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Lendstar
Lendstar (c) VOX/Sony

Lendstar soziales Finanznetzwerk

Christopher stellt den Löwen sein Startup Lendstar den Löwen vor

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Lendstar doch kurz unseren Lesern vor
Jennifer und Christopher: Hallo, wir sind Christopher Kampshoff, Gründer und Geschäftsführer von Lendstar und Jennifer Fizia, Head of Communications. Lendstar ist ein soziales Finanznetzwerk, das langweilige Finanztransaktionen unter Freunden in etwas, verwandelt das Spaß macht. Lendstar ist eine App zum Geld senden, teilen und leihen, kombiniert mit sozialen Features wie einem Chat und der Möglichkeit Bilder und Emoticons zu verschicken. Die User können ihr Girokonto direkt mit der App verbinden, um einfach, schnell und sicher Geld an Freunde und Familie zu überweisen.

Wie ist die Idee zu Lendstar entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Christopher: Im Urlaub mit Freunden kam ich auf die Idee, eine App zu entwickeln, die das Managen von Geldtransaktionen unter Freunden und Bekannten einfacher macht. Wir waren während des Urlaubs genervt, weil wir nach ein paar Tagen nicht mehr genau wussten, wer was bezahlt hatte und unsere Ausgaben in Excel-Tabellen festzuhalten, darauf hatten wir keine Lust. Am Ende haben wir uns irgendwie geeinigt, wer noch wie viel bekommt und wer bisher zu wenig bezahlt hat. Zu guter Letzt musste ich einem Freund dann noch ewig hinterher rennen, damit er mir seine Kontodaten für die Überweisung gibt. Das war einfach blöd! Ich habe Lendstar zwar alleine gegründet, aber mit Jennifer schnell die erste Mitstreiterin gefunden, die genau wie ich von dem Potential von Lendstar überzeugt war.

Von der Idee bis zum Start, was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Christopher: Die größte Herausforderung war sicher, am Anfang alles allein machen zu müssen. Du kannst die Arbeit ja nicht auf mehrere Schultern verteilen. Deswegen habe ich mir dann auch schnell tatkräftige Unterstützung in den wichtigsten Bereichen geholt. Über die Zeit habe ich so ein tolles Team aufgebaut.
Die ersten Schritte von Lendstar habe ich selber finanziert. Allerdings ist es uns relativ schnell gelungen Business Angel von Lendstar zu überzeugen. Etwa sechs Monate nach der Gründung haben wir dann ein Crowdfunding bei Seedmatch gemacht. Mit diesen Mitteln konnten wir das Team ausbauen und unsere erste Version von Lendstar starten.

Wer ist die Zielgruppe von Lendstar?
Jennifer: Unsere Hauptzielgruppe sind die 18-30-Jährigen, vor allem natürlich die Smartphone-User. Also Schüler, Studenten, Auszubildende oder junge Berufsanfänger, die viel mit dem Handy machen, in sozialen Netzwerken unterwegs sind und einen großen Freundeskreis haben. Aber auch die über 30-Jährigen nutzen Lendstar. Z.B. zum Geld sammeln für gemeinsame Geschenke oder zum Rechnungen aufteilen nach dem Lunch mit Kollegen.

Wie funktioniert Lendstar?
Christopher: Ganz einfach: Lendstar für iOS oder Android downloaden, per Handynummer oder über Facebook registrieren, Kontodaten hinterlegen, um direkt Geld senden zu können und schon geht’s los. Danach kann der User Geld leihen, sammeln, vorstrecken und einfordern und gemeinsame Ausgaben mit anderen aufteilen. Das „Geld senden“ ist einfach, funktioniert in Sekundenschnelle und ist sicherer als klassisches Onlinebanking, da man nur an die eigenen Kontakte Geld senden kann. Es findet eine Überweisung von Girokonto zu Girokonto statt, Lendstar selber kommt nie in Berührung mit dem Geld. Seine Kontodaten muss der Nutzer dabei nur ein einziges Mal hinterlegen.

Wie viel kostet der Service von Lendstar?
Jennifer: Lendstar ist komplett kostenlos. Wir finanzieren uns nicht über Werbung oder den Verkauf von Nutzerdaten an Dritte und werden das auch nie tun! Geld verdienen wir derzeit mit unseren Co-Branding-Lösungen für in- und ausländische Banken. Später planen wir zudem Premium-Produkte für unsere Nutzer.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für Die Höhle der Löwen zu bewerben?
Christopher: Wir wurden von der Produktionsfirma angesprochen.

Wie haben Sie sich auf die Höhle der Löwen vorbereitet?
Jennifer: Am Tag vor der Aufzeichnung haben wir zwei unserer Kollegen gebeten, die Löwen zu spielen und uns mit Fragen zu bombardieren. Wir haben das Ganze mehrfach gefilmt, um selbst zu sehen, wie wir auftreten. Einer unserer Kollegen ist förmlich in seiner Rolle als einer der Löwen aufgegangen. Die Outtakes von den Videos sind pure Unterhaltung. Am Drehtag haben wir unseren Pitch vor der Abfahrt zum Studio noch einmal geübt. Danach standen so viele Aufnahmen unterschiedlicher Szenen an, dass wir das nächste Mal direkt vor den Löwen gepitcht haben.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen das es in die Show „ die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von der Show?
Christopher: Wir haben uns sehr gefreut, dass wir in der Höhle der Löwen dabei sein durften. Es hat Spaß gemacht und war eine tolle Erfahrung. Natürlich erhoffen wir uns, mit unserem Auftritt eine große Öffentlichkeit zu erreichen. Lendstar bietet einen sehr neuen Service an. Fernsehen ist eine ideale Plattform um diesen einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Und ein Deal wäre toll!

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch die Show viele Interessenten und auch Medien auf Lendstar aufmerksam werden?
Jennifer: Wie Christopher bereits gesagt hat, ist das gerade das Interesse von potenziellen Nutzern und auch Medien für uns wichtig. Es ist ja jedem klar, dass ein TV-Auftritt auf jeden Fall auch eine Marketingmaßnahme ist. Wir freuen uns auf die Effekte und auf Feedback von alten und neuen Nutzern und den Medien.

Ziel der Show „ Die Höhle der Löwen “ ist es, das die Löwen investieren und der Deal zustande kommt. Welchen der Löwen haben Sie als Investor im Fokus?
Christopher: Es ist kein Geheimnis, dass die Löwen ihre verschiedenen Schwerpunkte haben. Daher wäre es naheliegend, dass Frank Thelen für uns ein interessanter Investor sein könnte. Aber gerade bei Jochen Schweizer sehen wir sehr viele Anknüpfungspunkte, bei denen sich sein Geschäftsfeld mit unserem ideal ergänzt. Von daher wäre Jochen Schweizer für uns der vielleicht spannendste Löwe.

Wie geht es mit Lendstar nach der Show weiter, sollte der Deal zustande kommen? Und wie, wenn es keinen Deal gibt?
Christopher: Für uns ist es das wichtigste das wir Gelegenheit bekommen Lendstar einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Egal ob wir einen Deal bekommen oder nicht erhoffen wir uns zudem hilfreiches Feedback von den Investoren. Letztendlich können wir eine Menge lernen und spannende Erfahrungen sammeln. Von daher wird es sich so oder so lohnen.

Welche Tipps würdet Ihr angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Christopher: Das Wichtigste ist, dass man nicht den Glauben an seine Idee verliert. Vor etwas mehr als zwei Jahren haben wir noch oft Unverständnis für unsere Idee eines sozialen Finanznetzwerks geerntet. Heute stehen wir vor fünf namhaften Investoren und einem Millionenpublikum, um unser Produkt der Welt zu zeigen.

Bild: © VOX/Sony

Lendstar ist am Dienstag den 22.09.2015 in DHDL um 20.15 auf VOX zu sehen

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Jennifer und Christopher für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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