Home / Startup / Le Petit Raisin Premium Wein für unterwegs
Le-Petit-Raisin

Le Petit Raisin Premium Wein für unterwegs

Le Petit Raisin – französischen Premium Wein überall und jederzeit genießen

Wein in Plastik hört sich erst mal billig an. Da überrascht Le Petit Raisin! Die kleine Traube ist ein innovatives Trinkgefäß, das edel anmutet und gar nicht wie ein Wegwerfprodukt aussieht und sich auch nicht so anfühlt, von den enthaltenen edlen Tropfen ganz zu schweigen. Die 22-jährigen Kölner Jungunternehmer Jonathan Goutkin und Daniel Dmitriouk hatten diese pfiffige Idee und auch bereits recht erfolgreiche Testläufe im Kölner Karneval

Herr Goutkin und Herr Dimitriouk, wie kommt man auf die Idee, Weine, edle Weine in Plastikgläser abzufüllen?
Jonathan Goutkin und Daniel Dmitriouk/ Le Petit Raisin : Wie es im Leben manchmal so ist; durch Zufall. Wir waren damals auf der Suche nach einem Projekt, mit dem wir uns selbstständig machen konnten.

2011 schauten wir uns gemeinsam eine Folge „Shark-Tank“ an und stießen auf unser US-Amerikanisches Pendant mit dem Namen „Copa Di Vino“. Wir waren beide sofort fasziniert von dem Produkt und der Idee dahinter.

Also analysierten wir den Europäischen bzw. in erster Linie den Deutschen Markt. Hierbei ist uns natürlich die Entwicklung im To-Go Bereich aufgefallen. Menschen nehmen sich immer weniger Zeit, um zu genießen, und sind allgemein immer unterwegs. Diese Erkenntnis wurde mit der Eröffnung der ersten „REWE-To-Go“ und „Albert Heijn-To-Go“ Märkte in Deutschland unterstrichen.

Unser Fazit war also, dass wir nicht nur eine Marktlücke entdeckt haben, sondern glücklicherweise auch ein Produkt, um diese Lücke zu füllen.

Von da an ging es los, wir machten uns auf die Suche nach den Verantwortlichen für Europa und arbeiteten zugleich unser Konzept aus. 2013 war es dann so weit. Das Konzept und die Verträge standen, sodass wir unsere GmbH gründen konnten.

Die Tradition des Weintrinkens hatte bei der Ausarbeitung unseres Produktes oberste Priorität. Trotz der komplett neuen Verpackungsform wollten wir so viel wie möglich vom eigentlichen Genuss-Erlebnis beibehalten und somit verbesserten wir in enger Zusammenarbeit mit dem Erfinder noch die Verpackung.

Das Resultat, Le Petit Raisin, ist die Fusion aus der Tradition des Weintrinkens und Modernität, angefeuert durch unsere jugendliche Frische.
Le Petit Raisin ist: leicht zu öffnen, hat einen stabilen Stand, kann überall und jederzeit genossen werden, ist zu 100 % recycelbar und unzerstörbar.

Aber das wirklich besondere ist die Qualität und die Haltbarkeit, die unsere Weine nach Abfüllung aufweisen. Herkömmliche Single-Serve-Produkte im Weinbereich haben in der Regel ein Haltbarkeits- bzw. Genießbarkeitsdatum von einem Monat. Le Petit Raisin garantiert hingegen 12 Monate. Das liegt zum einen daran, dass wir während des Abfüllprozesses ein Vakuum schaffen und zum anderen daran, dass wir das PET von innen folieren und der Wein somit niemals das eigentliche Gefäß berührt. So beugen wir dem „Coca-Cola-Effekt“ vor, bei dem ein Getränk besser aus dem Glas schmeckt als aus der PET- Flasche.

Nun sind wir die exklusiven Lizenznehmer für die Abfülltechnologie und die Verpackung an sich in Europa. Zwischen Januar und Mai 2014 starteten wir vereinzelt Testphasen mit Prototypen, seit Mai 2014 versuchen wir uns mit dem fertigen Produkt auf dem Markt zu etablieren.

Wie ist die Akzeptanz der Gäste bei den Events, wo Le Petit Raisin im Angebot war?
Jonathan Goutkin und Daniel Dmitriouk/ Le Petit Raisin : Sie ist wirklich unglaublich. Besser als wir es uns hätten vorstellen können. Nehmen wir z.B. das Public Viewing zur Fußball WM und der dazugehörigen, drei-tägigen Open-Air Veranstaltung in Köln.

Jede Person, die ein Glas gekauft hat, kam zurück und hat noch ein weiteres gekauft. Die Leute waren von der Idee und der Qualität des Produktes begeistert, denn für viele ist es auf den ersten Blick ein Unding Wein aus dem PET-Glas zu genießen. Unser Personal hat die Interessenten jedoch sehr ausführlich über die Vorteile unseres Produktes aufgeklärt und den Leuten die „Angst“ vor etwas Ungewöhnlichem genommen, sodass wir Kunden gewonnen haben, die bis heute in unserem Online-Store Nachschub bestellen.

Welche Menschen sind die typischen Konsumenten des innovativen Trinkgefäßes?
Jonathan Goutkin und Daniel Dmitriouk/ Le Petit Raisin : Grundsätzlich ist unser Produkt für jeden Weintrinker gedacht. Bisherige Marktforschungsergebnisse und Festivalauftritte haben uns jedoch als Hauptzielgruppe die 25-50 Jährigen aufgezeigt.

Sind die Gefäße eigene Erfindungen von Ihnen und geschützt?
Jonathan Goutkin und Daniel Dmitriouk/ Le Petit Raisin : Nein, die Gefäße und die Abfülltechnologie sind eine Erfindung eines Ingenieurs in Frankreich und sind in seinem Namen geschützt. Wir sind die exklusiven Lizenznehmer der Patente.

Was jedoch von uns ist, ist die eingetragene Marke „ Le Petit Raisin “ und das Konzept, das unsere Marke ausmacht.

Ist das Le Petit Raisin auch für andere Getränke denkbar?
Jonathan Goutkin und Daniel Dmitriouk/ Le Petit Raisin : Definitiv, das ist auch der Plan auf lange Sicht. Zunächst werden wir in naher Zukunft einen Rosé Wein aus der französischen Provence einführen. Über die nächsten zwei Jahre ist unser Ziel die acht beliebtesten Weine der Welt und zusätzlich zwei Exoten abzufüllen, um so unser Produktportfolio zu erweitern.

Parallel dazu wollen wir anfangen alkoholische Mixgetränke wie Vodka-Orange und Whiskey Cola in einem Whiskey PET Glas abzufüllen und auf den Markt zu bringen.

Was zurzeit noch in Ausarbeitung ist, ist das Abfüllen kohlensäurehaltiger Getränke. Sobald uns dies möglich ist, werden wir Kölsch in ein Kölsch PET-Glas abfüllen und beim Kölner Karneval anbieten.

Hier kommt uns natürlich das Glasverbot in der Kölner Altstadt zugute, während die „Jecken“ nicht darauf verzichten müssen, Bier aus einem Glas trinken zu können.

Wie steht die Gastronomie zu Ihrem Produkt? Haben Sie konkrete Anfragen und brereits Kunden aus dem Bereich Gastronomie und Eventgastronomie?
Jonathan Goutkin und Daniel Dmitriouk/ Le Petit Raisin : Hier muss man zwischen der klassischen Gastronomie (Restaurants), der Eventgastronomie und dem HORECA Markt unterscheiden. Im klassischen Restaurantbereich sehen wir unser Produkt nicht wirklich, denn hier ist das Problem mit zerbrechlichem Glas nicht so gravierend.

In den HORECA Markt und in die Eventgastronomie hingegen passt unser Produkt wie die Faust aufs Auge.

Nehmen wir z. B. den Hotel- und Tourismus Bereich. Das Produkt wird preiswert eingekauft und mit enormen Margen über Minibars, All-Inclusive-Angebote oder über den Onboard Service in Airlines und Zügen an den Endverbraucher verkauft. Zusätzlich gibt es weniger Aufwand drum herum. Das Produkt ist klein und leicht. Es ist fertig abgepackt und ermöglicht so eine portionsgenaue Kalkulation und eine geringere Abfertigungszeit für den Abnehmer.

Kunden aus dem HORECA Markt haben sich über unseren Distributoren aus den baltischen Staaten ergeben. Dort sind wir bereits in sechs Hotels und bald in einer Airline vertreten.

Im Eventgastronomie Bereich hat sich unser Produkt wie bereits erwähnt ja schon bewährt. Durch das Glasverbot und die kurze Abfertigungszeit beim Verkauf an den Endverbraucher erzielten wir sehr gute Verkaufszahlen. An diesem Punkt möchten wir anknüpfen und Open-Air-Festivals und Konzerte als Marketing-Plattform für unser Produkt nutzen. Hier gibt es Gespräche mit einigen Konzertveranstaltern.

Zusätzlich sind wir mit einigen Stadien und Konzerthallen in Verhandlungen, um Le Petit Raisin in ihren Gastronomiebereichen anzubieten. In einigen Open-Air Clubs sind wir ebenfalls vertreten.

Der eigentlich wichtigste Markt ist für uns jedoch der Groß- und Einzelhandel. Hier sind wir in der Schweiz im Großhandel vertreten und im Kölner Umland in einigen Supermärkten, sowie Großhändlern.

Sie sind eins der wenigen Startup Unternehmen, das es in die Show „Die Höhle der Löwen“ geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von der Show?
Jonathan Goutkin und Daniel Dmitriouk/ Le Petit Raisin : Es ist wirklich sehr motivierend für uns, da es uns die Bestätigung gibt, dass unser Produkt interessant genug ist, um der breiten Masse vorgestellt zu werden.

In erster Linie hoffen wir natürlich auf ein Engagement der Löwen in unserem noch jungen Unternehmen. Dies würde nicht nur frisches Kapital in die Firma spülen, sondern würde uns zudem noch ein immens großes Vertriebsnetzwerk eröffnen.

Ebenso gibt uns die Show die Möglichkeit unser Produkt einem Millionenpublikum vorzustellen und somit potentiell über Nacht in aller Munde zu sein.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Jungunternehmer? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch die Show viele Interessenten und auch Medien auf Sie aufmerksam werden?
Jonathan Goutkin und Daniel Dmitriouk/ Le Petit Raisin : Das ist ein sehr wichtiger Schritt für uns. Es ist eine einmalige Chance für uns Le Petit Raisin einem Millionen Publikum vorzustellen und so unser Produkt vielleicht über Nacht berühmt zu machen. Der Medienäquivalenz-Wert ist für uns unbezahlbar.

Daher sehen wir das Format an sich als eine riesige Chance für Unternehmer, um mit ihrem Produkt oder ihrer Idee den nächsten Schritt zu gehen – mit der Expertise der erfahrenen Löwen.

Ziel der Show „Die Höhle der Löwen“ ist es, dass die Löwen investieren und der Deal zustande kommt. Welchen der Löwen haben sie als Investor im Fokus?
Jonathan Goutkin und Daniel Dmitriouk/ Le Petit Raisin : In unserem Fokus liegt Herr Öger, da er uns den direkten Einstieg in die Hotel- und Tourismus Industrie ermöglichen könnte. Jedoch denken wir, dass die Löwen es selbst besser beurteilen können, ob sie Le Petit Raisin weiterhelfen könnten. Wir wissen ja nicht genau wie weit und wohin ihr Netzwerk reicht.

Wie geht es dann nach der Show weiter, sollte der Deal zustande kommen? Und wie, wenn es keinen Deal gibt?
Jonathan Goutkin und Daniel Dmitriouk/ Le Petit Raisin : Sollte der Deal zustande kommen, kommt wohl eine sehr aufregende Zeit auf uns zu. Zunächst einmal müssten wir alle Verträge unterschreiben und es wird wohl ein gemeinsames Konzept aufgestellt, wie der Einstieg in den Markt koordiniert wird. Was jedoch genau passieren würde, wenn der Deal zustande kommt, können wir nicht sagen, da wir weder wissen, von wem der Deal angenommen wird, noch was dieser Löwe dann für Vorstellungen hat.

Sollte der Deal nicht zustande kommen, werden wir genauso weiter machen wie bisher, denn das Unternehmen wurde ja nicht mit dem einzigen Ziel gegründet bei „Die Höhle der Löwen“ einen Deal zu bekommen. Jedoch würden wir uns dennoch nach einem Business Angel oder einem Venture Capital umschauen, um ein gewisses Netzwerk mit ins Unternehmen zu bringen.

Bilder © VOX

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Jonathan Goutkin und Daniel Dmitriouk für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

Check Also

Samsung NEXT startet in Europa, fördert Startups bei Aufbau und Wachstum

Samsung NEXT hat seit seiner Gründung im Jahr 2013 bisher in mehr als 60 Unternehmen …