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von Links nach rechts: Michael Käfer (Eigentümer Feinkost Käfer), Michael Sabet (Miasa), Siegfried Rauch (Schauspieler) und Heiko Ruprecht (Schauspieler)
von Links nach rechts: Michael Käfer (Eigentümer Feinkost Käfer), Michael Sabet (Miasa), Siegfried Rauch (Schauspieler) und Heiko Ruprecht (Schauspieler)

Miasa Premiummarke fuer Safran

Das Berliner Startup Miasa hat sich mit Haut und Haaren dem roten Gold verschrieben

Safran – das wohl edelste und teuerste Gewürze der Welt. Die Königin der Gewürze erlangt auch auf dem deutschen Markt immer mehr Bedeutung. Das Berliner Startup Miasa hat sich mit Haut und Haaren dem roten Gold verschrieben. Gegründet 2010, importiert, handelt und veredelt Miasa hochwertigen Safran aus dem persischen Teil der Chorasan-Region und wurde damit innerhalb von fünf Jahren der größte deutsche Safran Importeur. Wir trafen CEO und Gründer Michael Sabet zum Interview und sprachen mit Ihm über das Crowfunding von Miasa.

Wie kam es zu der Gründung von Miasa?
Michael Sabet / Miasa : Ich selbst bin schon seit ich denken kann leidenschaftlicher Koch. Dabei experimentiere ich besonders gern mit hochwertigen Gewürzen. An Safran hat mich von Anfang an fasziniert, wie vielfältig das Gewürz eingesetzt werden kann – die Möglichkeiten sind schier endlos. Daraus entstand die Idee, gemeinsam mit Köchen neue und spannende Safran-Produkte zu kreieren. Schließlich musste ich mich entscheiden, die Berufung zum Beruf werden zu lassen, verließ meinen klassischen Karriereweg und gründete Miasa.

Was unterscheidet Miasa von anderen Anbietern?
Michael Sabet / Miasa : Unser Anspruch ist ein ganzheitliches Angebot. Zum einen sind wir eng in die komplette Wertschöpfungskette der Safran-Produktion eingebunden und lassen unsere Kompetenz an allen Punkten einfließen: angefangen bei der Zusammenarbeit mit den persischen Krokus-Bauern und der Vorort-Qualitätskontrolle, über die Steuerung der iranischen Händler, die Durchführung der deutschen Laboranalyse bis hin zur Auslieferung an die Kunden in Industrie, Gastronomie und Privathaushalten.
Zum anderen ist Safran für uns nicht nur Gewürz sondern Lifestyle. Wir kreieren eine komplette Erlebniswelt um das Produkt herum und hören nicht beim Vertrieb auf. Das Gewürz ist nicht umsonst das edelste der Welt und diesen Premiumanspruch leben wir in allen Facetten. Wir wollen die Magie des Safrans zu den Menschen und in die Haushalte transportieren.

Michael Sabet Miasa CEO
Michael Sabet Miasa CEO

Aus welchen Ländern wird der Safran bezogen? Auf was achten Sie da besonders?
Michael Sabet / Miasa : Am Anfang stand jede Menge Recherche, bis wir als Hauptanbaugebiet den Iran ausgewählt haben. Dort im persischen Hochgebirge an der alten Seidenstraße wird seit vielen Jahrhunderten Safran von unvergleichbar hoher Qualität angebaut. Über persönliche Kontakte konnten wir in den letzten Jahren Schritt für Schritt das Vertrauen zu den lokalen Bauern und Händlern aufbauen. Dabei achten wir auf die Qualitätssicherung in der gesamten Lieferkette – nur sorgfältig ausgesuchte Rohstoffe finden den Weg in unsere Fertigerzeugnisse, wie Safran-Essig oder Safran-Reis.

Wie groß ist das Marktpotenzial von Safran?
Michael Sabet / Miasa : Das Potenzial wird aktuell auf rund 2,5 Milliarden Euro weltweit geschätzt. Die Möglichkeiten sind noch längst nicht ausgeschöpft, sowohl im gastronomischen Bereich, in der Gewürzindustrie aber auch in der medizinischen Forschung. Viel interessanter ist für uns aber die Steigerung des privaten Safran-Konsums. In unserer Zielgruppe gibt beispielsweise einen durchschnittlichen Verbrauch von einem Gramm jährlich. Unser Ziel ist es, das daraus bald zehn Gramm werden – denn wir wissen aus eigener Erfahrung, dass diese Menge für den privaten Konsum leicht erreicht werden kann.

Warum haben Sie sich jetzt für eine Crowdinvesting Finanzierung entschieden?
Michael Sabet / Miasa : Als ich letztes Jahr erstmals davon hörte, war ich war sofort begeistert: Das Konzept ist einmalig. Crowdinvesting bietet endlich ein Finanzierungs-Instrument, in dem sehr viel Kompetenz gebündelt wird.

Wie haben Sie sich darauf vorbereitet und wie wurden Sie von Seedmatch unterstützt?
Michael Sabet / Miasa : Ich kann jedes StartUp nur ermutigen die Crowdfunding-Möglichkeiten zu nutzen. Die Vorbereitungen sind überschaubar und mit guter Planung problemlos umsetzbar. Es bedarf einer sauberen Dokumentation zur Rechtsform und zur geplanten Umsetzung des Geschäftsmodells. Seedmatch war und ist an dieser Stelle ein Profi und ich bin froh, dass wir für unser Vorhaben den richtigen Partner gefunden haben, der uns zu jeder Zeit unsere vielen Fragen beantwortet hat. Mit einem professionellen roten Faden hat Seedmatch uns durch den Vorbereitungsprozess geführt. Es ist allerdings sehr ratsam, einige liquiden Mittel zurückzuhalten, damit auch der Funding-Vorbereitungsprozess finanziert werden kann.

Wo sehen Sie für sich die Vorteile gegenüber anderer Finanzierungsformen?
Michael Sabet / Miasa : Für mich liegt der Unterschied im unternehmerischen Grundverständnis. Beim Crowdinvesting kommt durch die Kombination aus Bank und Crowd unterschiedliche Kompetenz in einem sehr guten Mix zusammen. Die Crowd-Investoren haben ein unternehmerisches Verständnis und können dadurch in viele Richtungen tatkräftig unterstützen. Das ist vergleichbar mit einem großen Aufsichtsrat, der kontrolliert, kritisch hinterfragt und Wissen zur Verfügung stellt. Die Dynamik der gemeinsamen Teilnahme an einem Vorhaben mit einem gemeinsamen Ziel ist ein großer Vorteil. Denn Erfolg und auch Risiko wird auf viele Schultern unter einer Führung aufgeteilt. Die Plattform dient dabei als Kommunikations-Instrument.
Oftmals ist es auch über den klassischen Bankenweg sehr schwierig, eine gute Finanzierung aufzustellen. Ein häufiger Fehler: es wird zu gering angesetzt und eine höhere Finanzierungssumme ist später in der Regel schwer abzusichern. Wir hatten Glück, dass wir in Berlin auf offene Ohren der Investitionsbank gestoßen sind. Das Haus ist geprägt durch eine sehr hohe Kompetenz gegenüber Firmengründern.

Was werden Sie nach erfolgreicher Finanzierung umsetzen?
Michael Sabet / Miasa : Von 2016 auf 2017 streben wir ein starkes Wachstum an. Der Großteil der Finanzierung fließt direkt in das Working Capital, damit wir damit Neugeschäft akquirieren bzw. Kundenaufträge vorfinanzieren können. Ein Teil wird in die Produktentwicklung und in das Marketing fließen.

Wo geht der Weg für Misa hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Michael Sabet / Miasa : In fünf Jahren möchten wir mindestens in zehn Länder exportieren und eine gefestigte Distributoren-Struktur im Ausland haben. Wir wollen Umsatz und Infrastruktur so weiterentwickeln, dass wir in den Folgejahren unser Bestandsgeschäft weiter optimieren und so unsere Margen steigern können. Und wir wollen durch unsere Markenführung innerhalb unseres Marktes die weltweit führende Premiummarke für das Gewürz Safran werden. Das gesamte Team arbeitet mit Hochdruck an der Realisierung dieser Ziele

Link zum Crowdfunding auf Seedmatch

Wir bedanken uns bei Michael Sabet für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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