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Mirko Gooßen Innovation made in Germany

Mirko Gooßen über die Crowdfunding Kampagne, die nächsten Schritte und „Die Höhle der Löwen“

Wie funktioniert das Prinzip mit dem E-Paper-Circle?
Mirko Gooßen/E-Paper-Circle: Das ist eigentlich total easy! Wenn sie zukünftig auf unsere Seite kommen, suchen sie sich einfach ein E-Paper, sei es eine Tages-, Wochenzeitung oder Zeitschrift, aus. Danach entscheiden sie sich lediglich noch ob sie das E-Paper kostenlos (werbefinanziert) oder komfortabel (werbefrei) lesen möchten und dann geht es auch schon los. Wenn sie fertig sind, dann schließen sie den Lesemodus ganz einfach und „geben das E-Paper zurück“. Dann können Sie ganz bequem ein neues E-Paper wählen und gemütlich weiterlesen. Das Gute beim E-Paper-Circle ist, dass sie dafür kein Abonnement abschließen oder die Zeitung kaufen müssen, denn wir rechnen ganz bequem über ein Lesezeitkonto ab. Das heißt, lesen sie mal ein paar Tage nicht, brauchen sie auch nichts bezahlen! Die übrige Lesezeit wird selbstverständlich auf ihrem Konto gespeichert. Sollte Ihnen ein Artikel besonders gut gefallen oder sie wissen ganz genau, dass sie sich nur für einen ganz bestimmten Artikel interessieren, dann haben sie bei uns sogar die Möglichkeit einzelne Seiten käuflich zu erwerben; d.h. sie müssen nicht mehr das komplette Magazin kaufen. Die gekauften Seiten werden in ihrem Profilkonto gespeichert und sie haben jederzeit Zugriff darauf.

Ihr seid momentan auf der Suche nach Investoren für Euer Startup Unternehmen, was muss ein potenzieller Investor mitbringen?
Mirko Gooßen/E-Paper-Circle: Dass wir Kapital brauchen ist selbstverständlich, ich denke da brauchen wir nicht tiefer einsteigen. Perfekt wäre ein Business Angel mit Erfahrung im digitalen Business und der IT-Know-How mitbringt, denn wir sind beides leider keine Programmierer. Mein Kompagnon Daniel hat zwar über 6 Jahre Berufserfahrung in der Optimierung der Fialtechnologie und versteht ziemlich viel davon was Abläufe, Prozesse, Automatismen usw. angeht, aber das reicht nicht. Daher sourcen wir zu Beginn die Programmierung des E-Paper-Circle’s out, behalten uns aber selbstverständlich alle Rechte vor. Das ist heutzutage nichts Ungewöhnliches. Allerdings könnten wir das umgehen, wenn der Investor bspw. selbst ein IT-Unternehmen hat, welches für uns die Programmierung übernimmt. Es können auch gerne zwei Investoren sein, der eine bringt das IT-Know-How mit und der andere das noch fehlende Kapital in Cash. Wichtig ist, dass die Chemie stimmt, denn sonst kann ein Startup auch schnell scheitern, und das nur, weil es interne Streitigkeiten gibt, die alles weitere blockieren.
Sukzessive bauen wir uns dann einen kompetenten Stamm aus pfiffigen Programmierern auf, so dass wir kurz- bis mittelfristig die IT-Kompetenz selber stellen werden und unabhängig von Dritte sind. Es laufen zwar bereits erste Gespräche, aber die sind leider noch nicht so zielführend wie erwartet. Klar, handelt es sich bei einem sechsstelligen Kapitalbedarf in einer so frühen Phase um viel Geld, aber wir sind genau die Richtigen, um dieses Projekt zum Erfolg zu führen, das verspreche ich.

Ihr hattet auf Startnext eine Crowdfunding Kampagne, wie ist diese gelaufen?
Mirko Gooßen /E-Paper-Circle: Seien wir ehrlich, die Kampagne war ein Misserfolg. Ich denke es ist das Zusammenspiel einiger Gründe gewesen, warum wir nicht erfolgreich waren. Zum einen ist unser Produkt nicht sonderlich einfach zu verstehen, da es eine wirkliche Neuerung auf dem Markt darstellt. Um es der Crowd doch verständlich darzulegen, waren wir zu Beginn und jetzt auch noch nicht, weit genug fortgeschritten in der Programmierung. Soll heißen, wir haben die Crowdfunding Kampagne zu früh gestartet. Zum anderen konnten wir den Fans nicht genügend Input und Fortschritte bieten. Dann denke ich haben wir uns für unser Vorhaben die falsche Plattform ausgesucht. Ferner hätten wir viel mehr Pressearbeit, auch schon vor dem Start der Kampagne, machen müssen. Das ist echt harte Arbeit, wo viele Parameter stimmen müssen, so viel steht fest. Und jeder der eine Crowdfunding Kampagne starten möchte, sollte sich dem wirklich bewusst sein.
Nichtsdestotrotz haben wir einiges daraus gelernt und Erfahrungen gesammelt, die uns keiner nehmen kann.

Wie hat sich eure Planung mit dem E-Paper-Circle in den letzten Monaten entwickelt?
Mirko Gooßen /E-Paper-Circle: Unsere Planung hat sich nicht wirklich verändert. Wir benötigen so schnell es geht einen passenden Investor, damit wir endlich durchstarten können, denn vor einigen Tagen haben wir den ersten Vorvertrag mit einem zukünftig kooperierenden Verlag unterschrieben. Es werden weitere folgen, das kann ich schon fest zusagen, aber das hilft uns nicht weiter, wenn wir nicht das nötige Kapital bekommen, um die Plattform und die dazugehörigen Apps zu bauen. Da nützen uns auch keine 100 Unterschriften!
Wenn aber alles gut verläuft, können wir Mitte 2015 online gehen. Das ist immer noch das Ziel.

Wer ist eure Zielgruppe mit dem E-Paper-Circle?
Mirko Gooßen /E-Paper-Circle: Generell sind es alle Leser von digitalen Zeitungen und Zeitschriften. Aber ich würde sagen in erster Linie Personen, die gerne mehr als eine Quelle nutzen, um sich über aktuelle News, Stories oder allgemein Themen zu informieren. Leser die es lieben über den Tellerrand hinaus lesen und sich nicht gerne festlegen.
Zusammenfassend: Personen die ein einfaches sowie flexibles Presse-Angebot wünschen, welches zu einem fairen Preis angeboten wird und bei dem kein Abonnement o.ä. Verpflichtungen eingegangen werden müssen, obwohl es sich um Qualitätsjournalismus handelt.

Würdet Ihr in „Die Höhle der Löwen“ gehen?
Mirko Gooßen /E-Paper-Circle: Ja, denn ich denke es ist eine riesen Chance für jedes Startup, dass ein gutes Produkt hat. Auch wenn keiner der Löwen investiert, hat man dennoch ein klasse Marketing für sein Produkt betrieben, vorausgesetzt man verkauft sich gut und gibt sich authentisch.
Wenn ich mich nicht verlesen habe gab es bei einem Teilnehmer, ich meine „Ella und Paul“ war es, während der Show auf einmal bis zu 4.400 Seitenzugriffe gleichzeitig, wo sich sonst täglich gerade mal 100 Besucher tummeln. Das sind schon beachtliche Zahlen, aber bei einer Einschaltquote von rund 2 Millionen Zuschauer ist das auch kein Wunder. Darüber hinaus erreicht man auch andere Interessengruppen wie alternative Investoren, Presse, mögliche Kooperationspartner usw. Also wirklich eine tolle Chance!
Mal schauen, vielleicht sehen Sie uns ja in der zweiten Staffel.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Mirko Gooßen für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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