

Was hat es mit dem Namen auf sich?
Uta Mosecker / kvegks : Wir wollten „Keks“ und „vegan“ möglichst kurz und prägnant zusammenbringen. Und haben in das Wort Keks eben einfach nur eine „v“ und „g“ hineingepackt, kürzer geht es wohl nicht. Bei den meisten zündet es sofort und wir haben für den Markenamen schon viel Lob bekommen.

Wer ist die Zielgruppe von kvegks?
Uta Mosecker / kvegks : Zunächst einmal die knapp zehn Millionen vegan und vegetarisch lebenden Menschen in Deutschland, das ist schon ein riesiger Markt. Hinzu kommen die ca.25- 30 Millionen Flexitarier, die immer häufiger auch zu veganen Alternativen greifen, wenn diese Produkte ihren Ansprüchen nach „Bio“, oder „ressourcenschonend“ und am besten noch „sozial“ entspricht. Hinzu kommen noch Millionen vegan und vegetarisch lebende Menschen in Benelux, Österreich, Dänemark und in der Schweiz. Die Zielgruppe wächst tägliche um einige tausend Menschen.

Wie und wo wählen Sie die Zutaten aus? Welche Ansprüche müssen die Produkte erfüllen?
Uta Mosecker / kvegks : Die Rezepte entwickeln wir zunächst grob selbst und stimmen sie dann mit „unserem“ Bäckermeister auf Umsetzbarkeit ab. Alle Zutaten müssen natürlich bio und 100 % vegan sein, wir vermeiden synthetische Geschmacksverstärker und künstliche Triebmittel. Wo möglich setzen wir auf regionale Zutaten. Und wir achten auf eine insgesamt nachhaltige Wertschöpfungskette. Letzt endlich müssen die Produkte natürlich auch noch superlecker sein. Darüber hinaus legen wir ganz großen Wert auf den direkten Kontakt zu unseren Kunden und versuchen ihre Wünsche zu realisieren.

Wo werden die Kekse produziert?
Uta Mosecker / kvegks : Die Kekse werden in einer sozialen Einrichtung von Menschen mit Behinderungen handwerklich gebacken, und verpackt. Die Bäckerei ist sogar in die Handwerksrolle eingetragen. Wir tragen mit kvegks also dazu bei, die Arbeitsplätze zum Teil sichern zu helfen. Sollte unser Konzept Erfolg haben, könnten sogar noch neue Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen entstehen.

Auf was achten Sie bei der Verpackung? Welche Verpackungsmaterialien werden verwendet?
Uta Mosecker / kvegks : Wir versuchen, so wenig Material wie nötig einzusetzen. Statt aufwendiger Kartons haben unsere Produkte nur Papierreiter, Die Beutel sind dünner als bei anderen Keksanbietern. Die Kartons sind aus Recyclingmaterial und werden möglichst mehrfach verwendet. Nachhaltigkeit ist für uns ein wichtiger Faktor bei der Verpackung. Und der Versand erfolgt klimaneutral.

Wie sehen Sie die Zukunft von veganer Lebensweise? Werden mehr Menschen in Zukunft vegan leben?
Uta Mosecker / kvegks : Wir sehen derzeit einen großen Trend zur veganen Lebensweise, weltweit. Und mit jedem Ei- und Fleischskandal kommen Abertausende hinzu. Wir halten das für einen Megatrend, egal ob Menschen sich aus ethischen oder gesundheitlichen Aspekten oder Tierschutzgründen für eine vegane Lebenswiese entscheiden. Bei genauer Betrachtung sprechen viele volkswirtschaftliche Gründe für eine vegane Lebensweise: weniger Gesundheitskosten, weniger Aufwendungen für die Beseitigung von Umweltschäden, keine Abholzung von Regenwäldern für Viehfutter und vieles mehr. Der Trend, bezahlbare, genussvolle Alternativen zum Massenfleisch zu finden, ist wohl nur schwer bis gar nicht zurückzudrehen, zumal die Breite und Tiefe des Angebots enorm wächst.

kvegks wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Uta Mosecker / kvegks : Wir werden in 2015 massiv unsere Zahl der Verkaufsstellen in Deutschland erhöhen, sowie in Österreich und in Benelux ein Netz von Fachhändlern aufbauen. In Belgien und Holland sind wir bereits unterwegs. Gluten- und zuckerfreie Sorten sind in der Entwicklung. Wir sind 2015 offen für Gespräche mit starken Partnern, die unser Konzept akzeptieren. Wir denken über Crowdinvesting nach. Das Gerüst steht, ein „proof of concept“ halten wir für bereits geliefert, die Akzeptanz im Markt ist da, der Markt wächst rasant. Allerdings sind fünf Jahre auch im Milliarden-Markt für Kekse eine lange Zeit mit vielen Unwägbarkeiten. Wenn alles gut läuft, sollten wir in fünf Jahren eine fest etablierte Marke im veganen Segment sein, nicht nur in Deutschland. Hinzu kommt das Thema „private Label“, das könnte eine weitere Schiene mit einem großen Potenzial werden, hierzu führen wir gerade einige sehr interessante Gespräche. Allerdings wollen wir auch nicht um jeden Preis wachsen und unserer Philosophie „bio, vegan, handwerklich (individuell), sozial“ unbedingt treu bleiben.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Uta Mosecker für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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