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MomentMap Team
v.l.n.r Philipp Aschhoff, Alex Steiner, Dennis Nesemeier, Raphael Tiersch, Jean Michel Diaz und Felix Mennen

MomentMap soziales Netzwerk mit Mehrwert

Jean Michel Diaz Gründer des Startup Unternehmens MomentMap im Interview

Wie ist die Idee zu MomentMap entstanden, wann wurde die Firma gegründet und wer steckt hinter MomentMap?
Jean Michel Diaz/MomentMap: Die MomentMap Idee stammt von 3 Studenten aus OWL, also uns: Dennis Nesemeier, Philipp Aschhoff und Jean Michel Diaz. Wir haben die aktuelle Nutzung von sozialen Netzwerken hinterfragt und für uns stand fest, dass Facebook & Co. mittlerweile immer weniger soziales an sich haben und im wesentlichen genutzt werden, um bestehende Freundschaften zu digitalisieren. Unsere Vorstellung von sozialen Netzen war eigentlich, dass sie Brücken schaffen sollten, um Leute im richtigen Leben zusammenbringen – was sie aber tun ist lediglich unser Leben zu digitalisieren.
Mit diesem Gedanken sind wir gestartet und haben uns ein Konzept überlegt, mit dem wir hoffen es anderen Menschen möglich zu machen genau das zu tun: Neue Leute und Orte kennenzulernen und das richtige Leben in den Fokus zu stellen.
Als wir ein Kernteam zusammengestellt hatten, haben wir im Februar diesen Jahres eine UG gegründet, um unsere Pläne in die Tat umzusetzen. Mittlerweile sind wir ein Team bestehend aus 8 Leuten, Schüler und Studenten mit Know-How aus allen Bereichen. Im Team Bereich auf unserer Homepage stellen wir uns auch nochmal einzeln im Detail vor..

Von der Idee bis zum Start: Was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Jean Michel Diaz/MomentMap: Uns war sehr wichtig, dass wir möglichst viel Know-How für die Umsetzung selber liefern. Das hat uns nicht nur geholfen den finanziellen Aufwand zu minimieren, sondern bietet eine optimale Grundlage für späteres Wachstum. Da wir MomentMap alle nur nebenbei als Hobby betreiben, ist es natürlich ungemein wichtig unsere sehr begrenzten Ressourcen effektiv zu nutzen. Trotzdem haben wir es immer wieder geschafft enorm gute Ergebnisse zu erreichen, auf die wir auch jetzt schon stolz sein können. Durch unseren eigenen Input bei dem Projekt ist es uns gelungen bis jetzt alles aus eigener Tasche zu finanzieren. Zu einem späteren Zeitpunkt, wenn wir unsere Apps im AppStore und Google Playstore haben, planen wir die Aufnahme von externem Kapital, um eine großflächige Vermarktung von MomentMap in Deutschland & darüber hinaus zu starten.

Welche Wege gehen Sie, um Ihr Startup am Markt zu etablieren? Welche Rolle spielt dabei Social Media?
Jean Michel Diaz/MomentMap: Momentan sind wir noch in einer Phase, in der wir viel hinter verschlossenen Türen arbeiten und unseren Fokus weniger auf die Außenwahrnehmung gelegt haben. Wir haben schon unsere ersten Erfahrungen mit Twitter, Facebook & Co. als Werbeplattformen gesammelt, und werden uns demnächst auf eine möglichst effiziente Vermarktungsstrategie festlegen. Fest steht, dass die Vermarktungsmöglichkeiten, die man auf über soziale Kanäle hat, einen großen Aufwand und viel Pflege bedeuten und in den meisten Fällen auch nicht kostenlos eingesetzt werden, wie man anfangs fälschlicherweise vermuten würde.
Trotzdem werden soziale Netze ganz sicher bei unserer Vermarktung eine zentrale Rolle spielen: Wir sind ein junges Team und möchten das auch zeigen, dafür bietet sich diese authentische Form von Werbung optimal an.

Wer ist die Zielgruppe von MomentMap?
Jean Michel Diaz/MomentMap: Als wir die Idee konzipiert haben, ist uns aufgefallen, dass jeder von uns andere Vorstellungen hatte, wie er die App nutzen würde. Wir erwarten, dass auch unsere Nutzer später, je nach ihrem Hintergrund, sehr verschiedene Vorstellungen haben, was sie über die Karte mit anderen teilen möchten. Das haben wir in unserem Konzept berücksichtigt und Kategorien für Posts integriert: Sports, Fashion & Arts z. B.. So könnten z. B. Sportler ihre Trainingsstätten oder Laufrouten teilen und andere motivieren mitzumachen. Genauso könnten Modebegeisterte ihre Lieblingsboutiquen unterstützen, indem sie aus der Umkleide heraus einen Selfie mit der neuen Kollektion auf der Karte teilt.
Wir sind selber gespannt, welche Zielgruppe es nachher sein wird, die in MomentMap Ihre Bedürfnisse befriedigt sieht, und halten es daher bewusst offen, wie MomentMap genutzt werden kann.

Wie funktioniert MomentMap? Wie finden die Nutzer von der digitalen Welt in der realen Welt zueinander?
Jean Michel Diaz/MomentMap:Der Grund warum sich unsere Idee von bisherigen sozialen Netzen abgegrenzt ist ganz klar: Man sieht aktuelle Einträge von anderen Nutzern an einem beliebigen Ort. Damit ist eine Brücke zwischen digitaler und realer Welt geschlagen, die wir unseren Nutzern bieten wollen. Auf Facebook muss ich mir erst Freunde sammeln, um überhaupt Inhalte zu sehen. Diese Netzwerke sind offensichtlich nicht darauf ausgelegt neue Kontakte zu schaffen, und schon gar nicht diese in der realen Welt auszuleben. Unser Konzept ist einfach: Man sieht interessante Momente von anderen Personen und entdeckt so neue interessante Orte. Gleichzeitig hat man die Möglichkeit die andere Person zu kontaktieren, um zusammen etwas neues zu erleben.

Mit der App wollen Sie eine Brücke schlagen zwischen der digitalen und der realen Welt, wie kommt das bisher bei den Nutzern an?
Jean Michel Diaz/MomentMap: Die Nutzung von MomentMap unterscheidet sich im ersten Moment nicht stark von bisherigen Plattformen. Erst bei der Nutzung fallen den meisten die Vorteile auf, die sich aus dem Konzept ergeben. Wenn man Leuten die Idee erklärt, merkt man gleich die Begeisterung für das Konzept dahinter. Die meisten wissen in dem Moment zwar nicht, wie die App konkret aussieht, aber alleine die Reaktion zeigt schon, dass ein gewisses Potential da ist. Aber natürlich ist uns bewusst, dass der Weg bis sich diese neue Art des sozialen netzwerken durchsetzt ein langer sein wird.

MomentMap wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Jean Michel Diaz/MomentMap: Wir wissen zwar alle, welches Potential die Idee hat, aber wissen wir auch genauso gut, wie viele andere tolle Ideen sich nicht durchgesetzt haben. Ich glaube wir alle haben vor allem den Anspruch viel durch dieses Projekt zu lernen. Natürlich würde es uns sehr freuen, wenn später einmal viele Leute sich so für unser Konzept begeistern, wie wir es tun – aber wir machen unsere Arbeit nicht davon abhängig.

Zum Schluß: Welche Tipps haben Sie für angehende Gründer?
Jean Michel Diaz/MomentMap: Uns hat es vieles erleichtert möglichst viel Know-How in unseren eigenen Reihen zu halten und viel selber umzusetzen. Ich denke jeder der sich selbstständig macht, sollte diesen Anspruch haben und sich Leute ins Boot holen, die sich gut ergänzen und gerne zusammen arbeiten. Wenn man dann noch die nötige Ausdauer hat, ein Projekt voran zu treiben, kann eigentlich wenig schief gehen 😉

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Jean Michel Diaz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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