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Interview mit Hubertus und Katrin von Wulffen, Gründer von selbstwohnen

Wie ist die Idee zu selbstwohnen entstanden und wann wurde selbstwohnen gegründet?
Hubertus von Wulffen/selbstwohnen: Das Alter, der unbekannte Lebensabschnitt – jung waren wir ja alle schonmal – fasziniert mich seit langem. Letztlich hat mich der souveräne Umgang meiner 80-jährigen Eltern mit ihrem Älterwerden darauf gebracht: Du darfst dein Alter nicht leugnen, das ist nicht cool. Natürlich brauchst du mit 80 einen extra Haltegriff in der Dusche und bist weitsichtig. Aber du musst dich deswegen nicht gleich in ein Reha-Ambiente mit Sanitätshaus-Charme begeben. Mit etwas Aufwand findet man richtig gute Ideen und Lösungen. Dafür habe ich Anfang 2014 mit meiner Frau Katrin und dem E-Commerce-Spezialisten Sebastian Röhrich selbstwohnen gegründet. Der Shop ging dann im November online.

Die Zielgruppe ist 50plus – warum gerade diese Zielgruppe?
Hubertus von Wulffen/ selbstwohnen: Selbst das ungewöhnlichste urbane Lifestylebedürfnis eines 25-jährigen wird heute durch mehrere Start-ups abgedeckt. Die Alten dagegen interessieren sich nur für Flusskreuzfahrten und Treppenlifte? Tatsächlich ist die Generation 50plus die interessantere, unabhängigere und vielschichtigere Zielgruppe. In keinem Lebensabschnitt bestimme ich in vergleichbarem Maße selbst über meine Lebensqualität.

Welche Herausforderungen hatten Sie in der Gründungsphase zu bewältigen und wie haben Sie sich finanziert?
Hubertus von Wulffen/ selbstwohnen: Eine ganz große Herausforderung: Das Team. Ich bin sehr stolz darauf, dass wir ein absolut erstklassiges Team für dieses Thema begeistern können, aber das ist harte Arbeit. Wir sehen, dass beim Thema Aging bei vielen Leuten Vorstellungen mitschwingen, die alles andere als cool und trendy sind. Das ist übrigens in anderen Ländern, beispielsweise in den USA, nicht so.
Die Finanzierung tragen wir im Moment noch selbst. Aber wir werden von Anfang an von sehr professionellen potentiellen Investoren begleitet.

Was finden die Kunden auf selbstwohnen?
Katrin von Wulffen/ selbstwohnen: Wir haben festgestellt, dass es zwar viele Hilfsmittel für die Zielgruppe 50plus gibt, aber wenige, die man wirklich haben will. Das ändern wir nun. Wie es ein Blogger kürzlich über unser Konzept formuliert hat: „Kampf dem Rentner-Beige“. Vom modischen Gehstock, über Pillenboxen im Stil eines Moleskine-Notizbuches bis hin zum hörgerätekompatiblen Smartphone finden unsere Kunden bei uns alles, was den Alltag erleichtert und gleichzeitig gut aussieht.

Nach welchen Kriterien wählen Sie die Produkte aus, die Sie auf selbstwohnen anbieten?
Katrin von Wulffen/ selbstwohnen: Alle Artikel, die wir auf selbstwohnen anbieten, müssen einen echten Mehrwert für Ältere bieten. Wir testen alle unsere Produkte und suchen beste Qualität und gutes Design. In unser Sortiment nehmen wir nur solche Produkte auf, die wir auch selbst gerne benutzen würden und die nicht stigmatisieren.

Mit welchen strategischen Partnern arbeiten Sie zusammen?
Katrin von Wulffen/ selbstwohnen: „Strategische Partner“ mag in dieser frühen Phase etwas hochgestochen klingen. Ich würde sagen, wir arbeiten besonders intensiv mit einigen sehr innovativen Herstellern zusammen, um gemeinsam Märkte zu erschließen. Da entsteht gerade weltweit eine extrem kreative Aging Community, in der wir gut vernetzt sind.

selbstwohnen wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Hubertus von Wulffen/ selbstwohnen: Nach 20 Jahren als Unternehmensberater habe ich natürlich einen detaillierten Business Plan in der Schublade und nach mehreren erfolgreichen Unternehmensgründungen weiß ich, dass ohnehin alles anders kommt. In unserem Markt multiplizieren sich mehrere Wachstumsfaktoren: die Babyboomer werden 60, die Lebenserwartung nimmt zu, die Internetnutzung der Älteren steigt in den nächsten Jahren von 30% auf 80%. In fünf Jahren wollen wir als führende Marke für den souveränen Umgang mit dem Alter stehen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Hubertus und Katrin von Wulffen für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

About Sabine Elsaesser

Sabine Elsässer ist seit 2008 Leitende Redakteurin des UNITEDNETWORKER. Seit Anfang der 1990ern bis zum Jahre 2007 hat Sie mit Ihrem Mann Markus Elsässer für verschieden Direct Selling Unternehmen große Internationale Vertriebsorganisationen aufgebaut. Seit einigen Jahren schlägt Ihr Herz für die Startup und Crowdfunding Szene, die Sie nicht nur durch die Magazine sondern auch als Investor und Mentor unterstützt.

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