Home / Startup / (R)eintüten den Gourmet in sich entdecken
David-Rein-mit-Reintüte

(R)eintüten den Gourmet in sich entdecken

(R)eintüten – für jeden das richtige Salz

Wie ist die Idee zu (R)eintüten entstanden und wann wurde die Firma gegründet?
David Rein / (R)eintüten: Ich hatte immer schon eine Freude an gutem Essen. Mit meiner Ausbildung zum Koch wurden mir der Umgang mit Lebensmitteln und die Bedeutung von hochwertiger Ernährung erst richtig bewusst. Die ursprüngliche Idee war gemeinsam mit einen Arbeitskollegen einen Imbisswagen auf Festivals zu betreiben. Auf dem Jakobsweg, den ich mit 17 gegangen bin, entwickelte ich das aktuelle Konzept der Firma. Durch weitere Reisen bemerkte ich, was es für eine Vielfalt an Lebensmitteln gibt. Mit hochwertigen Lebensmitteln wollte ich den Leuten diese Vielfalt auf einfachem Weg zugänglich machen. In meiner Familie sind alle selbstständig und so gründete ich (R)eintüten im Sommer 2013. Ich reiste weiter viel umher und besuchte verschiedene Messen, um Kontakte zu knüpfen und mir ein Netzwerk aufzubauen. Die Idee mit den Salzen und Gewürzen zu starten, kam mir 2014 in Indien. Im Dezember 2014 sind wir dann quasi „vor die Tür gegangen“.

Wie haben Sie sich als Gründerteam zusammen gefunden?
David Rein / (R)eintüten: Daniel und Emanuel kenne ich noch aus der Schule. Wir haben schon damals immer viel Zeit verbracht und waren gute Freunde. Durch ein gemeinsames Projekt im Netzwerk Marketing, einer sehr interessanten Branche, lernten wir noch Julian kennen. Dort konnten wir auch schon einige Erfolge feiern. Eines Abends, es war Halloween 2014, saßen wir zusammen und haben anstatt zu feiern das komplette Konzept überarbeitet und anschließend 60 Tage bis zum Verkaufsstart durchgepowert.

Von der Idee bis zum Start was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
David Rein / (R)eintüten: Eine große Herausforderung war sicher mein Alter. Wenige nehmen dich direkt ernst, wenn du ihnen mit 18 von deiner Geschäftsidee erzählst. Auch viele Freunde haben darüber gelacht. Da muss man allerdings durch, um etwas zu erreichen. Natürlich muss man sich auch das ganze Wissen selber aneignen, wie etwa steuerliche und rechtliche Dinge bis hin zu den Vorschriften wie ein Etikett gestaltet werden muss. Selbst und ständig, der Spruch passt einfach perfekt. Ich kann mich noch an eine Nachtschicht erinnern, bei der wir an dem Design und den Maßen der (R)eintüte fast verzweifelt sind. Aber auch da heißt es kühlen Kopf behalten und dran bleiben, bis man das gewünschte Ziel erreicht hat.
Bisher haben wir alles aus eigener Tasche finanziert. Einige gute Freunde und meine Brüder haben auch mal unter die Arme gegriffen, wenn es eng wurde.

Welche Wege sind Sie gegangen und welche Wege gehen Sie um (R)eintüten am Markt zu etablieren? Welche Rolle spielen Social Medias?
David Rein / (R)eintüten: Bisher lief natürlich viel über das aufgebaute Netzwerk und die Mund-zu-Mund-Propaganda im Bekanntenkreis. Wir waren auch auf verschiedenen Märkten in der Region, wo wir bei der Laufkundschaft viele Fans gewinnen konnten. Im Februar nahmen wir erfolgreich an der Bonner Ideenbörse, einem Gründerwettbewerb der IHK und des podium49, teil. Dadurch profitieren wir auch von der Initiative Gründerpodium, einer klasse Unterstützung der IHK und den teilnehmenden Unternehmen. Die Stände auf Märkten werden wir weiter ausbauen und uns auch in der Gastronomie vorstellen. Ein wichtiger Punkt ist unser Online Auftritt. Wir wollen nicht nur einfach unsere Produkte im Online-Shop verkaufen, sondern den Leuten auch das Wissen und die Geschichten zu den Lebensmitteln vermitteln. Mit ansprechenden Grafiken, Texten und spannenden Videos soll jedes Produkt und jedes Herkunftsland näher gebracht werden. Social Media spielt natürlich eine zentrale Rolle. Wir sind auf Facebook, Twitter, Instagram und auch Pinterest vertreten und haben einen eigenen Blog. Was heutzutage ein absolutes Muss ist. Fast jeder ist mindestens auf einem der Kanäle unterwegs. Da können wir die Leute leicht erreichen und wollen ihnen das Bewusstsein für besondere Lebensmittel vermitteln.

Woher beziehen Sie das Salz? Auf was achten Sie bei der Auswahl?
David Rein / (R)eintüten: Auf einer der Messen habe ich einen Lieferanten kennen gelernt, dem wir zu 100 % vertrauen können. Er kennt die Hersteller aus allen Ecken der Erde und garantiert eine hochwertige Qualität bei den Produkten. So können wir in der Zukunft einen direkten Kontakt zu den Herstellern aufbauen. Jede Lieferung wird auch noch mal nach unserem eigenen Qualitätscheck überprüft. Die Produkte müssen natürlich und rein sein. Natürlich schauen wir auch darauf, dass das Salz oder die Gewürze etwas Exotisches mit sich bringen. Wie zum Beispiel unsere afrikanischen Perlen, das Bambussalz aus Korea oder unsere beliebten Salze aus Hawaii. So können wir gemeinsam mit unseren Kunden auf eine geschmackliche Weltreise gehen.

Wie viele Salze haben Sie schon in Ihrem Sortiment?
David Rein / (R)eintüten: Gerade haben wir das 25. Salz, das Rote Meer Salz, aufgenommen. Noch nicht im Online-Shop, aber auf den Märkten sind zu dem unsere Pfeffer-, Chili- und Zuckersorten erhältlich. Die werden wir in absehbarer Zeit auch in unser Online Sortiment aufnehmen.

(R)eintüten wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
David Rein / (R)eintüten: In fünf Jahren sind wir ein etabliertes Unternehmen im Bereich der Feinkost. Über die Region hinaus sind unsere (R)eintüten im Handel zu finden. Nicht nur Salze und Gewürze sind eingetütet, sondern auch eine ganze Mahlzeit. Natürlich, vegan und frei von Gluten bieten wir mit besonderen Bio-Nudeln und Reis eine hochwertige Mahlzeit an. Auf den Märkten der Region sind wir ein fester Bestandteil. Zudem bieten wir über die verschiedenen Online-Kanäle ein breites Wissen über die Produkte, deren Herstellung und der Herkunftsländer. Uns ist auch wichtig, das unternehmerische Denken und unsere Erfahrungen zu teilen und damit weiteren, jungen Leuten den Schritt in die Selbstständigkeit zu erleichtern.

Zum Schluß welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
David Rein / (R)eintüten: Alles ist möglich! Es gilt eine Idee zu haben und einen Plan entwickeln, am besten gemeinsam mit einigen Mitstreitern und dann einfach anfangen. Und dann so lange an der Idee festhalten und arbeiten, bis sie funktioniert. Es gibt keine Probleme, nur Lösungen. Bis man die findet, kann es aber auch mal etwas länger dauern. Und da muss man bereit sein, einiges in Kauf zu nehmen. Nächte durch machen, viel Kaffee oder Verve trinken und dabei immer positiv denken! Der Spaßfaktor darf natürlich auch nicht fehlen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei David Rein für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

Check Also

Shared Mobility

Smarte City ist das Hauptziel der meisten Millionenstädte

Eine intelligente Stadt bietet viele Möglichkeiten für ein störungsfreies Leben. Trotzdem beschäftigen sich die meisten …

KOSTENLOSER NEWSLETTER

Erhalte regelmäßig Tipps und Tricks für deinen Erfolg

Hier finden Sie unsere Datenschutzerklärung