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Bildquelle Nick Albert

QGo verkürzt die Wartezeiten

Jakob Schröger Gründer von QGo war in der Startup Show 2 Minuten 2 Millionen

Können Sie uns die Idee hinter QGo kurz vorstellen?
Jakob Schröger/ QGo : QGo ist ein kamerabasiertes Warteschlangenanalysesystem. Über Kameras nehmen wir Bilder von der Warteschlange auf, welche von unseren Servern analysiert werden. Die analysierten und ausgewerteten Wartezeiten können wir dann in verschiedenen Ausgabemedien bereitstellen. Sei es über Apps, Displays oder Webseiten. Wir zeigen dabei nie die Daten von Personen, sondern liefern lediglich die ausgewerteten Wartezeitinformationen. Die Besonderheit unseres Systems ist der ausgeklügelte Algorithmus. Gerade in Skigebieten besteht oftmals das Problem, dass Wartezeiten nicht genau ermittelt werden können, da unterschiedliche Seilbahnzustiege, Wetterbedingungen und Umwelteinflüsse das Ergebnis leicht beeinflussen können. Unser Algorithmus schafft es, sowohl im Indoor-Bereich als auch im Outdoor Bereich exakte Ergebnisse zu liefern und zwar unabhängig von der Form der Warteschlange, unabhängig von den Wetterbedingungen und unabhängig von den Seilbahnzustiegen. Wir bieten damit eine Lösung, die schnell und einfach installiert ist, Online konfigurierbar und wartbar ist, und in vielen verschiedenen Bereichen (auch außerhalb von Skigebieten) eingesetzt werden kann.

Von der Idee bis zum Start was waren die größten Herausforderungen?
Jakob Schröger/ QGo : Man sagt ja immer: Aller Anfang ist schwer. Ich glaube auch bei Start-Ups stellt der Beginn der Unternehmung immer eine große Herausforderung dar. Ein wesentlicher Aspekt dabei ist die Ungewissheit. Eine Idee zu haben ist eine Sache, die Idee dann wirklich auch umzusetzen, ist aber wesentlich schwieriger. Wenn man beschließt, eine Idee in Form eines Unternehmens zu realisieren, ist man plötzlich mit vielen neuen Gegebenheiten konfrontiert. Man muss eine Firma gründen, rechtlich alles abklären, Förderungen suchen, etc. Wenn man das noch nie gemacht hat, stellt das natürlich eine enorme Herausforderung dar. Es ist immer gut, wenn man Kollegen an der Seite hat, die einem bei diesen Dingen unterstützen und beratend zur Seite stehen. Ich hatte Glück, da meine Gründer-Kollegen diesen Prozess bereits einmal durchgemacht haben und mir viele Tipps geben konnten.

Sie waren mit QGo in 2Minuten 2 Millionen die Startup Show. Wie haben Sie sich auf die Show vorbereitet?
Jakob Schröger/ QGo : Ich habe relativ kurzfristig von der guten Nachricht erfahren, dass ich bei der Show teilnehmen darf. Ich hatte mich eigentlich für den trend@venture Award vom trend Magazin beworben und habe dort den Sonderpreis erhalten. Dieser Sonderpreis hat mir den Auftritt bei der Show ermöglicht. Danach habe ich mich, fast schon akribisch auf meine Präsentation vorbereitet, da ich natürlich einen guten Auftritt abliefern wollte. Das wichtigste bei deiner Präsentation ist ja die Vorbereitung. Dementsprechend habe ich meinen Pitch auch oft geübt.

Sie konnten Marie Helene Ametsreiter als Investorin gewinnen. Was war das für ein Gefühl, dass sich gleich zwei Investoren für Ihre Geschäftsidee interessiert haben?
Jakob Schröger/ QGo : Natürlich sehr positiv. Wenn man seine Idee in Form eines Start-Ups verwirklicht, ist man persönlich natürlich überzeugt, dass sein Produkt Erfolg hat. Wenn dann noch 2 Investoren, die bedeutend mehr Erfahrung haben und sich auf dem Gebiet gut auskennen der gleichen Meinung sind, dann motiviert das enorm.

Konnten Sie mit Frau Ametsreiter schon die nächsten Schritte planen?
Jakob Schröger/ QGo : Wir werden in den nächsten Wochen die nächsten Schritte ausdiskutieren und ich freue mich auf die produktiven Gespräche.

Wie ist das Medien Echo nach der Show?
Jakob Schröger/ QGo : Speziell im Social Media Bereich hat sich seit der Show viel getan. Bei Facebook, Twitter und Co. habe ich viele Nachrichten und viel positives Feedback erhalten, was mich sehr gefreut hat. Auch im geschäftlichen Bereich haben sich bereits Unternehmen gemeldet, die Interesse an dem Produkt von QGo haben und QGo genauer kennenlernen wollen. Ich freue mich natürlich sehr, dass ich durch die Show eine größere Präsenz bekommen habe, und möchte mich auch auf diesem Wege dafür bedanken, dass so viele Menschen mit mir mitgefiebert haben und Interesse gezeigt haben.

Wie ist das Feedback der Kunden nach dem Aufritt in der Startup Show 2 Minuten 2 Millionen? Wie hat sich die Nachfrage entwickelt?
Jakob Schröger/ QGo : Das werden die nächsten Tage und Wochen ergeben. Ich freue mich jedenfalls auf die Arbeit, die in der nächsten Zeit auf mich zukommt. Da ist die eine oder andere Überstunde auch nicht weiter schlimm. Wenn man sein eigenes Start-Up hat, ist die Arbeit immer aufregend. Ständig kommen neue Herausforderungen auf mich zu und es wird garantiert nie langweilig. Ich kann mir keine bessere Arbeit vorstellen.

Würden Sie anderen Startup Unternehmen die Teilnahme an der Show empfehlen?
Jakob Schröger/ QGo : Definitiv! Allein die Medien-Präsenz spricht dafür, dass man daran teilnehmen sollte. Außerdem ist es eine gute Möglichkeit, seine Idee vor Investoren zu präsentieren und auch wenn man vielleicht kein Investment bekommt, ist es definitiv eine gute Sache, wenn man konstruktives Feedback von einer Fachjury bekommt. Die Investoren sind sehr erfahren und bieten oft nicht nur finanzielle Unterstützung an, sondern helfen auch Partnerschaften aufzubauen und Kontakte herzustellen. Gerade für Start-Ups sind Kontakte und Partnerschaften oft ein wichtiger Baustein, um erfolgreich zu sein.

QGo wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Jakob Schröger/ QGo : Wir wollen unser System natürlich in den nächsten Jahren weiterentwickeln und ausbauen. Wir bieten das System zurzeit in Skigebiete an und wollen dort bald auch internationale Präsenz haben. Durch die hohe Flexibilität unseres Systems möchten wir aber das System auch in anderen Bereichen anbieten. Es gibt hier verschiedene Bereiche von Freizeitparks, über Events bis hin zum Städte-Tourismus, wo wir unser System anbieten und verbreiten können.

Bilder : Nick Albert

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Jakob Schröger für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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