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50 Jahre nach der Mondlandung: Der nächste große Schritt für die Berichterstattung

„That’s one small step for a man, one giant leap for mankind“ – genau wie Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins als erste Menschen die Raumfahrt in neue Sphäre katapultierten, sorgte die Mondlandung auch in der Berichterstattung für neue Dimensionen. Vor allem Print-Medien überschlugen sich mit hochwertigen Sonderausgaben und ausführlichen Reportagen, doch auch TV-Sender begleiteten die ersten Schritte in neue Sphären. Matthew Ulbrich, CEO „Digital Experience“ bei Tickaroo, erklärt, was Leser heute erwarten und worauf Publisher achten sollten, wenn in Zukunft die ersten Raumfahrer den Mars erkunden.

Gibt es in 50 Jahren noch Printmedien?

Die aktuelle Deloitte Media Consumer Survey bestätigt: Print-Medien bleiben in ihrer Beliebtheit zukünftig stabil. Damals als die Mondlandung in den Tageszeitungen und Rundfunkanstalten aufgegriffen wurde, waren diese Medienarten die einzig verfügbaren News-Quellen. Heute sind wir mit dem Internet auch um viele Erzählformate reicher, speziell das Online-Angebot um Social Media-Plattformen sowie Nachrichten-Webseiten wächst stetig. Die Verfügbarkeit von Informationen ist somit durch mobile Endgeräte unbegrenzt. Doch Print als Ergänzung zum Online-Angebot ist weiterhin gefragt, vor allem in Hinblick auf die Werbewirkung. Die Metaanalyse „The Power of Print“ offenbarte, dass gedruckte Auflagen durch die multisensorischen Eigenschaften des Papiers einen größeren Einfluss auf unser Gehirn haben. Hochwertiges Druckmaterial und Veredelungen können das Vertrauen in die Marke stärken, nicht nur die des Publishers, sondern auch der Werbepartner.  

News mit Storytelling vereinen und die Zielgruppe begeistern

Bei der Art und Weise wie heutzutage Medienkonsum stattfindet, stoßen Print-Publikationen schlichtweg an ihre Grenzen. Leser wollen News und Informationen genau dann, sobald ein Ereignis passiert. Sie möchten live am Ort des Geschehens dabei sein. Eine zeitgenaue, abgedruckte Berichterstattung über ein tagesaktuelles Event wie der Mondlandung, gäbe es heute wohl nicht. Die Gründe liegen auf der Hand: Im Zeitalter des Smartphones erreichen Neuigkeiten die Zielgruppe sofort – per Tweet oder Posting.

Hier gilt es für Medienmacher anzusetzen, neuartige Formate und emotionale Erzählweisen zu etablieren. Das erlernte Social-Media-Verhalten spielt da eine prägende Rolle. Ein Lösungsansatz sind Liveblogs – durch sie sind News nicht nur für den Moment abrufbar, sondern auch im Nachhinein chronologisch nachvollziehbar. Zahlen rund um Liveblogs beeindrucken: Kürzlich verzeichnete SPIEGEL ONLINE eine enorme Reichweite zur Frauenfußball WM, auch die Verweildauer überzeugt mit über drei Minuten. Warum dieses eher nischige Sport-Event begeisterte? Der Leser erfuhr zu jeder Zeit, was im Stadion passierte. Gebündelt mit Elementen des Storytellings fand sich der Leser plötzlich als Fan am Spielfeldrand wieder. 

Der nächste große Schritt: Print stirbt nicht – News für die Content-Strategie

Print wird auch in 50 Jahren nicht aussterben, doch Publisher müssen in ihrer Content-Strategie umdenken. Während hohe Mediabudgets in die Produktion von Tageszeitungen fließen, müssen auch die Online-Publikationen entsprechend gefördert werden. Insbesondere Tageszeitungen haben es zukünftig schwer, mit der Attraktivität und der Schnelligkeit von Online-Erzählformaten mitzuhalten. Weiterhin erfolgreiche Print-Produkte sind regelmäßig erscheinende Magazine, sie werden sich zusehends zu Luxusgütern entwickeln. Auch die Möglichkeiten, eigenen Content zu monetarisieren werden steigen und dadurch für Medienhäuser und Verlage lukrativer.

Die Herausforderung für Medienmacher wird zukünftig darin bestehen, die Zielgruppe schneller als Social-Media und Co. zu erreichen, das eigene Branding zu stärken und den Leser damit zu erreichen, wonach dieser sich wirklich sehnt: News. In spätestens 50 Jahren zünden wieder die Triebwerke und die nächsten Astronauten brechen Richtung Mars auf. Medienmacher müssen schon heute den nächsten großen Schritt gehen, denn das Medienkonsumverhalten hat sich geändert und jetzt liegt es an ihnen die Mission Berichterstattung erfolgreich anzugehen.


Bonusmaterial: 50 Jahre später – so hätte die Mondmission von Armstrong, Aldrin und Collins im Liveblog ausgesehen: tickaroo.com

Autor:Matthew Ulbrich ist Co-Founder und Chief Executive Officer (CEO) „Digital Excellence“ bei Tickaroo. Hier bringt er seine umfangreichen Kenntnisse in den Bereichen User Experience, User Interface und Innovation ein. Vor seiner Tätigkeit war er u.a. als Kreativvorstand bei der Kupferwerk AG tätig.

Quelle Mashup Communications GmbH

Bild: pixabay.com

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