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miwalk- gehen lohnt sich wieder

miwalk ist eine Plattform, die Menschen dabei unterstützen soll, gesünder zu leben

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen miwalk doch kurz vor!
Ich bin Phong und mit Michael zusammen sind wir die beiden Gründer von miwalk. miwalk ist eine Plattform, die Menschen dabei unterstützen soll, gesünder zu leben. Wir haben mit miwalk eine Health-Loyality-App entwickelt, um eine Langzeitmotivation hin zu mehr Bewegung zu erreichen. Ein Schrittzähler sollte mehr können als nur Schritte zu zählen. Wir von miwalk wollen das beweisen. Unser Versprechen: Gehen lohnt sich wieder. Mittlerweile sind wir sind ein buntes Team bestehend aus 5 Personen. Neben uns beiden sind noch die Firma appjigger – verantwortlich für die Entwicklung der App – sowie Lukas, der die Webplattform entwickelt, Teil des Teams. Die erste App-Version für Apples iPhone soll nach zweimonatiger Entwicklung im Oktober 2015 zum Download im App Store bereitstehen.

Wie ist die Idee zu miwalk entstanden und wie haben Sie sich als Team zusammengefunden?
Die Idee zu miwalk ist im Flugzeug entstanden als ich auf dem Heimweg von meiner Weltreise war. Während des Flugs habe ich zufällig in die Apple Health App reingeschaut und gesehen, dass ich sehr viel zu Fuß unterwegs war. Aber die Frage die ich mir dann gestellt habe war: „Warum habe ich vorher nie in die App reingeschaut?“.Da ich zuvor für längere Zeit im Bereich von Bonusprogrammen gearbeitet habe bin ich auf die Idee gekommen, beides zu kombinieren. Warum nicht Menschen für das belohnen, was Sie so oder so jeden Tag in gewissen Umfang machen? Nämlich gehen. Mit Michael habe ich dann 2-3 Wochen später darüber geredet, da ich wusste, dass er sich für Schrittzähler, Apps und Bewegung allgemein sehr interessiert. Er war entsprechend sofort Feuer und Flamme für die Idee. Lukas, unser Webentwickler, und das appjigger-Team (mobile Entwicklung), mit Tom und Moritz konnte ich mit Michael zusammen in den folgenden Wochen von der Idee überzeugen. Somit bilden wir jetzt ein schlagkräftiges Team, die das Produkt im Oktober auf den Markt bringen wird.

Von der Idee bis zum Start was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Es gab in meinen Augen direkt zu Beginn eine große Herausforderung. Man hat eine super Idee, kann diese aber nicht umsetzen, da man sich mit der App-Entwicklung nicht wirklich auskennt. Wer programmiert das Ganze also? Wir haben zunächst überlegt, eine Firma als Dienstleister einzustellen, die das Produkt dann entwickelt. Nach reiflicher Überlegung haben wir uns dann aber dagegen entschieden, da wir jemanden an Bord haben wollten, der die Idee genauso „cool“ findet wie wir und sich damit voll identifizieren kann und entsprechend mit Begeisterung entwickelt.Mit den Jungs von appjigger haben wir die richtigen Entwickler schließlich gefunden und mit ins Boot geholt. Gedanken haben wir uns auch darüber gemacht, wie man Partner über eine mögliche Kooperation mit einem Startup überzeugen kann. Aber die Partner nehmen das Konzept bisher gut an und wir konnten schon einige interessante Firmen für das Konzept begeistern. Ein weiterer Punkt, den man als Gründer beachten sollte ist die Bürokratie. Vieles dauert sehr lange und kostet ziemlich viel. Eine Kreditkarte als Startup bei einer Bank zu bekommen kann einen zum Beispiel schon mal zur Verzweiflung bringen. Positiv bei uns war die Tatsache, dass alle im Team bereits Gründungserfahrung hatten und selbständig sind, dadurch sind natürlich bereits einiges an Erfahrung vorhanden und auch einige Fehler vermieden worden. Dadurch konnten wir von Anfang an mehr Energie in das ganze Produkt stecken. Aktuell finanzieren wir uns aus Rücklagen, davon stecken wir das meiste ins Marketing. Die Entwicklung der App ist abgeschlossen und nun gehen wir die Herausforderung an, Investoren zu finden.

Wer ist die Zielgruppe von miwalk?
Man sollte ja eigentlich nie sagen, dass sein eigenes Produkt für jeden geeignet ist, ich mache es aber trotzdem mal. Die App ist für jeden gedacht, der mit Bewegung gesünder werden möchte. Seit einigen Jahren ist der Trend zu beobachten, dass viele Menschen sich bewusster ernähren und auch versuchen, sich mehr zu bewegen. Das tolle an miwalk ist, dass die App die Schritte automatisch im Hintergrund speichert, ohne dass man die App extra starten muss. Jeder Mensch macht Schritte, ob nun bewusst oder unbewusst– seien es 1.000, weil die Person im Büro arbeitet oder 10.000, weil die Person einfach gerne spazieren geht. Da ein großer Teil der Bevölkerung immer noch eher faul ist liegt die Herausforderung darin, die Menschen langfristig zu motivieren, ihre tägliche Schrittzahl zu erhöhen. Mit miwalk haben wir ein System für diese Langzeitmotivation eingebaut – das Belohnungssystem. Ist es denn nicht schöner, wenn man eine Belohnung erhält für das, was man sowieso macht?

Wie funktioniert miwalk?
Mit miwalk haben wir ein einfach zu bedienendes Produkt entwickelt. Die App wird kostenfrei sein, so dass auch wirklich jeder sie verwenden kann. Wenn man sich einmal registriert hat, muss man fast nichts mehr machen außer sich zu bewegen. Die Schritte werden automatisch und akku schonend mit neuerster Technologie gezählt, in unsere interne Währung „mi-Punkte“ umgewandelt und können dann bei unseren Partnern für Gutscheine eingelöst werden. Selbst wenn man die App mal einen halben Tag nicht öffnet, wird man davon trotzdem profitieren, da sich die App beim nächsten Öffnen automatisch synchronisiert! Ein weiteres Feature, welches wir am Anfang haben werden, ist die Wochen Challenge, wo man gegen andere „miwalker“ um Preise gehen kann. Mit der Zeit werden natürlich weitere Features eingebaut, denn Ideen haben wir viele.

Welche Prämien gibt es?
Aktuell haben wir elektronische Gutscheincodes, die unsere User bei unseren Partnern online einlösen können. Diese Gutscheine sind Discounts in unterschiedlichen Höhen, die man gegen Schritte eintauschen kann. Wir arbeiten hierbei vor allem mit Partnern zusammen, die eine gesunde Lebensweise unterstützen und werden diese Linie auch beibehalten.

miwalk, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Was wir auf jeden Fall nicht planen ist nach Berlin zu gehen. Wir wollen in Frankfurt bleiben und dort das „Baby“ auch großziehen, weil wir denken, dass es in Frankfurt auch funktionieren wird. Auch wichtig ist, dass miwalk einfach skalierbar ist und überall funktioniert. Wir starten in Deutschland, wollen aber schnell in den deutschsprachigen Raum expandieren und auch nicht zu lange warten, um den Schritt nach Übersee anzutreten. Unser Ziel ist ganz klar, dass wir mit miwalk das Gehverhalten der Menschen ändern wollen. Das klingt vielleicht ein wenig verrückt, aber „Dream big – or don’t dream at all“.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Da habe ich drei Tipps – Erstens: Ideen haben viele Menschen. Aber was man als Gründer machen sollte ist, diese Idee auch umzusetzen. Nicht nur darüber reden, sondern einfach den Mut haben, den ersten Schritt zu machen. Die Idee nicht verstecken, sondern offen mit Menschen darüber reden, denn Feedback ist das wichtigste, was man am Anfang kostenlos bekommt. Zweitens: Fangt nicht an einen 80-seitigen Business Plan zu schreiben, der nur auf Annahmen basiert. Nichts ist schlimmer, als sich von Anfang an nur Gedanken darüber zu machen, wie man Investoren gewinnen kann. Sicherlich ist es eine gute Basis darüber nachzudenken, wie man Geld verdienen kann, was die Zielgruppe ist, usw. Aber konzentriert Euch von Anfang an auf das Produkt. Denn es bringt Euch nichts einen tollen „Business Plan“ zu haben aber dann das Produkt aus den Augen zu verlieren. Einfach gesagt: nicht reden, sondern machen! Drittens: Bleibt überzeugt von Eurer Idee. Steht zu 100% dahinter und kämpft gegen den Widerstand. Wenn man auf dem Weg mal fällt – und das wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit passieren – hat man nicht verloren, sondern man hat wieder nur etwas dazu gelernt.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Phong Dao für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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Koa Heights’ gegründet, mit dem wir hawaiianischen Kaffee nach Deutschland bringen. Wir haben Koa Heights neben dem Studium gegründet, um ein Stück der hawaiianischen Kultur und einen Hauch ‚Aloha’ nach Europa zu bringen.

  • Tina

    wir machen eine Ähnliche App. Leider kann ich den Namen nicht verraten. Wünschen euch viel Erfolg ! 🙂

  • Phong

    Hi Tina, so lange es nur eine „ähnliche“ App ist, ist es doch gut. Gerne können wir uns auch austauschen. Cheers und Euch auch viel Erfolg.

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