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My Heart Beats Vegan

My Heart Beats Vegan

David Specht Mitgründer von My Heart Beats Vegan im Interview

Können Sie sich kurz unseren Lesern vorstellen!
David Specht/My Heart Beats Vegan : Mein Name ist David Specht, ich bin 23 Jahre alt und habe im Jahr 2014 meinen Bachelor in Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Steuerrecht und Wirtschaftsprüfung gemacht. Zusammen mit meinem Geschäftspartner Daniel Kretz (28) (B.Sc. Marketingkommunikation) habe ich mich Ende 2013 selbstständig gemacht.

Wie ist die Idee zu My Heart Beats Vegan entstanden?
David Specht/My Heart Beats Vegan :Die Idee für unser Gastronomiekonzept entstand eigentlich aus der „Not“ heraus. Wir besuchten die „Kölner Lichter“, das größte musiksynchrone Feuerwerk in Deutschland mit ca. 1 Mio. Zuschauern. Essensstände gab es viele, dabei waren das vegetarische und insbesondere das vegane Angebot äußerst überschaubar. Als Veganer hält man sich dann meistens an Pommes frites, doch selbst die wurden mit Schweineschnitzeln zusammen oder direkt in Nierenfett ausgebacken. Auf den meisten Events ist ein ähnliches Bild anzutreffen: Eine Würstchenbude reiht sich an die nächste, fleischfrei ist da eher die Ausnahme. In diesem Markt sahen wir unsere Chance.
Wichtig war uns jedoch, dass unsere Produkte frei von Geschmacksverstärkern und Aromazusätzen sind. Diese Zusatzstoffe findet man oft in veganen Produkten um Geschmäcker zu imitieren oder eine bessere Qualität oder Quantität einzelner Zutaten zu simulieren. Unser Ziel ist es hingegen, authentische Produkte anzubieten mit 100% echtem Geschmack. Das heißt in der Konsequenz auch keine „natürlichen Aromen“, die nicht aus den Pflanzen gewonnen werden, nach denen sie schmecken sollen und kein Hefeextrakt, sofern dies lediglich die Funktion eines Geschmacksverstärkers übernehmen soll, lebensmittelrechtlich aber nicht als solcher zu deklarieren ist.
Somit war die Idee geboren und wurde mit Hilfe des Gründerinstituts der SRH-Hochschule Heidelberg, insbesondere mit Hilfe von Herrn Rauterberg und Herrn Prof. Dr. Fischer ausgearbeitet. In einem weiteren Schritt baten wir den deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA), unseren Businessplan auf Herz und Nieren zu prüfen. Getestet und für gut befunden: Es konnte losgehen.

Plakat Burger Spicy Barbecue
Burger Spicy Barbecue

Von der Idee bis zur Gründung was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
David Specht/My Heart Beats Vegan :Schlussendlich haben wir unsere Unternehmung zu 100% aus eigenen Mitteln und mit der Unterstützung unserer Familien finanziert. Ursprünglich war eine Fremdfinanzierung durch eine Bank geplant, auch schon beantragt und bewwilligt. Nachdem sich die Möglichkeit einer eigenen Finanzierung bot, haben wir diese jedoch vorgezogen. Es beruhigt dennoch sehr, dass uns die Bank nach Prüfung unseres Konzeptes grünes Licht gab und ihr Vertrauen schenkte, was insbesondere für Gründer in der Gastronomie keine Selbstverständlichkeit ist.
Heute, nach 1 1/2 Jahren finanzieren wir aus unserem Umsatz unser erstes Restaurant in Karlsruhe (Kriegsstraße 94).

Welche Wege gehen Sie, um Ihr Startup Unternehmen am Markt zu etablieren? Welche Rolle spielen Gründer und Startup Events/Wettbewerbe?
David Specht/My Heart Beats Vegan :Ich glaube, dass die Gastronomiestartups es sehr schwer bei branchenübergreifenden Pitches und Wettbewerben haben. Essen und Trinken sind in erster Linie ein Grundbedürfnis, gegessen wird immer – wie man so schön sagt. Dementsprechend groß ist das Angebot. Sich hier mit echten Innovationen abzuheben ist nicht einfach, sich zu etablieren richtig schwer. Trotz aller Anstrengungen kochen die meisten Gastronomen auch nur mit Wasser. Mit bahnbrechenden Neuerungen können wir nur schwerlich aufwarten.
Innerhalb der Gastrobranche besetzen wir natürlich mit dem Thema vegan durchaus eine neue Nische mit kreativen Produkten neuen geschmacklichen Möglichkeiten. Durch unsere mobile Gastronomie haben wir die Möglichkeit, immer sehr gezielt unser Publikum zu suchen und auf uns aufmerksam zu machen. Mit einer festen Gastronomie ist man hingegen darauf angewiesen, dass die Gäste den Gastronomen suchen und finden.

Was findet der Kunde auf Ihrer Speisekarte?
David Specht/My Heart Beats Vegan :Unsere Gäste finden an unseren Verkaufsständen sowie in unseren Restaurants internationale und abwechslungsreiche Gerichte vom Schweizer Almröstiburger mit Zitronenpfeffer-Crème über einen marokkanischen Wrap mit gegrilltem Hokkaido Kürbis bis hin zum Frankfurter Kranz. Einige unserer Speisen sind dabei soja- und/oder glutenfrei, um auch für Gäste mit Unverträglichkeiten etwas im Angebot zu haben. Je nach Saison ergänzen wir die Karte durch verschiedene kleine und große Köstlichkeiten.
In unserem Restaurant bieten wir in der Hauptsache Burger, Pastagerichte und frische Salate an. Kaffee und Kuchen gehören natürlich auch dazu wie eine kleine Auswahl an Cocktails, Weinen und nachhaltig produzierten Bieren.

Auf was achten Sie bei der Auswahl der Zutaten?
David Specht/My Heart Beats Vegan :Die Auswahl erfolgt über drei Hauptkriterien: VEGAN, ohne Geschmacksverstärker, ohne Aromazusätze. Erst dann kann über eine mögliche Verwendung nachgedacht werden. Weitere Kriterien sind dann ein möglichst nachhaltiger und fairer Anbau, Regionalität, wie auch Saisonalität.

Wo kann man die Produkte probieren? Auf welchen Events und Veranstaltungen sind sie vertreten?
David Specht/My Heart Beats Vegan :Ab 04.7.2015 sind wir von Dienstag bis Sonntag in unserem Restaurant im Herzen Karlsruhes zu finden (Kriegsstraße 94, Nähe Ettlinger Tor). Hinzu kommen verschiedene Veranstaltungen. The return to Rock´n´Heim, DAS FEST Karlsruhe, Stadtgeburtstag Karlsruhe, Stadtfest Wiesbaden, Street Food Weekend Gießen/Koblenz, Weihnachtsmarkt Mannheim uvm.

Wie ist das bisherige Kundenfeedback?
David Specht/My Heart Beats Vegan :Das Kundenfeedback ist sehr gut. Die meisten Veranstaltungsbesucher freuen sich etwas Neues zu probieren. Die wenigsten sind Veganer! Viele kommen zu uns, weil sie neugierig und experimentierfreudig sind oder auch auf Grund gesundheitlicher Probleme, religiöser Ansichten oder Allergien bestimmte Dinge nicht essen dürfen, können oder möchten.

My Heart Beats Vegan wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
David Specht/My Heart Beats Vegan :Ich hoffe, dass ich in fünf Jahren noch weitere Restaurants eröffnet habe, oder vielleicht auch Franchiselizenzen anbieten kann um die vegane Küche möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen und Hemmschwellen vor dem großen und vielfach diskutierten Begriff „vegan“ abbauen zu können.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
David Specht/My Heart Beats Vegan :Auch wenn anfangs finanziell nicht viel hängen bleibt, weiter machen und nicht gleich aufgeben. Man muss sich darüber im Klaren sein, dass es sich um harte Arbeit handelt und viele werden bereits gemerkt haben, wie schön es ein Angestellter hat. Das Wort selbstständig setzt sich nicht zufällig aus „selbst“ und „ständig“ zusammen. Die Parole lautet „Durchhalten!“. Wenn man engagiert ist und das, was man tut, liebt, kommt der Erfolg meist von alleine.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei David Specht für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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