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LOCLET spannende Rätsel lösen

Schon über 3.000 ortsbasierte Rätsel – so genannte Loclets – in Deutschland

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen LOCLET doch kurz vor!
Wir sind ein junges Münchner Team, das Anfang September mit der kostenlosen Quiz-App LOCLET an den Markt gegangen ist. Mit unserem lokalen Wissensquiz kann man sich durch die Straßen seiner Heimatstadt spielen und selbst spannende Fragen einstellen. Derzeit existieren schon über 3.000 dieser ortsbasierten Rätsel – so genannte “Loclets” – in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Täglich kommen neue Loclets aus der Community hinzu. Es ist faszinierend, dass die Spieler ab dem ersten Moment angefangen haben, ihre eigenen Loclets einzustellen! So ist gleich zu Beginn eine ganz eigene Dynamik entstanden.
Sieben Leute arbeiten aktuell daran, LOCLET groß zu machen. Die eine Hälfte kümmert sich um die Produktentwicklung, die andere um Marketing, Partner und die Community. Unsere App gibt es für iPhone und Android .

Wie ist die Idee zu LOCLET entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Mein Mitgründer Klaas Klasing und ich haben lange in der Forschung bei BMW zusammengearbeitet. Wir haben uns dort mit ortsbasierten Diensten und Innovativen im Bereich neuer Mobilitätsdienste beschäftigt. Geodaten und Karten waren quasi unser täglich Brot. Auf einer Geschäftsreise ins Silicon Valley kam uns damals die Idee zu LOCLET. Nachdem wir die meisten touristischen Attraktionen in der Bay Area bereits kannten, waren wir auf der Suche nach weiteren spannenden Orten. Ein Kollege gab uns dann einen “Insider-Tipp”, von dem wir echt profitiert haben. Das brachte uns auf die Idee für eine App, mit der man andere mit seinem Wissen über interessante Orte herausfordern kann.

Von der Idee bis zum Start was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Da kann ich direkt einige Schlagwörter nennen: Spielprinzip validieren, sichere Jobs verlassen, Finanzierung sicherstellen, gutes Team aufbauen! Wir haben LOCLET zunächst nebenher, also nach Dienstschluss konzipiert und sehr viel von unserer Freizeit in die Alpha-Phase des Produkts gesteckt. Mit der ersten Version haben wir bereits eine treue Community aufbauen können. Obwohl wir dann durch viele Metriken und mündliches Feedback den Proof-of-Concept hatten, war es natürlich nochmal ein riesiger Schritt, wirklich alles hinter sich zu lassen, die sicheren Jobs bei BMW zu kündigen, um ein Unternehmen zu gründen. Als wir – nach relativ kurzer Zeit – einen Seed-Investor gewinnen konnten, war die Sache klar. Im nächsten Schritt ging es dann um den Aufbau des Teams. Uns war klar, dass es ganz entscheidend ist, gleich mit einer sehr starken und top qualifizierten Mannschaft ins Rennen zu gehen. Wir haben uns Bewerber sehr genau angesehen und das Recruiting mit viel Sorgfalt betrieben. Das hat sich ausgezahlt – wir sind super glücklich mit unserem Team!

Wer ist die Zielgruppe von LOCLET?
Das Schöne an LOCLET ist, dass es ein Spiel für jeden ist. Das Bedürfnis, über die versteckten Geschichten, Rituale und Besonderheiten der eigenen Umgebung Bescheid zu wissen, kennen wir ja alle. Wir brauchen das, um uns an einem Ort richtig zuhause zu fühlen. Auch wenn wir in anderen Städten als Touristen unterwegs sind, wollen wir orientiert sein und die “Essentials” vor Ort kennenlernen – LOCLET kann hier der spielerische Wegweiser sein und zwar für alle zwischen 14 und 99, wie es so schön heißt.

Wie funktioniert LOCLET?
Wenn man die App öffnet, kann man sich zunächst durch die Stadt spielen, in der man sich aktuell befindet. Wenn man die Fragen richtig beantwortet, erhält man allerlei Belohnungen. Unter anderem auch Schlüssel, mit denen man weiter entfernt liegende Bezirke oder Städte in anderen Bundesländern freischalten kann. Überall, wo man spielt oder selber Fragen erstellt, kann man es in einer lokalen Rangliste nach oben schaffen. Besonders gute Chancen hat man dabei übrigens, wenn man die sogenannten “lokalen Loclets” löst – das sind Quizfragen, die man nur öffnen kann, wenn man den Ablageort auf der Karte auch real, also physisch aufsucht.

In welchen Städten ist LOCLET verfügbar?
Aktuell ist LOCLET in jeder Gemeinde in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar. Wenn man die App hier in einer Region öffnet, in der noch keine Quizfragen liegen, dann wird man automatisch in die nächstgelegene Spielregion mit Quizfragen weitergeleitet. Man kann also immer gleich losspielen.

LOCLET, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Das Prinzip von LOCLET funktioniert überall. Für dieses Jahr haben wir uns die deutschsprachigen Länder vorgenommen. Wir planen, in andere Länder zu expandieren und wollen dann auch den Sprung über den großen Teich schaffen. Unser Produkt ist inhaltlich so wie technisch bereits heute so ausgelegt, dass LOCLET sehr schnell in jedem anderen Land an den Start gehen kann. Unser Ziel ist ganz klar: In wenigen Jahren soll LOCLET die größte ortsbasierte Quiz-Community sein.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Angehenden Gründern möchte ich wirklich ans Herz legen, Geschäftsideen nicht im geheimen, stillen Kämmerchen auszutüfteln, sondern – ganz im Gegenteil – früh “mit der Idee raus zu gehen”. Wer seine Einfälle mit anderen teilt und diskutiert, hat am Ende das viel bessere Produkt! Das gilt auch für den zweiten Schritt, wenn die Idee ganz konkrete Formen annimmt: Prototypen sollte man so früh wie möglich realen Nutzern in die Hand drücken und ganz viel Feedback einholen. Zu guter Letzt: Natürlich wird es auch immer wieder Rückschläge geben. Das ist normal. Doch davon darf man sich nicht ins Bockshorn jagen lassen, sonder macht einfach weiter. Ich persönlich habe dabei festgestellt, dass sich dadurch auch immer wieder neue tolle Chancen ergeben.

Wir bedanken uns bei Robert Hein für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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