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Maxi Knust
Maxi Knust

Maxi Knust: Sprecherin auf der Transatlantic Alliance

Maxi Knust seid Querdenker und glaubt an eure Idee

Stell dich doch bitte unseren Lesern Kurz vor!
Maxi Knust: Ich heiße Maxi Knust und bin Gründerin des Online-Magazins „Fempreneur“, dem Magazin für weibliche Gründerinnen, Selbstständige und Gründungsinteressierte. Das Wort „Fempreneur“ setzt sich dabei aus den Wörtern „Female“ und „Entrepreneurship“ zusammen.

Wann und warum hast du dich entschieden in die Selbständigkeit zu gehen?
Maxi Knust: Ich habe mich vor knapp einem Jahr für den Weg in die Selbstständigkeit entschieden. Das war schon seit längerem ein fast schon heimlicher Traum von mir. Denn in der Regel verbinden viele Menschen damit vor allem Risiko und ganz viel harte Arbeit und würden einem vermutlich eher davon abraten. Daher habe ich diesen Gedanken an die Option der Selbstständigkeit lange Zeit mit kaum jemanden geteilt. Für mich bedeutet Selbstständigkeit jedoch auch die Freiheit zu bestimmen, welche Projekte ich verfolgen will und damit auch 100% mit meinen Werten dahinter stehen kann. Und auch wenn es definitiv harte Arbeit ist, fühlt es sich meist gar nicht so an, denn man hat ja doppelt so viel Spaß, wenn man das liebt, was man tut. Und dafür möchte ich auch gerne andere Frauen inspirieren.

Wann kam dir die Idee mit FEMPRENEUR und wie lange hat es von der Idee bis zum Launch gedauert?
Maxi Knust: Zum einen habe ich mit den beiden Themen „Female Empowerment“ und „Entrepreneurship“ meine beiden Herzensthemen verbunden und zum anderen hat mir ein ähnliches Format gefehlt. Ich habe selbst einige der bekannten Online-Startup-Magazine gelesen, aber aufgrund der geringen Gründerinnenquote (13% laut Deutschem Startup-Monitor), waren die Startup Stories von männlichen Gründern dominiert. Mir war es aber wichtig, die selbstständigen Frauen, auch wenn sie keine Millionen-VC-Finanzierung erhalten haben, sichtbar zu machen und damit auch andere Frauen zu inspirieren. Nachdem ich die grobe Idee zu dem Magazin hatte, habe ich mich wenige Tage an die Namensfindung gemacht und dann sofort damit angefangen die Website dazu zu erstellen. Ich muss dabei gestehen, dass das auch wirklich meine erste Website war, die ich erstellt habe. Also ein großes Abenteuer für mich damals. Nach gut einem Monat ging die Seite dann als MVP online. Ich verfasste zu jeder Rubrik einen Artikel, connectete die Social Media Kanäle an und schon ging es los.

Würdest du diesen Weg wieder gehen?
Maxi Knust: Definitiv. Denn auch wenn sicherlich nicht alles Zuckerwatte ist, so ist die wahnsinnig steile Lernkurve unbezahlbar. Ich habe so viel gelernt in den vergangenen Monaten über das Online-Business und die Startup-Branche. Zudem war ich auf vielen Events sowohl als Teilnehmer als auch Speaker. Dadurch habe ich auch ganz viele tolle Menschen kennengelernt, die mich mit ihrem Tatendrang und Optimismus sehr inspiriert haben.

Warum gründen deiner Meinung nach immer noch zu wenige Frauen ein Startup?
Maxi Knust: Das hat sicherlich unterschiedliche Gründe. Zum einen ist die Sozialisierung von Frauen eine andere als bei Männern. Man darf nicht vergessen, wie sehr uns unsere Erziehung, egal ob durch die Eltern, Schule oder auch Medien beeinflusst. Die wenigsten Eltern raten ihren Kindern, vor allem in Deutschland, das Risiko der Selbstständigkeit einzugehen, sondern lieber einen sicheren Job zu finden. Sicherheit wird in Deutschland eben sehr großgeschrieben. Und noch weniger wird Frauen diese Alternative aufgezeigt. Denn, und das zeigen die Medien ganz deutlich, sollen Frauen vor allem hübsch sein, sich Make-up Tutorials bei Youtube ansehen und natürlich viel konsumieren. Frauen die unbequeme Meinungen haben, sind früher wie heute nicht allzu gerne gesehen. Und natürlich spielt bei Frauen auch die Kinderfrage eine große Rolle. Die Ansprüche an Frauen sind immens und wer gründet muss sich vor allem von fremden Erwartungen frei machen und sein Ding durchziehen. Und das fällt vielleicht Frauen manchmal etwas schwerer als Männern. Zudem gibt es bislang vermutlich auch noch zu wenige Vorbilder für Frauen. Es muss letztlich genauso selbstverständlich werden, dass Frauen gründen, wie wenn es Männer machen. Da wundert sich ja auch niemand. Aber ich denke, dass ist vielleicht wie in früheren Zeiten, wo es nicht selbstverständlich war, dass Frauen überhaupt studieren dürfen. Und heute ist das selbstverständlich. Aber ich denke, dass wir gerade genau in der Zeit leben, wo sich das stark ändert. Sowohl das Gründen generell als eine wirkliche Alternative zum klassischen Job gesehen wird, als auch, dass sich der Anteil der Gründerinnen positiv ändern wird. Aber derzeit ist eben noch ein wenig Feminismus- und Pionierarbeit gefragt, sodass es für die nachfolgende Generation gar kein Thema mehr sein wird.

Über welche Themen wirst du auf der Transatlantic Alliance Conference 2015 sprechen?
Maxi Knust: Ich werde eben genau über dieses Thema im Rahmen eines Panels sprechen: Gender in Tech. Denn damit sich etwas ändert, muss auch etwas getan werden. Und ein Teil davon ist es auch auf Events wie der Transatlantic Alliance über genau dieses Thema zu sprechen und überhaupt erst einmal Awareness dafür zu schaffen und sich in einer Diskussion hierzu auszutauschen. Ich bin auf alle Fälle schon sehr gespannt.

Wie wichtig sind für dich Veranstaltungen wie die Transatlantic Alliance Conference 2015?
Maxi Knust: Ich finde Gründer-, Startup- und Tech-Events im Allgemeinen sehr wichtig und spannend, um spannende Vorträge zu hören, seine eigenes Wissen zu erweitern, aber vor allem auch, um spannende Persönlichkeiten der Branche kennenzulernen. Den Austausch unter Gleichgesinnten finde ich für Gründer sehr wichtig, ebenso wie den gegenseitigen Support in der Gründerszene, der sich oft auch durch das Kennenlernen auf den Events ergibt. Die Transatlantic Alliance bietet viele spannende Themen und das gebündelt auf einer Konferenz. Das sollte man sich definitiv nicht entgehen lassen.

Warum sollten Gründer auf Startup-Events gehen?
Maxi Knust: Man erhält auf Startup-Events bei den Vorträgen oft sehr gute Tipps, die einem für das eigene Business sehr gut weiterhelfen können. Und man lernt, wie gesagt, auch viele andere Gründer, potenzielle Investoren oder Kooperationspartner kennen. Startup-Events bieten vor allem hervorragende Möglichkeiten das eigenen Netzwerk zu erweitern. Ich war selbst in diesem Jahr auf vielen Startup-Events und kann das wirklich nur jedem Gründer ans Herz legen aus seiner Deckung herauszukommen und sich auf Events unter die Leute zu mischen.

Welche Tipps hast du für angehende Gründer?
Maxi Knust: Zum einen sollte man natürlich den Markt für seine Idee überprüfen und ein Businessmodell erstellen.
Aber neben den ganzen Hard Facts finde ich insbesondere das Mind-Set-Thema als Soft-Fact entscheidend für Gründer. Daher meine Tipps:
Seid Querdenker und versteckt euch nicht dafür. Lasst euch nicht von Neinsagern abhalten. Glaubt an eure Idee und an euch selbst und nicht nur, wenn es gerade gut läuft, sondern vor allem, wenn ihr einen schwierigen Moment habt. Seid mutig und traut euch öfters aus eurer Komfortzone heraus.

Und so einfach, aber so wichtig: Get shit done!

Weitere Informationen zur Transaltlantic Alliance finden Sie hier

Weitere Informationen zu Fempreneur

Wir bedanken uns bei Maxi Knust für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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