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vlnr: Joachim Lackner, Karl Knabl, Günter Michäler Foto: Christian Forcher
vlnr: Joachim Lackner, Karl Knabl, Günter Michäler Foto: Christian Forcher

Quid4bid vereinfacht das Suchen und Finden im Internet

Auf Quid4bid finden Menschen die etwas Suchen mit Menschen die etwas anbieten zusammen

Wie ist die Idee zu Quid4bid entstanden, wann wurde die Firma gegründet und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Quid4bid: Die Idee entstand um die Weihnachtszeit im Jahr 2013 – Günter Michäler suchte ein Weihnachtsgeschenk, wurde bei Amazon fündig –allerdings mit langer Lieferzeit. Trotz Bedenken bestellte Herr Michäler die Ware bei Amazon. Am selben Tag entdeckte er diegleiche Ware zum selben Preis bei einem Händler um die Ecke!

Einerseits überrascht, andererseits aber auch ein wenig verärgert darüber, dass er nicht gleich an den lokalen Anbieter vor Haustür gedacht hatte, überlegte er sich, wie man dieses gegenseitige Informations-Defizit ausgleichen könnte. Im Gegensatz zum Online-Anbieter hätte er vom lokalen Händler sein Weihnachtsgeschenk sofort bekommen, wäre beraten worden, und hätte im Falle von Problemen (Garantie etc.) kurze Wege- und einen persönlichen Ansprechpartner gehabt.

Damit war die Idee geboren- und der erste Grundstein für die Online-Plattform quid4bid gelegt.

Herr Michäler teilte die Idee zuerst mit Johann Kirchinger und Karl Knabl. Die drei tüftelten am Grundgedanken weiter, und als es um die technische Umsetzung und die Gestaltung der Web-Seite ging, kam Joachim Lackner mit ins Boot – damit war das Team komplett.

Nachdem im ersten Halbjahr 2014 viel über neue Ideen und die technische Umsetzung der Plattform diskutiert wurde, waren wir sich alle einig, dass im Sommer 2014 die Firma in der Rechtsform einer Kommanditgesellschaft entstehen und im Handelsregister eingetragen werden sollte. Seitdem gibt es die Quid4bid Knabl KG.

Die Entwicklung geht natürlich weiter und es sind noch viele Herausforderungen als Team zu meistern. Wir müssen auf Feedback und Kritik reagieren (von außen und von innen)und Anregungen, die in dass Konzept von quid4bid passen, praktisch umsetzen. Die Plattform will, soll und muss sich an den Bedarf der Nutzer anpassen.

Von der Idee bis zum Start was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Quid4bid: Die größte Herausforderung war, die Idee soweit zu entwickeln, dass sie sich technisch und finanziell umsetzen ließ. Die Finanzierung erfolgte bisher ausschließlich mit Eigenkapital.

Größere Hürden ergaben und ergeben sich diese Philosophie (Prinzip), die wir auf der Plattform verfolgen, vernünftig und verständlich zu den Benutzern (Usern) zu transportieren. Wir haben immer wieder das Gefühl, dass die User den Nutzen – sowohl auf Seiten der Interessenten als auch auf Seiten der Anbieter bei weitem unterschätzen und die Vorteile, die sich für sie ergeben nicht sofort erkennen. An der Lösung dieses Problems müssen wir noch arbeiten.

 

Welche Wege gehen Sie, um Ihr Startup Unternehmen am Markt zu etablieren? Welche Rolle spielen Social Medias?
Quid4bid: Wir gehen hier den Weg, dass wir jede Kommunikationsform nutzen, die sich uns erschließt.
Die Geschichte die Quid4bid darstellt – wurde von einem Radiomoderator anmoderiert: Zitat: …. Erinnert ein wenig an den Kampf von David gegen Goliath. Ein kleines Startup sagt Amazon, Google und Co den Kampf an…
Darüber haben wir gelacht – allerdings gab es sehr viele positive Rückmeldungen – auch über die überspitzt formulierte Anmoderation.
Ein „Körnchen Wahrheit“ beinhaltet dieser Satz allerdings schon.

Diese Geschichte und sämtliche Ereignisse im Zusammenhang mit Quid4bid transportieren wir über Social Medias. Wir betrachten diese Medien als fundamentale Stütze, um den benötigten Traffic auf die Plattform zu lenken.

Können Sie uns das Unternehmen kurz vorstellen? Was ist das Besondere an Quid4bid?Wie funktioniert quid4bid? Und wer ist die Zielgruppe?
Quid4bid: Unsere Plattform (quid4bid.com) bringt Menschen die via Internet Waren, Produkte, Dienstleistungen, Immobilien, Unterkünfte (in Hotels, in Pensionen, bei Privatzimmervermietern) (zukünftig auch soziale Kontakte)suchen mit denen zusammen, die diese Dinge anbieten.

Das Besondere an quid4bid ist, dass wir einen völlig neuen Weg beschreiten und eine völlig andere Philosophie verfolgen, um den Kontakt zwischen Kunden und Anbietern her zu stellen, damit sie später ihren Wünschen und Vorstellungen entsprechend (verhandelbare) Verträge (Geschäfte) abschließen können.

Um zu seinem Produkt zu kommen, musste sich ein Interessent bisher, mehrmals mit einem Browser durch unzählige Web-Sites und Web-Shops klicken, einen passenden Web-Shop finden und anschließend in diesem Web-Shop sein gewünschtes Produkt zu den vorgegebenen, nicht verhandelbaren Bedingungen, erwerben.

INTERESSENT:
Bei quid4bid wählt der Interessent eine vordefinierte Kategorie aus, definiert dort seine Suche (möglichst genaue Beschreibung was er will) und ergänzt diese nötigenfalls mit „Sonderwünschen“.Die anonymisierte Suchanfrage des Interessenten erhalten alle Anbieter, die sich auf der Plattform registriert- und die betreffende Kategorie ausgewählt haben. Somit kann der Anbieter auf eine Suchanfrage reagieren – muss aber nicht reagieren.
Der Interessent muss jetzt nur noch warten bis ihm ein Angebot gefällt, Kontakt mit dem Anbieter aufnehmen und den Vertrag aushandeln – bzw. das Geschäft abschließen. Ob, wann und wie er ein Angebot annimmt, entscheidet allein der Interessent.

Um eine Suchanfrage bei quid4bid stellen zu können, muss sich ein Interessent mit wenigen Daten bei der Plattform quid4bid registrieren. Für den Interessenten ist das alles kostenlos!
Wir möchten die Interessenten nicht mit Werbung nerven und Accounts und Daten können bei uns jederzeit restlos durch den Interessenten selbst endgültig gelöscht werden.

ANBIETER:
Der Anbieter – das kann ein Unternehmer oder auch eine Privatperson sein – kann auf eine Suchanfrage reagieren. Ob er reagiert, wann er reagiert und wie er reagiert – ob er ein Angebot abgeben will oder nicht – entscheidet allein der Anbieter.

Der Anbieter, der sich ebenfalls kostenlos auf der Plattform quid4bid registrieren muss, kann durch gezielte Auswahl von Kategorien selbst bestimmen, welche Suchanfragen an ihn weitergeleitet werden. Durch den Einsatz von Filtern kann eine begrenzte Anzahl von Suchanfragen gezielt dargestellt werden, wodurch sich die Übersicht auf der Seite erhöht.

Sobald der Anbieter auf Suchanfragen mit Angeboten reagieren will, muss er vorher eine Mindestmenge an Credits im Wert von 20 € (excl. MwSt.) erwerben. Jetzt kann er Angebote zu Suchanfragen abgeben.

Erst wenn der Interessent, der die Suchanfrage gestellt hat, ein Angebot eines Anbieters nicht nur anschaut sondern öffnet – jetzt sieht der Interessent die Kontaktdaten und mehr Details zum Angebot des Anbieters – werden dem Anbieter je nach Wert des Angebotes zwischen 20 Euro-Cent und max. 80 Euro-Cent von seinem Credit-Guthaben abgezogen.

Ab jetzt liegt es am Interessenten, ob er sich mit dem Anbieter in Verbindung setzt, seine eigenen Kontaktdaten bekannt gibt und mit dem Anbieter ggf. einen Vertrag abschließt.

Vorteile für den Anbieter:
• Der Anbieter braucht keinen eigenen Webshop – er braucht auch keine eigene Homepage und könnte sich die Kosten für Einrichtung, Wartung und Werbung sparen.
• Der mögliche Kunde steht – virtuell – bereits in seinem Verkaufsraum um fragt nach einem Produkt.
• Die Angebote die auf der Plattform abgegeben werden, sind nichtverbindlich. Anbieter und Interessent können sich ihren Vertrag gemeinsam gestalten und in jeder Richtung abändern.
• Es gibt keine Provisionszahlungen – der Preisvorteil kann dem Kunden weiter gegeben werden.
• Es gibt kein Abo keine vertragliche Bindung die sich regelmäßig oder automatisch verlängert.
• Kosten zwischen €0.20 und max. € 0.80 – abhängig von der Höhe des abgegebenen Angebots. Sie werden dem Anbieter erst abgezogen, wenn vom Interessenten ein Angebot nicht nur angeschaut sondern geöffnet wird.
• Um Angebote abgeben zu können, muss der Anbieter eine Mindestmenge an Credits (€ 20.– = 100 Credits) kaufen und kann „sofort loslegen“. Wenn die Credits aufgebraucht sind, kann der Anbieter Credits nachkaufen – muss er aber nicht! Wenn er keine Credits mehr hat, kann er allerdings auch keine Angebote mehr abgeben.
• Ob der Anbieter reagiert, wann er reagiert und wie er reagiert – ob er ein Angebot abgeben will oder nicht – entscheidet allein der Anbieter.

Die Zielgruppe für die Verwendung unserer Plattform sind sämtliche Menschen die im Internet nach Waren, Produkten, Dienstleistungen sowie Unterkünften und Immobilien suchen. Es gibt die Idee zukünftig auch Menschen zu unterstützten, die soziale Kontakte suchen, um gemeinsam Sport zu betreiben, ins Ausland zu verreisen, oder gemeinsam Freizeitaktivitäten (Sport, Freizeit, Kultur) genießen zu können.

Quid4bid wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Quid4bid: Wir wollen uns im deutschen Sprachraum etablieren, streben aber an, die Plattform auch regional weiter – über den deutschen Sprachraum hinaus – zu verbreiten.

Wir sehen uns in fünf Jahren als etablierte Plattform.Das Prinzip der Plattform funktioniert unserer Ansicht nach in jedem Land, in dem im Internet Handel betrieben wird. Überall wo Menschen etwas suchen, gibt es auch Menschen die genau das anzubieten haben, was gesucht wird und das wollen wir unterstützten.

Wir sehen uns in fünf Jahren genau in diesen Ländern als etablierte Plattform.

Zum Schluß: Welche Tipps haben Sie für angehende Gründer?
Quid4bid: Da wir selber noch am Anfang stehen, glauben wir, dass es für Tipps von unserer Seite noch ein bisschen zu früh ist – wir sind selber immer noch im Lernprozess.

Was aber wahrscheinlich immer zu sagen ist, dass man sich selbst der ärgste Kritiker sein sollte, wenn man so eine Idee entwickelt.

Foto Christian Forcher

Weitere Informationen finden Sie hier

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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