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Ruby Cup Team

Ruby Cup Buy One Give One

Ruby Cup die gesunden, kostensparenden, sozialen und umweltfreundlichen Alternative zu Tampons und Binden

Wie ist die Idee zu Ruby Cup entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Eva Brandt/Ruby Cup: Meine Kollegin und Ruby Cup Co-Founderin Maxie hat von ihrer Schwester einen Menstrual Cup bekommen zum Ausprobieren. Menstrual Cups gibt es ja schon sehr lange, erfunden wurde das Produkt in den USA. Als sie von dem Problem erfuhr, dass Mädchen in Entwicklungsländern aufgrund ihrer Regel der Schule fernbleiben, weil sie sich nicht schützen, zählte sie 1 und 1 zusammen. Gemeinsam mit ihren Studienkolleginnen wurde die Idee zu Ruby Cup konkreter und die drei jungen Frauen beschlossen nach Nairobi zu gehen um auszuprobieren, ob sie Menstruationshygiene dort mit ihrem eigenen Unternehmen nachhaltig verbessern können.

Von der Idee bis zum Start was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Eva Brandt/Ruby Cup: Die größte Herausforderung bestand darin, das richtige Business Model zu finden. Wir kann man Mädchen in Entwicklungsländern helfen und gleichzeitig dabei Geld verdienen ? Nach verschiedenen Ansätzen, sind wir auf das “Buy One Give One” Model gestoßen, welches bis heute sehr gut funktioniert. Mit jedem verkauften Ruby Cup über das Internet wird ein Ruby Cup an ein bedürftiges Mädchen gespendet. Die Starthilfe haben wir bekommen durch funding und Unterstützung der schwedischen Regierung und deren Programm “Innovationen gegen Armut” (IAP). Darüber hinaus haben wir mehrere Wettbewerbe gewonnen, die mit Preisgeldern dotiert waren und haben Investoren, die unser Business unterstützen. Inzwischen können wir uns selbst finanzieren.

Sie waren in der Sendung Kampf der Startups und haben gewonnen. Wie wichtig ist das für Ihre weitere Entwicklung/Wachstum?
Eva Brandt/Ruby Cup: Unser Ziel ist es, dass jede Frau und jedes Mädchen in Deutschland von Ruby Cup erfährt. Dafür ist die Sendung des ZDF und der TV Auftritt natürlich Gold wert. Da die Sendung noch nicht ausgestrahlt wurde, können wir über die Reichweite und Auswirkungen der Sendung jedoch nur spekulieren.

Welche Erfahrungen haben Sie mitgenommen?
Eva Brandt/Ruby Cup: Wir hatten uns damals intensiv auf unseren pitch vor der Jury vorbereitet, Ziele und die Zahlen durchgesprochen. Natürlich war das Erlebnis vor der Kamera dann ein ganz besonderes und hat Spaß gemacht, auch weil die Jury freundlich und interessiert war. Unser Ziel war es, authentisch rüberzukommen und diejenigen zu bleiben, die wir sind. Dazu hatte der Coach in der Show, Titus Dittmann, anfangs sogar auch noch geraten, denn mit Authentizität kann man nichts verkehrt machen. Und das Ergebnis sieht man ja im ZDF 🙂

Wie ist das Kundenfeedback nach der Sendung?
Eva Brandt/Ruby Cup: Wir haben bereits bei Facebook und per Email sehr viele positive Kommentare und Glückwünsche bekommen. Was nach der Ausstrahlung passiert ist noch ungewiss, aber wir sind überzeugt, dass die Rückmeldungen positiv ausfallen.

Mit welchen strategischen Partnern arbeiten Sie zusammen?
Eva Brandt/Ruby Cup: In Kenia arbeiten wir mit Nichtregierungsorganisationen wie der „Golden Girls Foundation“, „Femme International“ und dem Roten Kreuz. In Deutschland haben wir strategische Partner, die uns bei der Vermarktung des Produktes helfen, wie z.B. die Biocompany, eine Biosupermarktkette und ein mittelständisches Pharmaunternehmen, die uns mit ihrem Know How unterstützen bezüglich Apothekenvertrieb in Deutschland.

Wenn man einen Ruby Cup kauft, tut man auch was Gutes. Wie kommt das Konzept bei den Kunden an?
Eva Brandt/Ruby Cup : Gesundheit und Tragekomfort sind die Hauptgründe, warum Frauen zu Ruby Cup wechseln. Auch wenn es für manche Kundinnen nicht im Vordergrund steht, dass wir eine soziale Mission haben, finden sie die Buy One Give One Strategie toll.

Aus welchem Material wird die Ruby Cup hergestellt?
Eva Brandt/Ruby Cup: Aus 100% medizinischem Silikon, frei von Phtalaten und Weichmachern.

Wo kann man Ruby Cup kaufen?
Eva Brandt/Ruby Cup: Über unseren onlineshop: www.ruby-cup.com/de/shop. In ausgewählten Geschäften in Deutschland und Europa wie z.B. Biosupermärkte (Biocompany) und Apotheken und über Amazon.

Wie lange kann man die Ruby Cup verwenden? Was muss man bei der Reinigung und Aufbewahrung beachten?
Eva Brandt/Ruby Cup : Man kann Ruby Cup bis zu 10 Jahre lang wiederverwenden. Die Reinigung und Aufbewahrung ist leicht. Um Ruby Cup gründlich zu reinigen, kocht man Ruby Cup am Ende der Periode für fünf Minuten in klarem Wasser. Hierzu eignet sich besonders gut der Ruby Sterilisierbecher (http://www.ruby-cup.com/de/shop/sterilisierbecher/) mit dem man Ruby Cup ganz einfach in der Mikrowelle oder im Backofen auskochen kann.

Wie ist das Kundenfeedback?
Eva Brandt/Ruby Cup: Das Kundenfeedback ist sehr positiv. Wir bekommen fast täglich E-Mails von Frauen, die uns schreiben, dass sich durch Ruby Cup ihr Leben verändert hat. Natürlich gibt es auch Frauen, die sich mit dem Gedanken eines Menstrual Cups nicht anfreunden können. Negatives Feedback von Frauen die Ruby Cup gekauft haben, bekommen wir jedoch so gut wie nie.

Ruby Cup wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Eva Brandt/Ruby Cup: In 5 Jahren ist Ruby Cup mainstream. Wir sehen und dann mit unserem Produkt großflächig im Einzelhandel, sodass jede Frau weltweit weiß, dass es eine Alternative gibt zu Binden und Tampons, bis es dann keine Alternative ist sondern eine Option. Außerdem haben wir dann noch mehr strategische Partner in anderen Teilen der Welt, mit deren Hilfe wir mehr Mädchen und Frauen unterstützen.

 

Wir bedanken uns bei Eva Brandt für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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