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Scube die neue Art des Reisens

Scube umweltfreundliches Reisen

Wie ist die Idee zu Scube enstanden?
Tanja Rathmann und Marius Jast/ Scube : Marius wollte einen Zusatzraum für seinen Garten haben. Doch weder eine Baumarkthütte noch ein umgebauter Container, den man nur mit schwerem Gerät anliefern lassen kann, überzeugten ihn. Er stellte fest, dass es dafür keine zufriedenstellenden Lösungen gibt, die zugleich hochwertig sind, schnell und einfach im Aufbau. Tanja ließ sich von ziemlich schnell begeistern. Durch diese Kleinsträume muss man sich schließlich auf das Wesentliche reduzieren.
Nach der Umsetzung des Standortes in Berlin (Übernachten im Schwimmbad), kamen wir schnell auf die Idee, dass die SCUBEs eigentlich an nahezu allen Standorten aufgestellt werden können, die interessant, spannend, schön, außergewöhnlich sind und bestenfalls über eine Infrastruktur verfügen, die es den Gästen möglich macht dort zu übernachten.
Irgendwann kam dann mal die Idee auf, dass es doch toll wäre, wenn man mit den Rad ohne viel Gepäck und Organisationsaufwand direkt bis ans Meer fahren könnte. Das sind von Berlin aus ca. 250 km, das kann man schaffen. Leider ist das wirklich aufwendig, wenn man sich alle Übernachtungen einzeln raussuchen muss. Genau dieses Problem wollen wir lösen.
Im Mittelpunkt steht daher das Erlebnis des Standortes – reduziert auf das Wesentliche. Der SCUBE ist hierbei Mittel zum Zweck.

Wie viele Scubes konnten Sie schon realisieren?
Tanja Rathmann und Marius Jast/ Scube : 40 SCUBEs stehen in Berlin und Prenzlau (Brandenburg) und werden dort zum Übernachten genutzt.
Die gleichen Bedürfnisse (schnell auf- und abbaubar an Orten, die man mit schweren Geräten kaum erreichen kann) erfüllt der SCUBE auch die Bedürfnisse von TV-Formaten wie dem ARD-Morgenmagazin. Wir haben hierfür bereits zwei Mal den SCUBE als „Ankes Berlinale Palästchen“ direkt am Potsdamer Platz als temporäres Studio während der Berlinale aufgestellt.

Wie haben Sie sich finanziert?
Tanja Rathmann und Marius Jast/ Scube : Den ersten Standort in Berlin zum großen Teil mit Bankkrediten. Es stecken aber auch größtenteils Erspartes, Löhne, die wir uns nie auszahlt, haben sowie Geliehenes von Freunden in dem Projekt.

Wieviel kostet eine Nacht in einem Scube und für wieviel Personen ist ein Scube ausgerichtet?
Tanja Rathmann und Marius Jast/ Scube : Für zwei Personen ca. 49 Euro. Das variiert aber je nach Betreiber, Standort und Zusatzdienstleistungen.

Wer ist die Zielgruppe für die Scubes?
Tanja Rathmann und Marius Jast/ Scube : Menschen die die Natur genießen und Lust haben sich bewusst zu reduzieren. Zumindest temporär.
Touristische Betreiber, die bisher über keine Übernachtungsmöglichkeiten verfügen, ihren Gästen aber gern etwas Außergewöhnliches anbieten möchten.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, das es in die Show „Die Höhle der Löwen“ geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von der Show?
Tanja Rathmann und Marius Jast/ Scube : Das hat bei uns dazu geführt, dass wir unseren bisherigen Businessplan nochmals überdacht haben. Die Show ist eine große Chance Investoren zu treffen und sich vor einem breiten Publik zu präsentieren. Das ist wirklich eine große Unterstützung die Idee vor richtig vielen Leuten präsentiert werden zu können! Wir haben jetzt schon viele Unterstützer und begeisterte SCUBE-Fans. Auch für die ist es schön zu sehen, dass es mit uns vorangeht. Schließlich begleiten uns etliche davon schon seit 2010.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Jungunternehmer? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch die Show viele Interessenten und auch Medien auf Sie aufmerksam werden?
Tanja Rathmann und Marius Jast/ Scube : Erstmal ist es erstaunlich, dass diese Startup-Welt so viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. Ich hätte mir nicht vorstellen können, dass sich so viele Leute überhaupt dafür interessieren! Umso besser, denn dann versteht vielleicht auch mal der ein oder andere, dass wir hier nicht nur ein besseres Hobby betreiben, sondern es kann auch mal hinter die Kulissen geschaut werden, was es heißt ein Unternehmen zu gründen. Natürlich macht so ein Pitching nur einen Teil des Gründerlebens aus. Spannend ist es allemal.

Ziel der Show „Die Höhle der Löwen“ ist es, dass die Löwen investieren und der Deal zustande kommt. Welchen der Löwen haben Sie als Investor im Fokus?
Tanja Rathmann und Marius Jast/ Scube : Durch unseren Tourismusfokus sind natürlich sowohl Herr Öger als auch Herr Schweizer optimale Partner. Vorrangig wegen der Erfahrung, die die beiden mitbringen. Das Geld steht hier eher an zweiter Stelle. Tanja würde sich allerdings auch mal über weibliche Unterstützung freuen. Leider gibt es ja in der Gründerszene nur sehr wenige Frauen. Das ist sehr schade!

Wie geht es mit Scube Parks dann nach der Show weiter, sollte der Deal zustande kommen? Und wie, wenn es keinen Deal gibt?
Tanja Rathmann und Marius Jast/ Scube : So oder so geht die Reise weiter. Eine mögliche Hilfe oder ein Investment der Löwen wären toll – doch wir sind mittlerweile so viele Jahre dabei und hatten gemeinsam gute und schlechte Zeiten. Uns ist bewusst, dass die Idee ein wenig wahnwitzig ist und für klassische Investoren eventuell nur einen ideellen Wert haben könnte. Durch das Know How der SCUBE Produktion sind wir allerdings schon interessant auch für andere Investoren – unabhängig vom Radweg. Daher: Wenn einer der fünf dabei sein will, freuen wir uns. Wenn nicht schaffen wir es auch so. Weiter geht es in jedem Fall.

Bilder © VOX

Sehen Sie Tanja Rathmann und Marius Jast am 07. Oktober in #DHDL

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Tanja Rathmann und Marius Jast für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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