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Michael Brecht Doodle

Michael Brecht Doodle vereinfacht die Terminabstimmung

Doodle-CEO Michael Brecht im Interview mit dem UNITEDNETWORKER

Der erfahrene Online-Experte mit über 20 Jahren Erfahrung in der Web-Welt übernahm im Februar 2014 die Doodle-Geschäftsführung und treibt seitdem den weltweiten Ausbau der Terminfindungs-Plattform energisch voran. Michael Brecht hat vor seiner Tätigkeit bei Doodle nicht nur in verschiedenen internationalen Führungspositionen gearbeitet, sondern war auch als Unternehmer mehrfach erfolgreich. Unter anderem hat er das Familien- und Kinderportal Urbia.com gegründet, das später an Gruner & Jahr verkauft wurde.

Herr Brecht, Sie sind seit Februar 2014 CEO bei Doodle. Was war der Ausschlag gebende Grund für diesen Schritt?
Michael Brecht : Doodle hat mich fasziniert, seit ich es vor vier Jahren zum ersten Mal selbst genutzt habe. Eine ganz einfache Idee, die jeder sofort versteht – und die einen so großen Nutzen bietet, dass der Service sich allein viral überall auf der Welt verbreitet hat. Als Unternehmer hat es mich gereizt, das nächste große Kapitel dieser Geschichte mitzuschreiben: nämlich Doodle zu einer wirklich globalen Plattform auszubauen, die ein selbstverständlicher Standard ist. Quasi das Facebook für Terminplanung. Dieser Kurs wird komplett unterstützt vom Schweizer Medienkonzern Tamedia, der Doodle wie geplant 2014 übernommen hat. Das war für mich entscheidend, dass es da ein klares gemeinsames Ziel gibt.

Welche Veränderungen haben Sie als CEO vorgenommen?
Michael Brecht : Die Grundidee von Doodle ist und bleibt genial. In meinem ersten Jahr als CEO ging es vor allem darum, alles auf die internationale Wachstumsoffensive auszurichten. Zusammen mit dem hervorragend aufgestellten Doodle-Team ist uns das sehr gut gelungen. Wir haben uns für eine klare Konzentration auf das Kernprodukt entschieden und das Profil unseres Premium-Dienstes geschärft. Wir rücken auch die emotionale Komponente der Doodle- Nutzung stärker in den Fokus – denn wir bringen Menschen im realen Leben zusammen.
Gute Beispiele dafür sind der WM-Planer, der sehr erfolgreich war, oder unsere neuen strategischen Partnerschaften mit Leetchi für das Sammeln und Verwalten von Gruppenkassen oder mit dem Online-Datingportal Finya. Und erst vor kurzem haben wir unser Doodle-Büro in Berlin eröffnet, von wo wir unter anderem das schnell wachsende mobile Geschäft von Doodle weiter vorantreiben werden.

Können Sie uns die Firma Doodle kurz vorstellen? Wer ist die Zielgruppe von Doodle?
Michael Brecht : Bei Doodle geht es darum, das Verabreden von Terminen und die schnelle Abstimmung in Gruppen oder zwischen zwei Personen radikal zu vereinfachen. Das beschreibt eigentlich auch schon die Zielgruppe: Doodle richtet sich an alle Menschen, die einen Internet-Zugang haben und mit anderen Verabredungen treffen, ob beruflich oder privat. Bekannt geworden ist Doodle mit dem kostenfreien Online-Terminplaner www.doodle.com. Dieses Angebot wird ergänzt von einer Premium-Version mit Zusatzfunktionen sowie das persönliche Terminplanungsprofil MeetMe. Und natürlich lässt sich Doodle auch mobil per App nutzen.
Das Unternehmen arbeitet übrigens schon seit Jahren profitabel, finanziert durch hochwertige Online-Kampagnen und Premium-Abonnements. Gegründet wurde Doodle in der Schweiz – und in Zürich befindet sich auch der Hauptsitz der Firma.

Wie viele Nutzer haben Sie?
Michael Brecht : Derzeit nutzen monatlich 25 Millionen Menschen rund um den Globus unseren Doodle- Service – und die Nutzerzahlen steigen Monat für Monat an. Besonders gut entwickeln sich die mobilen Doodle-Dienste: Sie sind allein im zweiten Halbjahr 2014 um 60% gewachsen.

In diesem Jahr haben Sie eine deutsche Tochterfirma gegründet. Wie wichtig ist dieser Schritt? Wie sehen Sie die Entwicklung auf dem deutschen Markt?
Michael Brecht : Auf dem deutschen Markt hatte Doodle 2014 weltweit die stärksten Nutzerzahlen und in Europa ist Deutschland für uns der wichtigste Schlüsselmarkt. Dass wir unser erstes Tochterunternehmen hier gegründet haben, ist ein logischer Schritt. Aber der neue Standort Berlin ist auch ein klares Signal in Richtung Internationalisierung – die große Dynamik der deutschen Hauptstadt hat bei unserer Entscheidung eine wichtige Rolle gespielt. Zehn Mitarbeiter werden zukünftig aus Berlin nicht nur das Mobilgeschäft weiterentwickeln, sondern auch den internationalen Support ausbauen sowie die weltweiten Marketingaktivitäten steuern.

Mit dem Dating-Portal Finya sind Sie eine Kooperation eingegangen. Was versprechen Sie sich von dieser Kooperation?
Michael Brecht : Die Partnerschaft mit Finya ist ein wichtiger erster Schritt bei der Erschließung neuer Geschäftsfelder – denn wir werden 2015 auch unsere Aktivitäten im Bereich der 1:1- Verabredungen massiv verstärken. Finya und uns verbindet die gleiche Philosophie: Wir wollen mit unseren kostenfreien Services Menschen zusammenbringen. Gerade für das Online-Dating ist Doodle perfekt. Denn es ist das eine, sich auf spielerische Weise im Web kennen zu lernen. Um sich dann aber in der realen Welt zu verabreden, braucht es ein wenig Überwindung. Hier setzen wir an: Eine Terminabstimmung mit Doodle ist verbindlich – aber noch nicht so persönlich wie zum Beispiel die Herausgabe der Telefonnummer. Wir bieten mit Doodle einen einfachen Weg, damit aus der Anonymität im Web eine wirkliche Begegnung entsteht.

Stehen noch weitere Kooperationen für dieses Jahr an? Wie wichtig sind Kooperationen für Unternehmen?
Michael Brecht : Die richtigen strategischen Partnerschaften können das Wachstum eines Unternehmens natürlich unterstützen. Wir werden dieses Instrument für Doodle auch 2015 nutzen – aber wir wählen unsere Kooperationspartner sehr sorgfältig aus. Ein Service muss von seiner Idee her optimal zu Doodle passen oder unseren Dienst sinnvoll ergänzen, nur dann verspricht eine Zusammenarbeit auch Erfolg. Wir sind mit einigen spannenden Firmen im Gespräch. Es wird also auch in diesem Bereich in den nächsten Monaten Neuigkeiten von uns geben.

Was sind Ihre Pläne für die nächsten fünf Jahre?
Michael Brecht : Wachstum, Wachstum, Wachstum: Wir wollen unsere monatlichen Nutzerzahlen in den nächsten fünf Jahren auf weltweit 200 Millionen Menschen steigern. Für unsere Schlüsselmärkte planen wir diverse marktspezifische Kampagnen und spezielle Doodle- Anwendungen. Unser wichtigster Wachstumstreiber ist weltweit aber sicher das Mobilgeschäft. Schließlich werden die meisten Verabredungen unterwegs – auf der Straße – getroffen. Und genau dahin gehen wir mit Doodle verstärkt: Schon im April lancieren wir eine neue iOS-App, die kostenlos und wesentlich komfortabler sein wird – und die das mobile Social Scheduling in einigen Bereichen völlig neu definiert. Im Sommer folgt dann die Version für Android-Geräte. All das werden wir mit innovativen Marketingformen begleiten und unsere Apps so millionenfach auf die Handys bringen. Doodle hat in den letzten Jahren bewiesen, dass Online-Terminplanung Zeit und Nerven spart. Jetzt gehen wir noch einen entscheidenden Schritt weiter: Wer doodlet, soll Spaß am Verabreden haben. Wir haben viele Ideen und ein motiviertes Team mit echtem Enthusiasmus für Doodle. Darum bin ich sicher, dass wir unsere ambitionierten Ziele auch erreichen werden.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Michael Brecht für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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