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Gründer refurbish

refurbish faire ökologische und nachhaltige Bekleidung

refurbish steht für Nachhaltigkeit Fairness und sichere Arbeitsbedingungen

Stellen Sie sich doch kurz unseren Lesern vor
Fabian Fritz / refurbish : mein Bruder heißt Pepe Fritz und mein Name ist Fabian Fritz. Wir sind die Gründer der refurbish.
refurbish steht für faire, ökologische und nachhaltige Bekleidung.
Bei der Auswahl unserer Produkte achten wir darauf, dass unsere Lieferanten sichere Arbeitsbedingungen und eine faire Entlohnung ihren Arbeitern bieten. Des Weiteren achten wir darauf, dass die Kinder zur Schule gehen anstatt in die Fabrik.
Bei der Auswahl der Rohstoffe werden hauptsächlich gekämmte Biobaumwolle, Bambus,recycelter-Plastikflaschen oder -Baumwolle verwendet. Bei der gesamte Produktion und der Versand wird versucht möglichst CO2 arm und Energiearm zu produzieren. Dieses gesamte Konstrukt wurde auch von mehreren Instituten durch Zertifikate bestätigt.
Mit unseren Motiven wollen wir für eine Sensibilisierung gegenüber gesellschaftlichen und ökologischen Problemen schaffen. Unsere ersten Motive sind vom Aussterben (fast) bedrohte Tierarten, welche teilweise durch den Mensch geschaffene Umstände erst auf die Rote Liste gekommen sind. Wir bilden zum Beispiel den Afrikanischen Löwen ab und limitieren die Auflage genau auf die Anzahl der noch lebenden Löwen.
Bei der Auswahl der Druckerei haben wir darauf geachtet, dass wir eine Druckerei auswählen, welche hauptsächlich Sozialfälle (z.B. Drogenabhängige) einstellt die unsere Produkte in Handarbeit bedruckt. Somit bekommen die Arbeiter eine Arbeitsstelle mit einem Verdienst und werden Schritt für Schritt wieder in die Gesellschaft integriert.
Um unnötige Umweltbelastungen zu vermeiden kann man unsere Produkte wieder an uns zurücksenden (wenn man diese nicht mehr tragen mag, oder kaputt sind) und wir upcyclen es (z.B. zu einer Jute Tüte), bzw. verkaufen es Second Hand.
Zusätzlich unterstützen wir mit einem Teil des Erlöses soziale Projekte (hauptsächlich eigene).

Wie ist die Idee zu refurbish entstanden?
Fabian Fritz / refurbish : Die Idee ist von Pepe und entstand als er in Stuttgart ein solches Produkt nicht fand. Als er anfing T-Shirts zu designen und diese von anderen Personen als gute empfunden wurde war die Idee noch ein Kleinkind. Sie wuchs mit der Auswahl der richtigen Lieferanten und der passenden Druckerei. Wir wollen die Welt aber nicht nur mit unseren Produkten verbessern, sondern der Gesellschaft auch noch mehr zurückgeben. So verwenden wir einen Großteil der Spenden für die Initialisierung und Durchführung von sozialen Projekten.

Von der Idee bis zum Start was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Fabian Fritz / refurbish : Die Finanzierung ist alles aus dem eigenen Geldbeutel der zwei Gründer (Pepe & Fabian)

Bisherige Herausforderungen: (gemeistert)
1. Produktionskette aufgebaut – von dem Finden der richtigen Produzenten + Druckerei
2. Erstes soziales Projekt steht
3. Website mit Shop ist online
4. Integration und Verbindung zwischen Nachhaltigkeit & Sozialen Aspekten
5. Neue Kollektion
6. Erster Artikel auf www.social-startups.de
7. Erster Wettbewerb

Zukünftige Herausforderungen
1. Viel mehr Marketingevents (Guerilla, Print und Online, Messen)
2. Produktion und Lager Organisation verbessern (immer mehr hinarbeiten auf leeres Lager wenn man regelmäßige Aufträge reinbekommt)
3. Neue Kollektion (Bis jetzt nur Pepe Fritz)
4. Kooperationspartner für soziale Projekte (Langfristige Gespräche)
5. Wettbewerbe (immer besser werden durch üben üben üben)

Risiken:
– Online Recht: AGB, Datenschutz, Button,… (Jurist an der Hand)
– Zahlsystem: gelöst vorerst durch Paypal
– Finanzamt Steuern und Gebühren – hierbei möchte ich auch nochmals ein großes Dankeschön an die BMS Steuerkanzlei (Sitz in Passau) aussprechen
– Falsche Rechnungen von Betrügern (Diese nicht bezahlen, aber prüfen lassen)

Haben Sie es jemals bereut den Schritt in die Selbständigkeit gegangen zu sein?
Fabian Fritz / refurbish : Nein. Es ist zwar mit einem hohen Risiko verbunden allerdings auch mit viel Spaß und Erfüllung/Glück. Zudem haben wir noch keine Familie zu versorgen sondern nur uns selbst, was natürlich auch einiges erleichtert.

Welche Wege gehen Sie, um Ihr Startup am Markt zu etablieren? Wie wichtig ist es an Gründer- und Startup Events teilzunehmen?
Fabian Fritz / refurbish : Nachdem wir die ersten Herausforderungen gemeistert haben ist unsere große Aufmerksamkeit dem Marketing gewidmet. Hierbei ergeben sich folgende Aufgaben:
1. Online Marketing über online Zeitschriften
2. Social Media Aufbau (Twitter, Instagram& Facebook)
3. Kooperationspartner
4. Und Presse
5. Wir werden dieses Jahr 3-4 verschiedene Messen besuchen
6. Und an unterschiedlichen Wettbewerben noch teilnehmen

Da wir ein Konsumgut vertreiben sind Gründer- bzw. Startup-Events für uns nicht von unserer Produktseite interessant, sondern eher um Kooperationen zu bilden und das „Gründerfeeling“ bzw. die Aufbruchsstimmung mitzunehmen.

Welche Produkte findet man auf refurbish?
Fabian Fritz / refurbish : Auf refurbish findet man nachhaltige & faire Bekleidung (T-Shirts / Hoodies / Pullover).
Hierbei haben wir ein außergewöhnliches Produkt und Konzept, dass es schafft die Themen Nachhaltigkeit (Ressourcenschonung, Fairness (Faire Bezahlung + sichere Arbeitsbedingungen) und den sozialen Aspekt in einem Produkt zu vereinen und zudem gesellschaftliche und ökologische Probleme nicht nur anzusprechen (durch die Designs) sondern aktiv entgegenzuwirken (Druckerei, Produktion & soziale Projekte)
So sind wir nicht ständig auf Spenden angewiesen, sondern liefern ein außergewöhnliches Produkt was unsere Projekte finanziert und somit auf lange Zeit sichert zudem die Umwelt schont und Arbeitsplätze generiert.

Wo werden die T-shirts von refurbish gefertigt?
Fabian Fritz / refurbish : Die T-Shirts werden in zertifizierten Produktionsstätten in Indien, China und Türkei gefertigt. Bedruckt werden die T-Shirts in Stuttgart und dann von uns versendet.

An welche Karitative Projekte und Organisationen spendet Ihr und wieviel?
Fabian Fritz / refurbish : Die ersten Gewinne gingen an unser erstes soziales Projekt. Hierbei gab es eine Kooperation mit der Kinderkrebsstiftung und dem Waldpiraten Camp in Heilbronn. Unser erstes Soziales Projekt haben wir in der Kinderkrebsstiftung in Heilbronn umgesetzt. Wir haben mit den Kindern des „Waldpiratencamps“ einen Sporttag veranstaltet. Wir hatten sehr viel Spaß mit den kleinen und großen Kämpfern in Heilbronn. Es war toll zu sehen wie viel Spaß die Kinder haben wenn sie ihre Krankheit über den Sport ausblenden und einfach glücklich sein können.
Für die Projekte wird ein Großteil des Gewinns verwendet. Die restlichen 1-2 Euro pro Shirt werden nur für die interne Kostendeckung verwendet.

refurbish wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Fabian Fritz / refurbish : Hierbei muss man nur unsere Vision betrachten:
1. Lokale soziale Projekte initialisieren und finanzieren im Internationalen Raum – Menschen glücklich machen (bestenfalls da wo das Produkt gekauft wird)
2. Nachhaltige und faire Produkte verkaufen, mit welchem sie jederzeit „Verantwortung tragen“ können und zwar in fast jeden Winkel der Welt
3. Integration in die Gesellschaft (nicht nur refurbish sondern auch Mitmenschen) – refurbish ist in die Gesellschaft und Community integriert & schafft einen positiven Mehrwert + Integration von Sozialfällen in das Unternehmen
4. Arbeitsplätze schaffen, nicht nur bei unseren Kooperationspartnern sondern auch bei uns (kontinuierlich + natürlich)

Ob wir diese Vision in 5 Jahren erreicht haben ist fraglich. Allerdings werden wir uns in diese Richtung entwickeln und versuchen diese auf lange Zeit zu erreichen.

Zum Schluß: Welche Tipps haben Sie für angehende Gründer?
Fabian Fritz / refurbish : Ich werde diesen Punkt direkt auf uns mal übertragen und ein paar Beispiele machen:
Wie schon oben genannt war es eine große und schwierige Situation dieses Gesamtkonzept aufzubauen und in die Wirklichkeit umzusetzen. Auch ist der Mix aus dem sozialen Aspekten mit dem kommerziellen Handel von nachhaltigen Produkten oft schwierig (was speziell Wettbewerbe für Startups angeht) – da man oft in keine der beiden Schubladen voll reinpasst.
Wir sind zwar eifrig – aber ich kann nur jedem den Tipp geben: zu versuchen ein Gründungsstipendien bei der Idee für sein zukünftiges Unternehmen zu beantragen, da dies viel erleichtert.
Eine große Hilfe kann auch ein Mentor oder Schirmherr sein, welchen wir bis dato noch nicht haben. Dieser kann den Kontakt zur Wirtschaft und anderen Partnern erleichtern.
Der wichtigste Aspekt neben dem Produkt ist aber die Vermarktung. Eine wirkliche Erfolgsstrategie an sich gibt es nicht – man sollte schauen, dass man auf Messen geht und sich seine Zielgruppe sucht. Welche Messen oder Online Tools, sowie Zeitungen oder Zeitschriften für einen wichtig sind hängen von der Geschäftsidee ab. Das es aber was bringt zeigen dann immer die gesteigerten Unternehmenszahlen ob Verkauf oder nur Besucherzahlen auf der Website.
Speziell sollte man sich einen guten Steuerberater suchen und die Anfangs hereinkommenden Rechnung prüfen, da es überraschenderweise relativ viele Betrüger (auch in Deutschland) gibt. Ein guter Rat ist auch sich mit der IHK kurzzuschließen. Hierbei möchten wir auch ein Dankeschön an Herrn Högen von der IHK-Passau sagen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Fabian Fritz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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